Dienstag, 31. Dezember 2013

epipas Gansey


Ich hoffe, ihr alle hattet ein schönes Weihnachtsfest und ruhige Feiertage.

Heute zeige ich euch den fertigen Pullover, 
den ich eine Woche vor Weihnachten noch schnell begonnen habe.

Ich liebe liebe LIEBE ihn!



Im Neuen Jahr steht eine größere Feier an
und da brauchte ich noch für die Lederhose einen passenden Trachtenpullover.
Ich habe mir keine großen Pläne gemacht, 
sondern einfach "mal so" losgestrickt.

Damit der Pullover gut sitzt,
habe ich einfach an einem normalen Baumwollpullover eine Nummer größer Maß genommen.

Für den schlichten klassischen Vintage-Look habe ich verschiedene Stilrichtungen gemischt.
Mit eingeflossen sind die Machart unserer alpenländischen Trachtenjanker
und die der Ganseys.
Natürlich gibt es noch weitaus kompliziertere und vielfältigere Muster, 
doch die kleine Größe wollte ich nicht überladen. 
Immer schön schlicht bleiben.

Der Raglanschnitt ist bei Trachtenpullovern oder -jacken allerdings nicht üblich.
Da habe ich mich nach meiner eigenen Vorliebe gerichtet.

Die steingraue Schurwolle ist schön dick, 
was den Pullover zu dem Winterstück werden lässt.

Da freut man sich fast doch noch auf den Schnee 
nach all dem Frühling der letzten Tage.




Zum Fototermin haben wir heute nur eine Tasse mit Müsli mit nach draußen genommen.
Der Rest lief dann praktisch von alleine.
Weniger ist eben doch mehr
... allerdings haben wir die Tasse mehrmals füllen müssen, 
weils dem Kleinsten Kind so gefallen hat.

Wahrscheinlich legen die Mädels in den nächsten ein zwei Tagen Müslieier.







Auch für Ockham gabs eine Handvoll.
Wer so gotterbärmlich gucken kann...

Ich möchte an dieser Stelle betonen, 
dass unser armer bemitleidenswerter Hund niemals nicht gefüttert, gestreichelt oder sonstwas wird.
Und die Hühner, Katzen und Hasen übrigens auch nicht.
Ganz schrecklich das bei uns.
Eindeutig ein Fall für den Tierschutz.
 






Nachdem sowohl Hund wie Hühner gefühlte 392 Tassen Müsli abgestaubt haben,
turnte unser Kleinstes Kind noch ein bisschen so herum.







Der Pulli machts mit, sieht noch immer aus wie neu (der Grund warum ich Schurwolle so liebe)
und warm ist er auch.
Da hat sich jede einzelne Nachtschicht gelohnt.

Was will Mutti also mehr?
---

Alles Liebe und Gute und ein wundervolles Neues Jahr für euch.

Ich freu mich auf die kommende Zeit!



Hemd und Mütze: vom großen Bruder geerbt
Jeans: Second Hand
Gummistiefel: Second Hand
Knöpfe: von einem alten Hemd meines Mannes
rostiges Eisenornament und Griffe der Türen: vom Schrott



Dienstag, 24. Dezember 2013

Frohe Weihnachten!





Ich wünsche euch allen ein frohes und besinnliches Fest mit euren Lieben.

Habt es schön.


Mittwoch, 18. Dezember 2013

spontanes give away


Ein ganz herzliches Dankeschön für eure gestrigen Hilfsangebote.
Da hat es sich gleich viel beschwingter aufräumen, abspülen, saugen, bügeln... lassen.


Als Belohnung nach getaner Arbeit versprach ich uns gestern 
ein Stück Kuchen und ein Päckchen Eier.
Zuerst natürlich mit einem Augenzwinkern, doch im Laufe des Tages dachte ich mir
ja warum denn eigentlich nicht?

Luftpolsterfolie habe ich genug im Haus, 
es dürfte mit der Post eigentlich gut gehen.

Dann sind wir doch mal richtig spontan. 
Habt ihr Lust?




Über den Tag bis heute Abend 22.00 h kann jeder einen Kommentar hinterlassen,
 der gerne ein 6er Päckchen Eier geschenkt bekommen möchte.
Den Gewinner werde ich auslosen und das Päckchen gleich morgen zur Post bringen.

