Mittwoch, 25. April 2012

Ein Stillpost

Liebe Besucher, das ist heute was Längeres. 

zu meinen Überlegungen angeregt hat mich heute Halithas Post. Eigentlich wollte ich heute gar nicht schreiben, da ich eigentlich gar keine Zeit habe (ich schreibe mit Haushaltlichem Chaos im Rücken, sobald ich mich umdrehe, bin ich von Wäsche und Abwaschbergen verschluckt). Doch für einen Kommentar bei Halitha war mein Text zu lang - ausserdem habe ich beim Langzeitstillen zu wenig Erfahrung. Nämlich (noch?) gar keine. Doch da ich weiß, dass hier auch viele Schwangere mit dem ersten Kind mitlesen, schadet das, was ich heute erzählen möchte, wohl nicht. Ausser, es langweilt euch. Oder ich moralapostle zu viel. Aber das riskiere ich jetzt mal.

Das Stillen mit dem ersten Kind war eine Odyssee, die nach 6 Wochen ein gnädiges Flaschenende fand, wie ich damals dachte. Dank mehrerer ungünstiger Faktoren war unsere Stillbeziehung von Anfang an in Schwierigkeiten: Eine Kinderschwester, die Zuckerlösung gab, statt mir das Kind zu bringen oder mich zu rufen (er musste wegen Gelbsucht in die UV-Box) - noch mehr Kinderschwestern, die mich jedesmal wenn sie ins Zimmer kamen mit "Und? Ist die Milch jetzt da?" begrüßten - nicht zu vergessen den fast schon strafenden Blick weil ich Kuh einfach nicht produzieren wollte. Die elende Pumperei, die mir mehr Tränen in die Augen als Milch in die Flasche trieb und schlussendlich eine Nachsorgehebamme, die trotz all meiner (mit dem ersten Kind) unwissenden Bemühungen dann auf Flasche riet. So. Und dann hab mal Ruhe und lass die Milch kommen. Meine Mutter/Schwiegermutter konnten mir da auch nicht so helfen - in ihrer Zeit wurde vom Stillen angesichts der Schadstoffbelastung der Milch gleich ganz abgeraten - lieber die Kuhmilch von direkt neben der Straße. Da gab es dann mit dem fertig gewaschen Kind gleich die Abstilltablette dazu.

Beim Mittleren Kind wollte ich es aber trotzdem versuchen, obwohl ich die Befürchtung hegte, nicht stillen zu können. Da lag ich dann also wieder einmal im Krankenhaus mit einem Baby, der Hebammensprechstunde und dem Stillbuch, fest entschlossen mich durchzubeißen und ... die Milch ließ sich wieder Zeit. Überall liest man von 3 - 5 Tagen, bis der Milcheinschuss kommt, aber bereits ab Tag 2 machten die einen so verrückt, das man selbst schon zweifelte. Ich bat um Stilltee, den ich aber nicht bekam, sondern erst ab Tag 5 trinken durfte. Fragt mich nicht! Mir kam das damals schon paradox vor. Aber was wusste ich schon? Dann kamen die ersten Messwerte und die immer drängenderen Mahnungen zum Zufüttern. Dabei las ich doch immer wieder das gerade das die Produktion durcheinander bringt.
Letztendlich ließ ich mich breitschlagen (Angst hat man ja auch ums Kind), gab ein bisschen von der fertigen Milch und habe es daheim weiter hartnäckig probiert, mit der Unterstützung einer diesmal wirklich tollen Nachsorgehebamme. Die Milch kam dann auch an Tag 5. Doch dermaßen verunsichert wie ich durch die beiden Krankenhausaufenthalte und die erste wenig erfolgreiche Stillbeziehung war, hatte ich immer Angst, nicht genug Milch zu haben. Vielleicht so, wie eine Magersüchtige sich immer zu dick finden wird, wenn sie in den Spiegel schaut. Bis mich eines Tages eine Freundin mehr oder weniger durchschüttelte auf mein trinkendes Kind zeigte und sagte: Du hast doch Milch!! Da hatte ich dann einen lichten Moment und fand zu mir.
Ich stillte 8 Monate lang und genoss es sehr. Noch heute habe ich allerdings einen kleinen Stich im Herzen, wenn ich daran denke, wie die Stillbeziehung zu meinem ersten Kind konsequent sabotiert wurde - freundlich unterstützt von meiner eigenen Unsicherheit und den Ängsten um das Kind.

