Donnerstag, 1. November 2012

Walk the dog

Der Herbst ist eine meiner liebsten Jahreszeiten.

Ich werde immer wieder gefragt,
wie es uns mit Ockham geht.
Deshalb schreibe ich heute einen Walk the dog-Post.
Er liest sich vielleicht ein wenig sehr idyllisch,
doch so ist es für mich, wenn ich mit dem Hund gehe.
Auch wenn es regnet oder schneit, wie vor ein paar Tagen.

 

Ich liebe es, wenn ich frühmorgens, 
die Großen sitzen gerade im Schulbus,
das Kleinste Kind in den Kinderwagen setze, 
den Hund rufe und schon gehen wir los.

Wir müssen ein paar Schritte spazieren, 
dann öffnet sich der Blick auf die Felder,
der Nebel steigt auf 
und aus dem nahen Wald schallt der Ruf einer Krähe herüber.
Kleine Vögel sitzen in den Zweigen der Büsche, 
an denen wir vorüber kommen.
Alles ist so friedlich und still.



Nach ein paar Metern lasse ich den Hund von der Leine.
Er saust los und folgt den Fährten der Feldhasen und Rehe, 
die in der Dämmerung über die Felder wandern.
Das Kleinste Kind sitzt warm eingepackt in seinem Fellsack
und genießt es, durch den Herbstmorgen geschoben zu werden.
Wir sind still, 
bis auf ein gelegentliches "Komm, Ockham, weiter", 
sage ich kaum etwas.




Nach einer Stunde sind wir wieder zurück, 
zufrieden und voll innerer Ruhe,
ausgeglichen und angenehm müde.
Die beiden Babys legen sich schlafen und ich trinke in Ruhe meinen Kaffee,
bevor ich das Geschirr vom Frühstück spüle,
staubsauge, Wäsche wasche und all die Dinge erledige, 
die man eben so zu tun hat.
Solange, bis das Kleinste Kind wach wird.




Am Nachmittag gehen wir nach den Hausaufgaben meist alle zusammen.
Die Sonne scheint, 
die Blätter leuchten in allen Farben
 und in der Ferne sieht man die Berge.
Die Kinder laufen in ihren roten Gummistiefeln, 
die ich so liebe durch das raschelnde Laub
und der Hund hat seinen Spaß daran, 
die Blätter zu fangen.
Ein paar sammeln wir für den Kunstunterricht,
die wir später zwischen dicken Büchern pressen.
Es ist nicht ganz so still, wie am Morgen, 
es klingt glückliches Geplapper durch den Wald, 
die Großen finden einen neuen Geheimweg.



Wenn wir wieder zurückkommen,
kochen sich die Großen einen Kakao und ich mir einen Kaffee.
Wenn ich es geschafft habe, 
gibt es Kuchen dazu.
Im Anschluss daran holen die Kinder meist ihre Malsachen hervor
oder sie lesen.
Oh ja.
Man kann sagen, 
dass Ockham unser Leben bereichert hat.




Habt noch ebenso schöne Herbsttage, 
wie wir.




Habt ihr auch ein Lieblingsbild?



Kommentare:

  1. Das hast du schön beschrieben, man kann die Stille und den Frieden richtig spüren. So ähnlich geht es mir auch wenn ich draußen spazieren gehe. Ich habe leider keinen Hund, aber das Gefühl ist doch sehr ähnlich.
    Euer Ockham ist sehr niedlich. Das schönste Bild für mich ist wo er da steht und direkt in die Kamera blickt. Da möchte man ihm gleich übers Köpfchen streicheln....

    LG Annie

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  2. Das stimmt, nach so einem Waldspaziergang sind alle so ausgeglichen. Nach diesem Post,nehm ich mir das wieder mehr vor! Schöne Bilder! lg, Raphaele

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  3. Hi,

    Ockham ist wirklich knuffelig. Ein süsser Kerl. Dein Post ist so schön,
    da fühl ich mich auch gleich so richtig erholt. Am Wochenende unternimmt meine "bessere Hälfte" öfters die langen Spaziergänge mit Hund und Sohnemann. Sie strahlen dann immer wenn sie zurückkommen.

    Ganz liebe Grüsse
    Chris

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