 Ich verlose die Eier von heute und morgen,
 sie sind also taufrisch.
 (Zum Verleich: die frischen Eier vom Supermarkt sind ca. ein bis zwei Wochen alt.
Eier halten sich ungekühlt ca. drei, gekühlt ca. vier Wochen.)

Da die Aktion wirklich sehr spontan ist, 
gibt es folgende Regel:

Den Gewinner gebe ich gleich morgen früh (ca. 8.00 h) hier am Ende dieses Posts bekannt.
Der Gewinner sendet mir bis spätestens 10.00 h eine eMail mit seiner Adresse.
Das eMail Formular findet ihr oben rechts in meinem Blog unter "stay close".
Sollte ich keine Rückmeldung bekommen, 
kann ich die Eier nicht mehr rechtzeitig vor den Feiertagen versenden
 und das Angebot erlischt aus Gründen der Frische.




Sofern ich es weiß, schreibe ich zu den Eiern dazu, wer es gelegt hat
und lege euch eine kurze Anleitung bei, woran ihr wirklich frische Eier erkennt. 

 


Bitte lesen
Das ist ganz ganz wichtig!

Ich verschenke ein rohes Lebensmittel.
Bitte nicht roh, sondern nur im gekochten/gebratenen Zustand verzehren.
Ich verschenke die Eier so,
wie ich sie auch an Freunde und Verwandte weitergebe.

Bitte nehmt nur teil, wenn euch klar ist, 
das ich meinerseits zwar ein absolut frisches Produkt verschenke, 
aber keine Haftung und Garantie übernehmen kann.

Ich mache gern jemandem von euch eine Freude, 
aber das sollte bitte jedem bewusst sein.

Sonst bitte nicht teilnehmen!



Ganz herzliche Grüße!

Ich freu mich schon!

___________________________________________


Guten Morgen,
das Kleinste Kind hat frisch aufgestanden gleich Lottofee gespielt und
aus dem Losschüsselchen einen Zettel gezogen.

And the winner is

Vanessa von LeineLiebe

Herzlichen Glückwunsch!

Bitte schick mir doch eine Mail mit deiner Adresse.

Die Mädels haben gestern vier Eier gelegt,
als ob sie es gewusst hätten.


Allen anderen möchten wir für die lieben Kommentare danken.
 (Meine Tochter hatte vor Freude ganz rote Bäckchen beim Lesen.)
 
Das wiederholen wir,
wenn wir wieder Eier erübrigen können.

Ganz liebe Grüße für einen wunderschönen Tag
eure epipa!





Dienstag, 17. Dezember 2013

made with love oder Punkt eins auf der Liste


Effizienz und Organisation sind das A und O 
einer selbstständigen Hausfrau und Mutter.
Mein Tag ist von oben bis unten straff durchgeplant.
Keine Minute verstreicht ungenutzt.
Meine Fähigkeiten zur Disziplin sind beispiellos.

Was tut man demnach also, wenn man einen Berg Wäsche, einen Berg Abwasch 
und auch sonst überall Kraut und Rüben im ganzen Haus vor sich und eine Nachtschicht hinter sich hat?

Genau.
Man macht es wie ich, spuckt in die Hände,
holt den Bulldozer aus dem Keller und schiebt das Ganze noch ein bisschen vor sich her.
Dann steckt man den Kopf unter den Teppich, schreibt einen Post
und hofft, dass die Heinzelmännchen in der Zwischenzeit die Hausnummer finden.

Das ist ja auch schon ein... äh Punkt auf der Liste,
den man abhaken kann.
Das mit dem Post.

 Gestern Nachmittag nämlich habe ich beschlossen, 
dass das Kleinste Kind noch ein warmes Weihnachtsgeschenk braucht.
In meinem Arbeitszimmer liegt schon seit einer Weile ganz wunderbare naturbelassene Schafwolle,
die sich herrlich für einen Pullover im leichten Guernseystil eignet.



In Anbetracht der Zeit habe ich mir gar keine großen Pläne gemacht, sondern einfach begonnen,
und während des Strickens entschieden, wie es weitergehen soll.
Ich bin jetzt schon ganz verliebt.