Beim Kleinsten Kind sollte es diesmal ganz anders laufen, sagte ich mir. Aufrecht, mit gradem Rücken und dem freundlichen aber bestimmten "das ist das Dritte - ich kenn mich aus"-Auftreten. Ich wusste, ich kann stillen, ich wusste, es dauert bei mir eben wirklich die 5 Tage, bis die Milch kommt und ich ließ mir auch nicht mehr reinreden. Ich trank Stilltee, Malzgetränke und komischerweise hatte auch niemand mehr das Bedürfnis mir reinzureden, da ich keine Fragen stellte, sondern mit dem Bewusstsein "ich kann das" auftrat. Ist die Welt wirklich immer abhängig vom Schein? Es war dann allerdings doch so, dass ich mit Löffelchen ein wenig zufüttern musste, da mit diesem, zwar im Rahmen, doch eher späten Milcheinschuss das Kleinste Kind schon etwas trocken wurde, wie beim Routineultraschall festgestellt wurde. Ok, das sah ich ein. Diese Kooperation brachte mir dann auch die Freundschaft der Kinderschwestern und alles war gut.
Ich stille gern und immer noch seit nunmehr 6 Monaten.
Jetzt werde ich jedoch langsam darauf hingewiesen, abzustillen, "nach sechs Monaten bringt das doch nichts mehr". Wortwörtlich so von gleich zwei Ärzten. Sie meinen es bestimmt nicht böse - so haben sie es eben gelernt. Aber wenn man sich da jetzt mal hinsetzt und sich fünf Minuten Zeit zum Überlegen nimmt, sollte man doch erkennen, wie widersinnig diese Empfehlung ist. Ist mein Kind jetzt ein Kalb oder ein Baby? Eben. Und so lange das Kleinste Kind nachts noch etwas trinken will, werde ich doch nicht runter in die Küche wanken, gähnend Wasser kochen, ein Fläschen herrichten, dann meinem Mann das mittlerweile vor Hunger brüllende Kind aus dem Arm nehmen und es füttern. Das ist für alle nur Stress. Wisst ihr wie unsere Nächte aussehen? Das Kleinste Kind liegt bei uns im Bett, fängt an zu zappeln, ich wache davon auf, lege es an und schlafe weiter. Beim nächsten Mal die andere Seite. Am Morgen sehe ich dann nicht so aus, als wäre ich Schneewittchen, nur eben gestorben. Ich weiß wovon ich spreche, beim Großen Kind bin ich ab der sechsten Woche nachts unterwegs gewesen. Natürlich zehrt das Stillen, es kostet schon viel Kraft und Energie. Doch so lange es uns beiden damit gut geht, möchte ich es beibehalten.

Ich hoffe, euch nicht gelangweilt zu haben, doch irgendwie floss das heute so aus den Fingern in die Tastatur. Sogar mein Kaffee ist dabei kalt geworden. :o)
Ich hoffe auch, niemandem zu nahe getreten zu sein. Dies ist meine Sicht der Dinge, natürlich kann das jeder selbst gestalten, wie er es für richtig hält. Und das ist auch gut so. Auch Flaschenkinder werden groß.

Viele liebe Grüße für euch!


Kommentare:

  1. Hi, ich kann Deine Gedanken verstehen. Dez.2010 kam anfang der 35. SW mein Sohn zur Welt. Von der Minute an wurde ich im 3 Stundentakt
    mit der Milchumpe attakiert. Man gewöhnt sich an alles. Da wir 2 Wochen im Krankenhaus vebrachten, an dieser Stelle muss ich sagen die Frühchenstaion und Säuglingsstation mit all den Schwestern war & ist spitze !!!!!!
    brauchte ich von der Hebamme noch
    ein bisschen Hilfe. 4 Wunderbare Wochen und dann ein jähes Ende.
    Er wollte nicht mehr an der Brust trinken .Geplagt von schlechten Gedanken , Geheule meinerseits usw.zog ich 14 tage später die Reissleine.Ich dachte Schei..... auf die Meinungen der Anderen und auf den unsagbaren Komerz der Babybranche. Ich habe alles nach Bauchgefühl gemacht , und auf mich geachtet. Ich muss Glücklich sein.!! Dann geht es meinen kleinen Zwockel auch gut. Die "Atennen" der kleinen sind so feinfühlig, die merken wenn es Dir nicht gut geht.

