Mittwoch, 19. Dezember 2012

Ein Engelchen vom Himmel

Während ich meine letzten Adventgrüße
für die Weihnachtspost fertigmache,
fällt mein Blick auf unser Kanapee in der Wohnküche.





Dort liegt ein kleines Engelchen, 
das im Vorbeifliegen bei uns hereingeschaut hat und geblieben ist.
Etwas über ein Jahr ist das nun her.

Ein Blick aus dem Fenster zeigt kleine zarte Schneeflöckchen,
die den Garten wieder mit zuckerigem Weiß überpudern.
So ist es doch gleich viel schöner,
wenn wir uns heute Abend auf den Weg machen, 
um das Theaterstück zu sehen, 
das die Großen in ihren AGs einstudiert haben.





Während ich hier schreibe,
schläft die Katze im ersten Stock in einem der Kinderzimmer und
der Hund auf seinem Lieblingsplatz unter dem Austragsbänkchen.
Wenn das kleine Engelchen wieder wach ist, 
werden wir hinausgehen, die Hasen besuchen,
ihnen zwei Karotten und ein paar Hände voll duftendes Heu bringen
und es ihnen ein bisschen weihnachtlich machen.





Ich wünsche euch allen, 
meine lieben Blogbesucher,
eine wunderschöne ruhige Weihnacht
und denjenigen, von denen ich die Adresse hatte, 
ein bisschen Freude an meiner kleinen Weihnachtspost.

Meine herzlichsten Adventgrüße!
eure epipa





Freitag, 14. Dezember 2012

Von Plätzchen und Bäumchen

Eine meiner Lieblingsplätzchensorte seit meiner Kindheit
sind solche mit Gelee.
Ob das Gelee nun zwischen den Schichten aufgetragen
oder als Kleks in die Mitte eines Teilchens geträufelt wird, 
ist dabei absolut unerheblich.
Hauptsache mit Gelee.



Mein Mann bevorzugt eher die schokoladigen Varianten.
Die Kinder essen praktisch alles, 
der Hund liebt die Brösel, die das Kleinste Kind fallen lässt
und die Katze die Milch, die im Eifer des Teigrührens daneben geht.
 In diesem Jahr muss ich gestehen, 
habe ich noch nicht aus dem Vollen geschöpft.
Es gibt ja viele fleißige Bäckerinnen, 
die alles pünktlich zum 1. Dezember fertig haben.

Das schaffe ich nie.
Mitte November scheint Weihnachten noch fern, 
und dann ist es ganz plötzlich und unerwartet so weit.
Darum habe ich mir die Philosophie zu eigen gemacht,
dass die Adventszeit die Zeit der Vorbereitung ist,
was auch das gemeinsame Backen, Kartenschreiben, Geschenke basteln 
und den Baum aussuchen mit einschließt.



Die Wahl des Christbaums hat bei uns jedes Jahr seine ganz eigene Geschichte:

Ich habe als Kind einmal eine Geschichte gelesen,
die von einem Bäumchen handelte, das niemand haben wollte, 
weil es nicht so prächtig war wie die anderen,
weil es Fehler hatte und weil es nicht perfekt war.
Dieser kleine Baum war deshalb auch sehr traurig,
bis ihn ein armer alter Mann für ein paar Münzen erstand 
und mit nach Hause in seine kleine ärmliche Dachwohnung nahm.
Dort schmückte er das Bäumchen liebevoll mit Äpfeln und Kerzen.
Wie glücklich war das Bäumchen nun!

 Ich war damals noch ein Kind, 
doch hat mich die Geschichte schon zu dieser Zeit sehr berührt.
Seither suchen wir jedes Jahr zum Ende der Adventszeit solches Bäumchen,
das übrig ist, das niemand haben wollte und
das wir glücklich machen können.
 Es ist nie klassisch schön, 
es hat Fehler,
die Äste sitzen nicht am "richtigen Platz"
oder die Nadeln sind nicht so herrlich dicht, 
wie bei den anderen Bäumen,
die alle schnell ein Zuhause finden.

Doch jedes Jahr putzen wir gemeinsam mit den Kindern unser Bäumchen heraus
und holen das Beste in ihm zum Vorschein.
 Und jedes Jahr lieben wir unser unperfektes Bäumchen.

Seit damals ist der Christbaum mein schönstes Weihnachtsgeschenk.


Ich wünsche euch einen wunderschönen Dritten Advent!

Dienstag, 11. Dezember 2012

Advent, Advent

Bereits im letzten Jahr hatte ich zur Adventszeit begonnen,
Schneekristalle und Sterne für den Christbaum zu häkeln.
Auch in diesem Jahr häkle ich wieder.





Beim Christbaumschmuck bin ich eher traditionell eingestellt.
Rot und silber sind unsere Kugeln.
Dazu passen die weißen Schneesterne einfach wunderbar.