Das Ergebnis der gestrigen Nachtschicht seht ihr bereits hier.
Wenn das Kleinste Kind weiterhin so schön "Autos baut",
kann ich mit Unterstützung eines strammen Espressos 
tatsächlich alle meine Punkte auf der Liste abarbeiten und weiterstricken. 

An Tagen wie diesen muss man sich kleine Belohnungen einbauen.




OOOOOder:
Jemand hat zufällig Lust mich zu besuchen 
und ein bisschen am echten Leben im Haushalt epipa teilzunehmen.
Es gibt auch Kuchen und ein Päckchen glücklich gelegter Eier.

Na?
Das wär doch was!

Bis die Flut an Angeboten euerseits einläuft, 
kann ich ja schon mal anfangen...






Sonntag, 15. Dezember 2013

Gewürzkuchen mit Schnee

Das halbe Haus ist leer.
Die Sportlichsten von uns sind beim Skifahren
(ich bin daheim - und das nicht nur wegen des Kleinsten Kindes, Sie verstehen?).
Wenn sie heimkommen, sind sie meist eingefroren, ein bisschen müde und hungrig.
Darum koche ich gern etwas Warmes,
richte einen Tee oder Punsch her und verwöhne alle so richtig.
Das macht mir Spaß.

Heute ist der 3. Advent und ich dachte mir, es wäre doch nett, zum Punsch heute Abend
einen weihnachtlichen Gewürzkuchen zu backen.
Das Wort "Gewürz" allein klingt in diesem Zusammenhang für mich
schon nach Weihnachten und warm und gemütlich.




Ich habe den Teig in vier Formen aufgeteilt, 
so dass wir Erwachsenen einen miteinander und die Kinder jeweils einen für sich haben
(die kleinen Guglhupfformen gibts gerade bei Aldi).

Da das Thema Skifahren einem den Schnee praktisch ins Gesicht wirft,
habe ich alle Kuchen passend mit einer dicken Schneehaube verziert.

Und so hab ichs gemacht:




Weihnachtsgewürzkuchen

2 Eier
1/4 l Milch
300g brauner Zucker
50g Butter
1 EL Backkakao
1-2 TL Zimt (nach Geschmack)
ca. 125 ml Rotwein
1 Päckchen Backpulver
375g Mehl

für den Guss:
Puderzucker
Zitronensaft

Eier verquirlen, zerlassene Butter und Zucker einrühren.
Anschließend Milch und Kakao zugeben
 und zu einem glatten Teig verrühren. 
Mit Rotwein und Zimt würzen.
Ich habe einen Schuss Rotwein (entspricht in etwa 125 ml)
und 2 TL Zimt genommen.

Ist der Teig gewürzt und noch einmal verquirlt worden,
langsam das mit Backpulver vermischte Mehl unterrühren.

In gut gefetteter Guglhupfform
(oder wie bei uns eine Back-die-Hälfte Springform und 
drei kleine Guglhupfformen)
ca. 30 min bei 175°C backen.
Stäbchenprobe machen, sonst ggf. noch mal ein paar Minuten dranhängen.

Bei einer einzelnen großen Form 45 min bei 175°C backen.


Den/Die fertig gebackenen Kuchen aus dem Ofen nehmen
und auf einem Gitter abkühlen lassen.
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Nach ca. 10 min aus der Form stürzen und weiter auskühlen lassen.
Wenn sie kalt sind, den Guss vorbereiten.
Ich mache den Guss immer nach Gefühl,
aber ich denke, 100g Puderzucker sollten reichen.

Den Puderzucker in eine Tasse geben und 
ganz wenig Zitronensaft einrühren.
Der Guss ist fertig, 
wenn er in etwa die Konsistenz von Zahnpasta hat.
Wenn du die Tasse kippst, 
sollte der Guss ganz langsam fließen. 

Ist er zu flüssig, gib noch Puderzucker nach,
hat er die Konsitenz von Beton,
ein paar Tropfen Zitronensaft.

Langsam über den/die Kuchen gießen,
trocknen lassen, fertig.




Ich wünsche euch einen wunderschönen 3. Advent




Donnerstag, 12. Dezember 2013

wie man Hühner glücklich macht - und sich selbst gleich mit

Unsere Hühner dürfen das ganze Jahr über entscheiden, 
ob sie lieber im Stall bleiben möchten oder in den Freilauf hinausgehen wollen.
Die Hühnerklappe steht ihnen immer offen.