    Mir ist es egal ob einer es gut findet oder nicht das zb: mein Kleiner noch nie im Elternzimmer gewesen ist, oder er zwischendurch auch ein gekauftes Gläschen zu essen bekommt.Nur Du und Dein Kind
    das ist alles was zählt.

    ES ist schön auch mal die Gedanken von anderen Müttern zu lesen. Das zeigt einen das man nicht alleine ist.

    Hab noch einen schönen Tag,
    ganz liebe Grüsse

    Chris

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  2. Oh, wie wundervoll zu lesen. Mein Süßer ist nun zwar schon 10 1/2 Jahre, aber ich weiß auch noch genau, wie so manch einer meinte, mir immer reinzureden. Mein Sohn kam per Kaiserschnitt. Er litt an einer Saugverwirrung. Aber ich wollte, wollte, wollte Stillen! Es hat, nach vielen Versuchen (u.a. mit Stillhütchen) geklappt! 10 Monate habe ich voll gestillt. Er hat jegliche "feste"Nahrung verweigert. Nach den 10 Monaten gin es dann aber sehr schnell, daß er übertags nicht mehr gestillt werden wollte.In den Schlaf gestillt habe ich 14 Monate lang. Kein einziges Fläschchen habe ich gegeben. Und, genau wie Ihr, lag unser Männlein nachts zwischen uns und wenn er wach wurde hat er "angedockt" und wir sind beide wieder eingeschlafen ♥ Trotz blöder Kommentare "Gib doch mal Fläschchen, der wird ja nicht richtig satt", da er statt nach 4 schon nach 3 Stunden angelegt werden wollte! Ich habe das Stillen geliebt. Nie mehr war ich ihm so nahe wie zu dieser Zeit. Jeder muß selber wissen, ob und wie lange gestillt wird. Laßt Euch nicht reinreden! Ich habe auch 6 Wochen gepuckt. Was hat meine Schwiegermutter für blöde Bemerkungen gemacht. Das schönste, wo ich heute noch gerne daran zurückdenke, hat die Nachsorgehebamme, die übrigens nur 3x da war, gesagt "Man merkt, hier wurde ein Kind in Liebe erwartet!" Ich wünsche allen Mamas und werdenden Mamas, daß sie auf ihr Herz hören!
    Und Dich grüße ich ganz lieb für diesen Post! Danke. Elke

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  3. Ich schaff's grad gar nicht was Längeres zu schreiben, auch wenn es mich bei Deinem wunderschönen Post so in den Fingern juckt ;-), denn ich habe leider ganz Ähnliche Erfahrungen gemacht.

    Meine Hebamme hat mir einen tollen Satz mit auf den Weg gegeben, den ich hier gerne teilen möchte:

    Zu einer Stillbeziehung gehören immer 2! Und genau so ist es, Beide müssen mit dem Arrangement glücklich sein.

    Ich hatte auch 3 sehr unterschiedliche Stillbeziehungen. Jedes Kind wollte ich etwa 1 Jahr stillen. Geworden sind es 12 Monate, 6 Monate und 16 Monate ;-). Zwei Mal habe ich die Sache beendet, rate 'mal welche ;-).

    Ganz liebe Grüße - maks :-)

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  4. Nur ganz kurz, aber Stillen war etwas vom BESTEN was ich in meinem Leben gemacht habe und das liegt nun schon elf und dreizehn Jahre zurück ... und ich hab im Fall je ein Jahr gestillt :-)
    Liebgruss, mimi

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  5. Ich habe auch die Stillzeit genossen, bei allen meinen drei Kindern.
    Aber: Es gab nie Probleme, kein Milchstau oder eine Entzündung, die Kinder kamen im 4-Stunden-Takt und habe nachts mit 3 Wochen durchgeschlaften. Traumbabys!
    Aber abgestillt haben sie sich auch von alleine.
    Irgendwann haben die Patschehändchen die Brust weggestoßen, so mit 9 - 10 Monaten.
    Sehr schade, aber so wurde mir die Entscheidung abgenommen und ich konnte besser damit leben :-)
    LG
    Theresa

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  6. Das hast du schön geschrieben! Mir ging es ähnlich und "erst" beim dritten kind klappte alles- ich habs sehr genossen weil ich wußte das es meine "letzte" Gelgenheit war. ich wundere mich manchmal über so manche mythen die sich um das thema stillen ranken...
    ganz liebe andrellagrüße

