Donnerstag, 31. Januar 2013

Von Beanies und Borden

Wir haben Fön.
Über Nacht ist alles grün geworden.
Es frühlingt.

Da das aber sicherlich um diese Jahreszeit nicht so bleibt,
habe ich mich nicht beirren lassen
und an meinem Mützchen weitergehäkelt.



Inzwischen ist es fertig.
Das kleine Model wartet bereits auf mich und ich hoffe, 
das Wetter bleibt weiterhin so schön fönig.
Für schöne Bilder braucht es auch schönes Licht.
Einzig, die Vorhersage lässt wenig Hoffnung,
doch wenn ich in den nächsten Tagen 
vielleicht immer brav meinen Teller...?

Wünscht mir eine lichtdurchlässige Wolke, 
dann können wir uns nächste Woche über schöne Bilder freuen.

Während ich warte und hoffe,
habe ich in meinem Arbeitszimmer 
mal wieder herum- und umgeräumt.




Ein ganz besonderder Schatz ist für mich dieses Bild, 
das ich von meinem Vater geschenkt bekommen habe.
Es gehörte meiner Urgroßmutter.
Ich habe kaum noch Erinnerung an sie, 
sie starb, als ich noch sehr klein war.
Darum freue ich mich sehr über das Bild.





Den Rest meiner kleinen Schätze habe ich in dem alten Tellerbord, 
das zum Esszimmer meiner Schwiegermutter gehörte, arrangiert.
Dem damals typischen dunklen Eichenholzton 
habe ich mit weißem Lack ein neues Aussehen gegeben.

Heute versammeln sich auf diesem Bord
Bänder und diverse Kleinigkeiten.
Die meisten meiner Bänder und Borten habe ich schon seit vielen Jahren.

Ich bringe es aber nur sehr selten übers Herz, 
sie auch wirklich zu verarbeiten.

Manche davon sind mit den Jahren selbst so etwas wie Erinnerungen geworden.
Ich habe sie geschenkt bekommen, 
sie auf dem Flohmarkt oder einem wunderschönen Stoffladen entdeckt
oder für etwas ganz Besonderes gekauft.

Den Holzstempel zum Beispiel habe ich auf einem Kunsthandwerkermarkt erstanden,
das kleine Foto mit den zwei Frauen fiel einmal aus einem Buch heraus,
das ich las,
da würde ich gern wissen, wer sie waren und wie sie lebten.
Die kleine Streichholzschachtel ist ein Relikt meines Mannes.
Das Nadelmäppchen erinnert mich mit seiner Zeichnung an ein Kinderbuch, 
das ich bei meiner Oma immer gern las
und die kleine Karte im Hintergrund war ein Geburtstagsgruß einer Freundin.

Die Holzspindeln, 
auf denen manche meiner besonders "wertvollen" Bänder aufgewickelt sind,
sind Teile eines alten Spinnrades,
das zwar nicht mehr funktionstüchtig ist,
aber so liebevoll gearbeitet wurde, 
dass ich es noch immer im Keller stehen habe.

Die kleinen Regale, 
auf denen ich meine restlichen Bänder aufgehängt habe,
hat mir mein Mann einmal gebaut,
als er sah, dass mir wieder einmal alle durcheinander fielen.

Ich find es schön,
mein Tellerbord.

Alles Liebe
Eure epipa


Kommentare:

  1. solche schönen Erinnerungen kann einem keiner nehmen.


    Grüße Ramgad

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  2. das nadelmäppchen habe ich auch :) find das auch so süß.

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  3. Selam arkadaşım size güzel bir diliyor ve sizi takip ediyor ben yeniden görüşmek üzere sevgiler.

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  4. absolut schön! und es vereint außerdem so viele kleine geschichten und erinnerungen. es ist fast selbst ein gerahmtes bild, dein bord.

    ich hätte aber wohl auch meine probleme damit, die utensilien zu verarbeiten. da müsste schon etwas sehr besonderes draus werden :)

    glg
    halitha

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