An den meisten Tagen gleich morgens, 
an ganz besonders frostigen Tagen erst gegen Mittag, wenn die Temperaturen nicht mehr so niedrig sind,
dass es einfach zu kalt ist oder wenn es schneit.
Umso mehr freuen wir uns alle, wenn die Sonne herauskommt und die Grade wieder ein bisschen ins Plus klettern, wie Anfang dieser Woche.
Dann setze ich mich mit einer Tasse Milchkaffee, dem Hund und der Katze auf die Terrasse,
wir spielen Frühling,
das kleinste Kind spielt Sandkasten
und wir schauen den Hühnern zu.

Es ist so spannend ihnen zuzusehen.
Man erkennt schnell die einzelnen Temperamente und Charaktere.

Da ist zum Beispiel unsere Braune, die als erste verstanden hat,
dass es im Hühnerhaus was Leckeres geben muss, wenn ich nicht gleich wieder herauskomme,
während die anderen noch wie gewohnt am Zaun warten.
Oder unsere Light Sussex, die ungeheuer neugierig und eine wahre Meisterin darin ist, 
Schlupflöcher zu Nachbars Garten zu finden.
Trotz gestutzter Schwungfedern.
Oder eine der Neuen, die als erste der vier ihre Scheu vor mir verloren hat
und mir jetzt ständig um die Füße läuft.

Auch die unterschiedlichen Töne kann man bald unterscheiden.
Das mütterliche tiefe, abgehackte Glucksen, wenn sie sich ins Legenest zurückziehen,
das langgezogene leise "Singen", 
wenn die Hühnerwelt in Ordnung ist und sie sich miteinander unterhalten,
wenn sie mich begrüßen oder wenn ich abends im Stall das Licht ausschalte.
Dann gibt es noch den Warnruf, wenn sich verdächtige Subjekte nähern,
wie zum Beispiel Nachbarskatzen,
den "oh-jetzt-kommt-sie-und-sie-hat-eine-Schüssel-in-der-Hand" Ruf, 
und natürlich den lauten stolzen "Ich-habe-mein-Ei-gelegt" Schrei.

Wahrscheinlich bekomme ich selbst bald Federn.













Die neuen Leghorn-Hennen sind nach ca. zwei Wochen Anfangs-Zickereien voll integriert
 und unsere Schar versteht sich so gut, als wären schon immer alle zusammen gewesen.





Scheu ist bei uns überhaupt niemand mehr vor überhaupt irgendwem.

Im Gegenteil: Man muss schon richtig aufpassen, dass man niemandem auf die Füße tritt.
Als ich an diesem Tag ins Haus ging und die Haustüre offen ließ,
standen schon die ersten Mädels neugierig in der Küche. 

Immer bereit für ein Tässchen unter Damen.



 Da sie jetzt nicht mehr so viele oder gar keine Käfer, Schnecken und Würmer finden
wie in den warmen Monaten, helfen wir ihnen
ihren Eiweiß- und Proteinhaushalt auch anderweitig zu halten.

Ein sehr beliebtes Gericht, das ich ihnen zubereite ist Quark mit Haferflocken.

Dazu vermische ich einen halben Becher gekühlten Quark mit heißem Wasser,
bis er schön lauwarm ist - das tut ihnen an kalten Tagen sehr gut -
und gebe ca. 3 Handvoll Haferflocken dazu
(das macht es ihnen leichter den Quark aufzunehmen).
Das Ganze umrühren, bis sich die Haferflocken gut verteilt haben und ein wenig aufgequollen sind
und hinaus damit.

Das lieben sie.
Sie kennen den Emaille-Teller, in dem ich ihn immer anrichte ganz genau 
und ehe ich auch nur die Gehegetür schließen oder den Teller abstellen kann, 
sitzen sie praktisch schon mitten drin.




Für soviel Zuwendung werden wir mit wunderschönen Eiern belohnt.
Heute waren es sogar fünf.
Trotz Mauser und Winter.