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  7. Still bloß weiter und lasse Dir das nicht ausreden!!!!
    Ich habe bis zum 9. Monat morgens noch gestill, bis einfach keine Milch mehr da war. Das ging einfach von selbst.
    Allerdings hatte ich an Anfang enorme Probleme das Baby überhapt an die Brust zu bekommen. Ohne eine besonders geduldige Nachtschwester und später meine Hebamme hätte ich das allerdings nicht durchgehalten.
    Stille so lange wie DU möchtest und kannst!
    Liebe Grüße Anja

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  8. So ähnlich ging es mir auch...ich habe alles probiert, aber mit dem Stillen hat es erst geklappt als ich mit Tochter 1 zu Hause war und alles in Ruhe angehen konnte. Im Krankenhaus haben sie es mir fast ausgetrieben.
    Bei Tochter 2 ging alles super. Ich habe beide fast ein Jahr gestillt, bis sie von selbst nicht mehr so wollten und ich habe es genossen.
    Schön, dass du das mal so ausführlich geschrieben hast.
    GLG
    annette

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  9. epipa...mensch, du schreibst echt genau dasselbe, was mir auch bei meiner ersten Tochter wiederfahren ist.
    da fragt man sich echt, ob diese krankenschwester überhaupt irgendwann mal seit 1970 eine fortbildung besucht haben, oder?

    schlimm.
    und traurig!
    traurig für all die verdorbenen stillbeziehungen und all die mütter, die denken, sie hätten nicht genug milch oder könnten nicht stillen.

    das ärgert mich. so richtig!

    ich bin gespannt wie lang du diesmal stillst :)

    aber ich find es wirklich toll, wie du dich da immer wieder durchgebissen hast und es nicht, das könnte man ja auch vermuten, beim dritten gleich gelassen hast.

    glg
    halitha

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  10. Was für ein schöner Beitrag! Ich selbst habe drei Kinder, die ich alle weit über ein Jahr hinaus gestillt habe (das "Stillbuch" war lange Zeit mein Lieblingsbuch. Auch zum Thema "Job oder nicht Job", Zufüttern, etc. etc. habe ich es immer wieder zur Hand genommen und fühlte mich in meinen Entscheidungen gestärkt.

    Deshalb lautet mein Lieblingssatz in deinem Post:
    Dies ist meine Sicht der Dinge, natürlich kann das jeder selbst gestalten, wie er es für richtig hält
    Schön, dass sich das auf all deine Lebensbereiche und Entscheidungen anwenden lässt ;-)

    In diesem Sinne wünsche ich dir von Herzen: ALLES LIEBE

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  11. Eigentlich kann ich hier ja schon gar nicht mehr mitreden, denn meine Stillzeiten liegen schon 29, 26 und 23 Jahre zurück. Trotzdem erinnere ich mich, als sei es gestern gewesen. Es gab für mich auch nichts schöneres, besseres und schon gar nichts praktischeres als das Stillen. Man hat immer alles dabei.
    Allerdings musste ich auch erst selbstbewusst genug werden, um zu erkennen, dass es geht, wenn ich mir und meinem Körper vertraue. Beim ersten Kind wurde ich von meiner Mutter so kirre gemacht ("lass dich nur nicht stören beim STillen, geh in ein Zimmer, wo du alleine bist, geh nicht ans Telefon, wenns klingelt und auch nicht an die Tür usw., denn sonst geht die Milch weg!") Hä??? Okay, ich wusste es nicht besser und meine Gedanken waren nicht mit dem Baby verschmolzen sondern kreisten ständig um die Situation, was tue ich, wenn es klingelt?! Hoffentlich kommt jetzt keiner... usw. Es kam natürlich, wie es kommen musste. Ich wurde während einer Stillmahlzeit dreimal durch den Heizöllieferanten gestört... meine Gedanken spielten verrückt, ich bekam Panik... was ist, wenn jetzt keine Milch mehr kommt??? Und somit habe ich es selbst durch meine Gedanken herbei geredet. Die Quelle versiegte innerhalb eines Tages! Ich produzierte nichts mehr nach. Die Brüste blieben "schlapp". Aus meiner Verzweiflung habe ich natürlich gleich das Fläschchen gegeben. Ich war todunglücklich, denn mein Baby war gerade erst 9 Wochen alt.
    Beim 2. Kind und anderer Hebamme (eine bessere konnte ich mir damals gar nicht wünschen!!!), hatte ich Vertrauen und ich stillte 8 Monate. Beim 3. Kind sogar 10 Monate. Die Hebamme hatte mir gesagt, dass die Nachfrage das Angebot bestimmt. Also einfach anlegen und saugen lassen. Und in ein stilles Kämmerlein muss man auch nicht. Die Kinder schlafen und trinken besser, wenn sie mittendrin sind. Und da ist man als Mama auch wesentlich entspannter.
    Also lasst euch nichts ein- oder ausreden. Macht es so, wie es euch euer Bauch (oder das Herz) sagt und alles wird gut.
    Und natürlich stimmt der Satz von "weissbunt", dass zu einer Stillbeziehung immer zwei gehören! Wenn einer nicht mag, dann ist es eben so. Und wenn das Baby nicht saugen kann oder mag, dann wird auch keine Milch produziert. Es sei denn, Frau quält sich mit der Pumpe rum...

