Dienstag, 4. Juni 2013

Wir stutzen die Schwungfedern


Das Wetter soll sich endlich wieder bessern.
Gestern fiel überall in unserem Landkreis der Unterricht wegen des Hochwassers aus.
Wir sind im Gegensatz zu vielen anderen bis auf den Regen 
und die eine oder andere stehende Pfütze im Garten verschont geblieben.
Anders beim Hochwasser 2002, als wir im Keller Wasser hatten...

Sobald die Wiese wieder trocken ist,
können wir nachsehen, was das Wasser im Gemüsegarten überlebt hat 
und auch die Tiere wieder hinauslassen.
Sie mussten fast 1 1/2 Wochen lang wegen Dauer- und Starkregens im Stall bleiben.


Gestern haben wir die Schwungfedern der Hühner gestutzt.
Ich habe damit gewartet, bis sie zutraulich genug sind
und sich gern auf den Arm nehmen lassen.
Unsere 70+ Nachbarin hat uns an unserer Braunen gezeigt, wie man es kosmetisch schön,
also so, dass man nichts sieht, machen kann.
(Die konventionelle Art seht ihr hier.)
Jetzt, da sie sich an uns gewöhnt haben, war es stressfrei und entspannt. 
Ich habe gehalten, mein Mann hat geschnitten
und die Bilder sind von unserem Großen.
Leider im Stall bei künstlicher Beleuchtung,
durch den ewigen Regen war es nicht anders möglich.

Da ihr mir so viele schöne Hühnerkommentare geschrieben habt (ganz herzlichen Dank dafür)
und einige von euch selbst Hühner halten oder halten möchten,
 dachte ich, euch könnte dieser Post interessieren.

An unserer Braunen seht ihr, wie wir es gemacht haben.

Zuerst nehme ich das Huhn auf den Arm und halte es nah an meinem Körper mit festem Griff,
so, dass es sich sicher fühlt.
Anschließend breite ich den linken Flügel sanft aus.





Die ersten vier Federn stehen lassen, dann zwei schneiden, eine stehen lassen und noch eine schneiden.
Fertig.
Mehr braucht es nicht.


Wenn die Henne ihren Flügel anlegt, 
sieht man keinen Unterschied zum unbeschnittenen Flügel.




So und jetzt wir.




Das Schneiden tut der Henne nicht weh und 
war bei uns ganz ohne Stress und Hektik in zehn Sekunden vorbei.




Ein bisschen nervös waren wir schon.
Aber die Mädels waren ganz brav und haben so toll mitgemacht -
da gabs zur Belohnung natürlich ein paar ganz besonders leckere Häppchen.







Ganz liebe Grüße von den Mädels und mir!



 



Kommentare:

  1. Das kenne ich von meiner Oma früher auch noch...da wurden auch immer den Hühnern die Flügel gestutzt.
    Irgendwie strahlen deine Hühnerbilder auhc immer sowas friedliches...entspanntes aus...wie machst du das nur immer...lächel..
    Alles auf deinem Blog ist so beruhigend und entspannt...gibt es bei euch auch mal Hektik,Stress und Umtrieb...lächel..

    Jedenfalls ist es immer eine Erholung auf deinem Blog zu lesen und Bilder anzuschauen..

    Liebe GRüße Sonja

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  2. Tolle Fotos! Ich liebe es, wenn Menschen so verantwortungsvoll mit Tieren umgehen. Wie lange dauert es, bis die Federn nachwachsen?
    Hoffentlich können die Hühner nun bald den Sonnenschein genießen.
    Liebe Grüße, Juliane

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  3. Vielen Dank euch beiden!

    @Sonja: doooch Stress und Hektik haben wir auch, da sind wir ganz normal :)

    @ Juliane: bis zur nächsten Mauser bleiben die Federn so. Dann wachsen neue Federn, die wir wieder kürzen müssen. Ich nehme an, um Herbst? So genau weiß ich das auch noch nicht. :)

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  4. Das erste Photo finde ich so wunderschön. Fast balettartig empfinde ich den graziösen Blick der Hühnerdame, die dort ihren Flügel öffnet (geöffnet bekommt) :o)
    Ich wünsche fröhliche Sonne und schicke liebe Grüße, Elke

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  5. Wieder so wunderschöne Hühnerfotos! Das Foto mit den "Hintern" ist spitze! Danke! Griessli Cornelia

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