Meine Lieben, ich hoffe,
euch hat unser gemeinsamer Ausflug in unseren Garten gefallen.
Habt es schön.

eure epipa

PS. weil ich immer wieder gefragt werde:
Hier ist ein wirklich gutes Buch für angehende Hühnerhalter und Interessierte.




Dienstag, 10. Dezember 2013

DIY Vintage Weihnachtsbäumchen

Heute habe ich ein kleines DIY für euch vorbereitet.

Ich liebe diese kleinen buschigen Tannenbäumchen, die man neuerdings überall
und länger schon, als Vintagedeko sehen kann.




Die, dachte ich mir, kann man doch sicher auch selbst machen.
Zum kaufen finde ich sie fast ein bisschen zu teuer 
und ausserdem bastle ich liebend gern mit den Kindern zusammen.
Und ich liebe alles, was man für kleines Geld selbst machen kann.
 Als ich dann dieses Tutorial entdeckte, 
bin ich schnurstracks in den Schuppen und danach in die Werkstatt meines Mannes gegangen 
und habe mich ausgestattet.

Da ich aber keine Lust hatte, in der Kälte mit Akkuschrauber und starkem Draht zu hantieren,
habe ich das Tutorial ein bisschen abgewandelt.

Du brauchst:
Sisalseil (ich hatte noch etwas vom Garten-winterfest-machen übrig)
Floristendraht (war auch noch da, vom Adventskranz binden)
Ostereierfarben zum Färben des Bäumchens (Simplicol geht auch)
Essig
Schere
Büroklammer

So habe ich es gemacht:



Die einzelnen Stücke des Seils trennen und 
anschließend jeden Strang in seine einzelnen Fasern aufdröseln.
Den Floristendraht zu einer Schlaufe legen und 
die einzelnen Fasern in beliebiger Höhe (lieber etwas Höhe zugeben, der Baum schrumpft ein wenig)
zwischen die beiden Drahtstücke legen, wobei die Schlaufe die Spitze des Baumes bildet.
Mit der Schere die Fasern in eine leichte Dreiecksform bringen.
Die Enden locker am späteren "Stamm" verzwirbeln.



 Die Büroklammer in die Schlaufe einfädeln.
Den Baum in beide Hände nehmen, eine Hand nimmt die Drahtenden, 
eine Hand die Klammer und gegeneinander drehen,
bis sich der Draht verzwirbelt.
Ein bisschen muss man aufpassen, dass man nicht zu fest dreht, um die Spitze nicht abzubrechen
(ist mir beim ersten Mal passiert).




fertig.

Nun bekommt der Baum, falls nötig, mit der Schere noch einen letzten Schnitt.
Den Draht kann man entweder abzwicken oder man lässt ihn so lang
und befestigt die Bäumchen an einem Türkranz oder wo auch immer du Verwendung dafür findest.

In Natur sind die Bäumchen schon sehr schön, 
du kannst die Naturfasern des Sisalseils aber auch färben.
In Ostereierfarbe (nach Packungsanweisung vorbereitet) tauchen und so lange im Farbbad 
belassen, bis der Baum die gewünschte Farbintensität hat.
 Wir haben bereits grün, violett und einen Rotton gefärbt.




Als Standfuß für die Bäumchen eignen sich alte Garnspulen, kleine Holzscheiben und andere Dinge, 
die standfest sind.
Es kann sein, dass du dein Bäumchen mit Heißkleber befestigen musst.
Wenn du es ein bisschen festlicher magst, kannst du die Bäumchen auch mit Perlen, 
Glitzer, Kunstschnee oder Sternen verzieren
Google einfach mal nach Bottle Brush Trees.


Uns hat diese Variante sehr gut gefallen, es geht wirklich schnell und sieht unglaublich realistisch aus, 
weshalb wir auch für die Modelleisenbahnlandschaft der Kinder
 mehrere dieser kleinen grünen Bäumchen gefertigt haben.


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Eine andere, etwas kitschigere, Variante haben wir auch ausprobiert.


Du brauchst:




Flaschenbürsten oder eine lange Bürste zum Reinigen von Heizkörpern
(im Baumarkt erhätlich)
Schere
Seitenschneider
Kleber oder Sprühkleber 
Glitzerstaub




Mit dem Seitenschneider die Bürsten auf die gewünschte Länge kürzen
und mit der Schere in Form bringen.