    Dieses Thema ist so alt wie das Leben und wird es wird so lange aktuell bleiben, wie es Kinder gibt.

    LG, Karin

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  12. ja beim ersten kind lässt man sich doch noch verunsichern ..... mir gings auch so dafür hats bei 2,3,und 4,echt super geklappt hängt wohl doch vom auftreten ab.......an alle erstgebärenden muttis geht
    mein rat ohren auf durchzug schalten und einfach durchbeissen dann klappts schon.....alles liebe
    mona

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  13. Hallo Epipa -
    gut gemacht!!!

    lG TIfanny, die ihr Zweites seit 15 MOnaten stillt und deren Großer sich mit 18 Monaten selber abgestillt hat (frag nicht nach den Kommentaren!!!)

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  14. dies kommt mir alles sehr bekannt vor, zum guten Glück hatte ich beim 1. Kind bereits meine Schwester mit 3 großen Stillkindern, die mir bereits im Krankenhaus Mut machte. So in der Art: " jetzt geh einfach heim und mach keinen Stress, das wird schon!" Dafür bin ich ihr immer noch dankbar und dann hat es auch bei meinen 3en prima geklappt. (mit den üblichen Durchhängern, aber auch Flaschenkinder werden groß. Denn es hilft den Kindern nicht eine fertige Mutter zu haben)


    Grüße Ramgad

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  15. Von Links und Rechts hörte ich: wenn deine Mutter nicht stillen konnte, kannst du bestimmt auch nicht. Ich wollte und konnte. Vielleicht auch Glück. Doch das 1. Kind kam im November, unser ganzes Sommergemüse war "stillfreundlich", ich war so überzeugt und es klappte wunderbar bei beiden Kindern. Ich hatte Glück, einfach Milch ab 2. Tag ohne etwas bemerkt zu haben, super. Manchmal vermisse ich diese innige Zeit und alle die ich stillend antreffe haben meine Hochachtung und bewundere ich. Wunderschön! Wünsche Euch weiterhin eine tolle Stillzeit und dein 1. Kind bekam dich bestimmt auch von einer ganz anderen Seite positiv zu spüren. So sind wir Mütter einfach mal gestrickt. Griessli Cornelia

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  16. Hallo Du Liebe,

    mein Sohn mochte keinen Schnulli, für ihn war Stillen auch einfach Mamakuscheln und er wollte bis fast zu seinem dritten Geburtstag morgens nochmal gestillt werden. Das Stillen ist vorbei, er kommt nach wie vor fast jeden morgen zu mir ins Bett und kuschelt sich an mich...schööööön!

    Meine Tochter hat sich mit 9 Monaten von heut auf morgen selbst abgestillt. Die kuschelt dafür lieber abends ;o))))

    Ich habe es beides Mal meinen Kindern überlassen bis wann sie gestillt werden wollten und es bis heute nicht bereut.

    Liebe Grüße
    Ela

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  17. Hallo liebe Epipa,
    alles hat seine Zeit
    und nur Ihr Zwei könnt wissen wann Zeit
    zum Abstillen ist. Vertrau drauf O)
    und lass dich von anderen Meinungen nicht verunsichern.
    Stillen ist die natürlichste und schönste Sache der Welt.
    Ich habe auch beide Kidies weit über ein Jahr gestillt.
    Liebe Grüßli
    Claudia

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  18. Toll, wie Du das machst und Dich nicht entmutigen lässt!!!! Das mit den 6 Monaten habe ich auch von meiner Frauenärztin gehört. Das Stillen danach sei nur noch für die Mutter, die nicht loslassen kann.... ich wünsche Dir alles gute!