Doch ich muss zugeben, dass mir auch ganz bunter Schmuck gut gefällt.
Im großen Kaufhaus in der nächsten Stadt steht ein riesiger Christbaum,
der über und über mit pinken, magentafarbenen, lindgrünen, 
violetten und goldenen Kugeln geschmückt ist.
Dazwischen blitzen goldene Sterne und Hirsche hervor.
Dieser Christbaum gefällt mir ausserordentlich gut, was mich selbst überrascht.
Vielleicht schaffe ich es, für euch ein Foto zu machen.
Er ist wirklich zu schön.

Ausser dem großen Baum schmücken das ganze Kaufhaus 
auch mehrere kleine Bäume Ecken und Gänge.
Ich habe schon ernsthaft überlegt, 
mir einen nach Hause liefern zu lassen. :o)

Doch jetzt habe ich schon begonnen, 
dann bleiben wir auch klassisch rot weiß silber.




Die Schneekristalle häkle ich aus ganz normalem feinem Deckchengarn, 
wie man es in jedem Kaufhaus in der Handarbeitsabteilung bekommt.
Die meisten meiner Sterne häkle ich nach diesem Buch.

Dazu lassen wir unsWaffeln und selbstgemachten Punsch
schmecken und hören Weihnachtslieder.
Oder, wenn ich ganz viel Glück habe, 
haben die Kinder Lust und spielen Weihnachtliches am Klavier.




Von unserem selbstgebastelten Adventskalender 
sind noch kleine Schokoplätzchen übrig.
Diese dürfen natürlich niemals im Advent fehlen.
Das ist eine meiner Kindheitserinnerungen, 
die ich wohl weitergeben werde.





Diese kleinen Plätzchen gabs bei meiner Oma,
später auch daheim, weil wir keine Ruhe gegeben haben.
:o)



 
Wenn mir die Hände vom Häkeln weh tun, 
dann sticke ich in diesen Tagen auch gern kleine weihnachtliche Motive.
Diese lassen sich als Säckchen oder liebe Grußkarten verwenden,
die ich noch schreiben möchte.
Ausserdem stricke ich gerade die Puppe für meinen Sohn,
der zwar nicht mehr groß kuschelt, 
aber doch immer noch gern Selbstgemachtes in seinem Zimmer hat.


Wie sieht euer typischer Adventssonntag aus?
Welche Farben dominieren bei euch im Advent?
Rot, bunt oder ganz anders?
 


Mittwoch, 5. Dezember 2012

Weihnachtsheimlichkeiten

Sie ist fertig!
Meine erste gestrickte
und gleichzeitig selbst entworfene Puppe.

Ich habe sie für meine Tochter zu Weihnachten gemacht, 
weil sie sich etwas zum Kuscheln gewünscht hat.
Ihr ahnt gar nicht, unter welchen Umständen ich ihre Vorlieben
zu Kleidung und Haarfarbe erfragt habe.
Sie sollte ja keinerlei Verdacht schöpfen.


 Folgende Wünsche konnte ich in Erfahrung bringen:
schwarze Haare 
keine festen Zöpfchen sondern frisierbar



eine lustige bunte Ringelstrumpfhose
Schuhe


und kein Kleid



Nun hoffe ich, dass diese Puppe ihren Vorstellungen Rechnung trägt
und ihr gefällt.


Ich habe die Puppe extra etwas schlanker und feingliedrig gestrickt,
damit sie beim Tragen schön mitschlenkern kann.
Gestrickt habe ich sie mit Stricknadeln 2,5
und Schurwolle, bzw. Resten von Sockenwolle.
Vor allem in den letzten Tagen war das Arbeiten ein Tanz auf dem Hochseil, 
da ich immer auf die Abendstunden warten musste, 
um weiter zu arbeiten.
Die einzelnen Teile waren einfach schon zu verräterisch. :o)

Bei jedem Knarzen der Treppenstufen
habe ich eilig die Stricknadeln unter das Kissen gestopft
 und mein Buch hervor geholt.
Nach einer warmen Milch mit Honig
gings dann auch viiiiiel besser mit dem Einschlafen.
Kaum war die Tür im Schloss, habe ich das Buch weggelegt
und die Stricknadeln hervorgeholt.

Gerade, während ich diesen Post schreibe, 
steht sie schon wieder plötzlich hinter mir.
"Was machst du da, Mama?"
Schnell Laptop zugeklappt
"Ähm... hm... arbeiten, Mäuschen"
Das war knapp!

Ich bin schon sehr gespannt, wie und ob ihr die Puppe gefällt
und welchen Namen sie bekommt.
Wie weit seit ihr mit euren Geschenken?

Ganz liebe Grüße
an alle Weihnachtswichel!