Anschließend den Baum mit Sprühkleber einnebeln
(ich denke, der eignet sich besser - meiner war allerdings eingetrocknet)
oder wie hier im Bild mit flüssigem Kleber die Spitzen befeuchten.

Den Baum auf einem Teller mit Glitzerstaub sanft und ohne Druck hin- und hersdrehen,
bis alle Spitzen glitzern.
Diese Variante hat übrigens meiner Tochter sehr gefallen.




Die Bäuchen noch standfest verankern und fertig ist eine günstige und hübsche Weihnachtdekoration.

Ich finde beide Varianten haben ihren Charme.
Wir sind auch schon ordentlich in Produktion gegangen.

Wish you a merry christmas und frohes Schaffen!

Herzliche Grüße 
eure epipa!



Freitag, 6. Dezember 2013

Ein Adventskalender aus einem Leinenbeutel - und ein neues Bügeleisen


Zwischen meinem letzten und diesem Post liegen einige Tage.
Das hat seinen Grund.




Ich bin mal unterwegs verloren gegangen.
Genauer gesagt in dem kleinen Kämmerchen, das mein Arbeitszimmer ist.

Alltägliches Leben? Uhrzeiten? Tag? Nacht?
Wer bitteschön bekommt sowas denn mit, wenn es ihn gepackt hat?
Dabei fing doch alles so harmlos an.

Ich habe nämlich ein neues kleines Bügeleisen,
das inzwischen einen festen Platz in meinem Arbeitszimmer gefunden hat.
Es funktioniert nähmlich OHNE Kabel.
Ich bin ganz begeistert.

In meinem Arbeitszimmer wird der Platz langsam knapp,
eine Bügelstation passt fast nicht mehr hinein.
Also habe ich mir eine kleine feine Bügelstation in eine Ecke gebaut.
Das Bügeleisen steht an sicherer Stelle und wenn ich es brauche,
nehme ich es einfach aus der Halterung und bügle den Stoff, wo ich ihn brauche.
ENDLICH bleibe ich nicht mehr mit dem Kabel an der Nähmaschine hängen
oder stolpere über die Füße der Bügelstation.





Die beiden Großen finden es toll, wenn auch aus anderen Gründen.
Dadurch das es so klein und leicht ist, fällt ihnen die Handhabung viel leichter.
Sie bügeln sogar freiwillig!
Ich weiß, ich weiß, das ist nur ein temporärer Effekt,
aber ich genieße ihn, solange er dauert.
 Mit dem Kleinsten Kind im Haus ist es momentan aber auch für mich praktischer,
ohne Kabel zu arbeiten.
 
Da zupfen nämlich ständig kleine Fingerchen am Kabel 
und möchten das gute und heiße(!) Stück gern mal aus der Nähe betrachten,
da werden ungebügelte Teile gereicht (kleine Hände möchten mithelfen).
Wenig später werden bereits gebügelte Teile als Knäuel gereicht,
denn die kleinen Hände möchten noch immer mithelfen,
was das Ganze ein bisschen in die Länge zieht.
Weshalb ich es meist auf mittägliche Schlafenszeiten oder den Abend verschiebe.
Dann gehts auch in einem Rutsch. ;o)





Doch zurück in mein Arbeitzimmer.

In diesem Jahr habe ich einen Adventskalender genäht.
 Für befüllen ihn aber nicht klassisch mit kleinen Geschenken,
wir haben uns etwas anderes ausgedacht.
Wir schreiben uns kleine Briefchen.

In den letzten Jahren hingen wir sie an einer Leine vor dem Fenster auf.
Das sah immer hübsch aus, man kam aber schlecht heran.

Darum nähte ich aus einem Leinenbeutel unseren neuen Adventskalender.
Und das ging so:



Zuerst habe ich die Tasche an den Seitennähten aufgetrennt
und den Leinenbeutel mit dem Rollschneider am Taschenboden
in Vorder- und Rückenteil geteilt.

Aus passendem Baumwollstoff schnitt ich Streifen von ca. 7 cm Breite heraus,
die ich ich nach Umbügeln der Nahtzugabe (0,5 cm oben und unten)
auf die Vorderseite der Tasche aufnähte.