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  19. Ich glaube, diese Erfahrung machen sehr viele. Ich habe 4 Kinder und eigentlich nur das letzte richtig gestillt. Als sie mit 21Monaten das erste Mal ins Bettchen ging und vergessen hatte bei mir zu trinken, war ich richtig traurig. Sie ist heute 14 Jahre alt und zu der Zeit, konnte man ein Kind in dem Alter noch nicht in der Öffentlichkeit stillen. Aber sie ist und war schlau und hat verstanden, dass es etwas für zu Hause ist.LG Sabine aus Bad Driburg

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  20. Ich bin gerade über einen Link zu dem Babyball zu Dir gekommen und dann lese ich als erstes den Stillpost... ich habe es im KH auch so gehalten, dass ich einfach nur gemacht und nix gefragt habe. Das hat erstaunlich gut geklappt!! Meine Zimmernachbarin hingegen fragte und pumpte und machte und tat und würde bequatscht. Ich schließe mich Dir an - anlegen, anlegen, anlegen, Malzbier trinken, locker bleiben und nur nicht zuviel fragen und eine stillfreundliche Hebamme oder auch eine Stillberaterin sind Gold wert!
    glg
    claudia

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  21. *seufz*
    ich habe es auch nicht geschafft zu stillen. ich war nach der geburt meiner kleinen so erschöpft und wollte nur schlafen. ging aber gar nicht, da man mich alle 4 stunden aus einem dämmerschlaf geholt hat um an der pumpe endlich die milch anzuregen. klappte nach 3 tagen immer noch nicht und ich hatte so angst, das meine kleine hungert und ich unfähig bin (hatte sowieso auf einmal angst, ob ich das mit einem kind schaffe) und trotzdem dachte ich nur: lasst mich doch einfach mal in ruhe, ich will schlafen.
    ich weiss noch wie am vierten tag eine schwester mir was erklären wollte, wie ich das baby bade. ich musste ihr dann sagen, das ich sie einfach nicht "verstehe"...es kommt nicht in meinem gehirn an, da ich so müde bin. natürlich keine reaktion darauf.
    unter tränen habe ich dann gebeten, nicht "stillen zu müssen".
    ich habe dann diese tablette und tee bekommen. und als ich dann ruhiger wurde, kam die milch auf einmal. daraufhin habe ich gesagt, das ich das stillen doch probieren möchte. eine schwester meinte dann zu mir: aber nicht das sie es sich dann wieder anders entscheiden. und SOFORT habe ich mich unter druck gefühlt und wieder kam keine milch.
    ich habe mich dann entschlossen es sein zu lassen.
    jetzt im nachhinein, wenn ich deinen post lese, denke ich, wenn man mit mir etwas verständnisvoller umgegangen wäre oder weniger druck gemacht hätte, hätte es vielleicht mit dem stillen geklappt. so wurde meine kleine ein flaschenkind und ich bin in eine klassische wochenbettdepression geschlittert, da ich immer das gefühl hatte, ich kann das nicht und ich mache alles falsch.
    bis heute vermisse ich die ersten monate mit meinem baby, die ich nie wieder nachholen kann.

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  22. Ich finde es schön, von anderen Stillmüttern zu lesen. Mich wundert es immer wieder, wie viele Frauen bzw. Babies Probleme mit dem Stillen haben. Früher müssen viele dieser Babies verhungert sein!? Oder bekamen sie dann Kuhmilch? Oder wurden von anderen Müttern mitgestillt? (Habt ihr euch schonmal vorgestellt, ein anderes Baby zu stillen? Oder gar, dein eigenes wird von einer anderen Frau gestillt?) Bei mir jedenfalls war bzw. ist es zum Glück zwei Mal kein Problem, ab der ersten Stunde fühle ich bei jedem Anlegen ein wonniges Gefühl (anfangs etwas Schmerzen beim Anlegen, aber die Erinnerung daran verblasst...)
    Was mich in deinem Post noch wundert, ist die Aussage von gleich zwei Ärzten, nach 6 Monaten bringe das Stillen nichts mehr. Was für ein Quatsch! Es weiß doch jeder (Arzt), dass sich die Milch den sich ändernden Bedürfnissen des Kindes anpasst und außerdem dass da Antikörper und andere Schutzstoffe drin sind und vielleicht noch andere Wunderwaffen, die noch nicht erforscht sind. Hach, ich könnte noch viel mehr schreiben. Danke für deinen Post!

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