Mit dem Geradstich der Maschine steppte ich kleine Fächer ab,
und beschriftete sie mit einem Textilmarker 
(zum Fixieren der Farbe Herstellerhinweise beachten).





Die fertige Tasche hinterfütterte ich mit etwas Volumenvlies
und der Rückseite der zerlegten Tasche.
Mit Schrägband fasste ich die Kanten ein und
vernähte sie auf der Rückseite von Hand.





Die Streifen der Fächer umrahmte ich von Hand mit einem Quiltstich.

Das wars auch schon.





Die Fächer füllen wir mit 24 kleinen Zettelchen.
Diese Art Kalender hat bei uns schon längere Tradition:

Seit einigen Jahren schreiben wir uns kleine Briefchen, die eine schöne Botschaft oder auch einen Gutschein für Mithilfe im Haushalt,
das Vorlesen einer Geschichte für den kleinen Bruder,
Zweier-Zeit mit Mama oder Papa
und vieles andere mehr beinhalten,
von dem wir glauben, dass es dem anderen eine Freude macht.






Eine schöne Adventszeit wünscht euch
 eure epipa

Montag, 25. November 2013

Die Liebe zum Buch


Heute möchte ich euch in unsere Welt der Bücher entführen:

Ich liebe Bücher und ich liebe Sprachen.

Bereits als ganz kleines Mädchen habe ich eine Leidenschaft dafür entwickelt, 
die mich bis heute nicht losgelassen und dazu geführt hat,
dass ich nahezu meine gesamte Kindheit und Jugend in fremden Welten verbracht habe.



Die Liebe zum Buch (oder das Interesse daran) versuchen wir 
auch an unsere Kinder weiterzugeben.
Wir sind ja nun schon seit einer ganzen Weile Eltern
und so hat sich über die Jahre
eine beachtliche Anzahl an Büchern (das Bild zeigt einen Bruchteil) angesammelt,
ob nun als Geschenk, regulär oder auf Flohmärkten gekauft.
Unseren Stapel an Pixi-Büchern beispielsweise kann kein Mensch mehr zählen.

Am liebsten würde ich ja eine eigene kleine Hausbibliothek einrichten.
Mit Ohrensessel, knisterndem Feuer im Kamin, meterhohen Bücherregalen und schweren Vorhängen.
Solange wir aber noch nicht über den dafür benötigten Landsitz nebst Butler verfügen,
der uns abends um zehn Uhr noch ein Glas Sherry serviert,
weichen wir auf die Stadtbücherei aus.

Meine über Jahre aufgebaute und generalstabsmäßig geplante Taktik,
gegründet auf gemeinsames Anschauen und Vorlesen von Bilderbüchern,
den vielen regelmäßigen Buchladen- oder Büchereibesuchen
bis hin zum heutigen gemeinsamen Lesen von gerade aktuellen Büchern, 
(damit ich auch mitkomme, wenn sie mir was erzählen)
hat sich ausgezahlt.
Die Kinder lesen richtig gern.

...oder es ist schlicht Erbschaden 
und ich bin pädagogisch gar nicht so sehr firm.
Quasi Heimspiel.
 
 So.
Und wie finde ich jetzt die Überleitung vom Heimspiel zu Weihnachten?
 Das kommt davon, wenn man über seine Vorlieben spricht.
Man verzettelt sich.
Und jetzt will mir nichts Sinnvolles einfallen.
Dann also ohne elegante Überleitung:
 
 Wie jedes Jahr wird es auch in diesem Jahr
wieder ein paar Bücher unter dem Christbaum geben.




Für das Kleinste Kind habe ich zwei Klassiker ausgewählt.
Pride and Prejudice und Jane Eyre sind 1,2,3-Zählbücher für Kleinkinder,
die äusserst charmant und humorvoll gestaltet sind.
Da kann man so ganz nebenbei auch gleich ein bisschen Weltliteratur vermitteln.
Für die Großen gibt es Grimm´s Fairy Tales.
Das Märchenbuch ist wunderschön illustriert, was mir sehr wichtig ist
und hat sogar ein Lesebändchen.
Da beide Kinder in der Schule schon Englisch haben und es mögen
(wahrscheinlich ein weiterer Erbschaden)
dachte ich mir, dass es ihnen bestimmt gefällt, wenn wir gemeinsam bereits bekannte Geschichten
in englisch lesen und miteinander übersetzen.







Hier seht ihr zwei kleine Schätze von 1954 und 1974
aus meiner Sammlung alter Bücher.

Als wir noch Kinder waren, bekamen wir von Bekannten unserer Eltern
diese beiden Little Golden Books geschenkt,
die ich immer gern durchgeblättert habe.
Da, wie gesagt, englisch gerade ein Thema bei uns ist,
holen auch unsere Kinder diese Bücher immer wieder gern hervor.
"Donald Ducks Toy Sailboat" muss ich ihnen zwar noch übersetzen,
aber das zweite Buch "Words" (ein bebildertes Wörterbuch) sehen sie sich auch gern allein durch.

Hier könnt ihr sogar online in die Ausgabe von 1948 hineinblättern.
(Klick auf Golden Books: Words.)


 

Das Buch, das unser Kleinstes Kind gerade durchblättert, ist sein absolutes Lieblingsbuch.
Wir mussten es schon dreimal in der Bücherei ausleihen.
"Meine große kleine Welt" ist ein richtig dickes Bilderbuch mit ganz besonderem Charme.
Es ist eines meiner Favoriten beim Vorlesen,
gerade auch, weil es kein Bilderbuch im herkömmlichen Sinn ist.




Damit bin ich für heute am Ende mit meiner kleinen Führung durch unsere Lesewelten.
Ich hoffe, es hat euch ebensoviel Spaß gemacht wie mir.

Welche Lieblingsbücher stehen denn bei euch im Kinderzimmer?



Freitag, 22. November 2013

the first christmas sweets oder wie man sich den Psychiater spart

In der Klasse meines Ältesten gehen seit einer Woche die Weihnachtstoffees herum.
Einer der Jungen hat damit begonnen, und sie in der Klasse verteilt.
Die "boah Mama, sooooo lecker!" waren.
Zwei Tage später brachte der nächste Junge einen Schwung davon mit,
am übernächsten Tag noch einer und der lieferte auch gleich das handgeschriebene Rezept dazu.
"Mama die sind soooo gut, kannst du die auch machen?" 

Nun was soll ich da sagen?
Dann beginnt bei uns Weihnachten eben schon im November.
Man möchte ja niemanden unglücklich machen.
Nicht, das die lieben Kleinen eines Tages beim Psychiater auf der Couch liegen
und der findet dann heraus, dass sämtliche Weihnachtsphobien rein daher kommen, 
weil ich damals, im November 2013, keine Weihachtstoffees gemacht habe.

Gott bewahre!

Allerdings hatte ich nicht alle benötigten Zutaten im Haus
und musste ein bisschen improvisieren.




So hab ichs gemacht:
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250g Zucker
1/4 l Sahne
2 Päckchen  Vanillinzucker
ordentlich Zimt
(eigentlich stand da eine Prise, aber ich war durch das Kleinste Kind kurzzeitig abgelenkt und hab aus dem Vollen, ...)
20g Butter
____________________

Zuallererst eine Auflaufform mit Backpapier auskleiden.

Anschließend alle Zutaten bis auf die Butter (!) in einem Topf unter ständigem Rühren aufkochen
und bei etwas niedrigerer Temperatur köcheln lassen, dabei immer rühren rühren rühren,
bis sich irgendwann (ca. 15 - 20 min.) die reduzierte Masse vom Topfboden löst.

Dann sofort vom Herd nehmen, Butter einrühren und in die Auflaufform gießen und erkalten lassen.
Kurz bevor die Masse ganz erstarrt ist, mitsamt dem Backpapier aus der Form nehmen
und in ca. 2 x 2 cm große Stückchen schneiden.

Kühl aufbewahren.




Für die Verpackung habe ich ein paar der Toffees in Butterbrotpapier eingeschlagen.
Das Papier gibt es auf der Rolle zu kaufen.
Ich habe einfach kleine Quadrate herausgeschnitten und sie darin eingewickelt.
Das hat so einen herrlich nostalgischen Touch
 und sie bleiben nicht aneinander kleben.




Und wieder hat Mutti ein Kind glücklich gemacht.



Herzliche Grüße
und ein schönes Wochenende
euch da draußen