Montag, 17. Juni 2013

first days out

Unsere jungen Damen haben seit geraumer Zeit Ausgang.
 
 Der kleine Sitzplatz hinten im Garten avanciert zum absoluten Lieblingsplatz.
Es ist zu köstlich, ihnen zuzusehen.

Vormittags sind die Ladies immer sehr fleissig und beschäftigt.
Sie scharren hier und scharren da, 
picken, gurren und gackern.

Der Höhepunkt ist das Legen des Eis, was laut und stolz verkündet wird.

  











Mittags wird das Gefieder in Ordnung gebracht, 
ein Staubbad genommen und sich anschließend gesonnt.






 
Das sind keine toten Hühner - das ist Tiefenentspannung pur.

Man kann sich kaum vorstellen, was ich für einen Schrecken bekommen habe,
 als ich das erste Mal ums Hauseck ging und dieses Bild geboten bekam.

Ich sah mich schon Kindertränen trocknen, 
weit ausholend über Leben und Sterben philosophieren
und war doch so gar nicht bereit dafür.
 




Frisch ausgeruht bekommen sie nachmittags ihr Futter an den Schnabel geliefert
und können vom Scharren müde gewordene Beine baumeln lassen
während sie von A nach B getragen werden.


 




An Tagen, an denen ich im Gemüsegarten die Beete auflockere, Unkraut jäte
und über den vielen Schneckenfraßspuren verzweifle 
- sämtliche Bohnenpflänzchen sind dahin,
die Population steigt ins Uferlose, 
sogar der Igel kommt nicht mehr nach -
freuen sich unsere Hühner sehr über die eine oder andere fliegende Nacktschnecke.






Wir freuen uns täglich über 3 - 4 Eier, 
die wir manchmal sogar dekoriert bekommen.







Es gibt aber auch Tage, an denen jäte und grabe ich nicht,
sondern häkle.







Ob ich es wirklich schaffe, 
das aus diesen vielen kleinen Squares eine Decke wird?
Es kann durchaus sein, dass ich das Warten nicht mehr aushalte 
und Kissen oder Gottweißwas daraus mache.


Geduld ist eine Tugend, 
die du lernest in der Jugend.


Da sag ich jetzt besser nix zu
und schließe für heute lieber mit meinem derzeitigen Lieblingsbild.

Ich liebe es.




Ganz liebe Grüße
eure epipa



Montag, 10. Juni 2013

Muffinförmchen DIY

Ich backe sehr gern und seit wir unsere Hühner haben, auch sehr oft.
Irgendwo müssen wir ja hin mit unseren Eiern.

Dauerbrenner sind "trockene" Kuchen aus der Kastenform, 
weil man die so schön überall mit hin nehmen kann.
Und natürlich Muffins - aus denselben Gründen und vielen weiteren.
Wie zum Beispiel die vielfältigen Möglichkeiten der Dekoration und Verzierung.
Das ist sogar noch schöner als das Backen selbst.





Am Wochenende habe ich kleine Rosinenmuffins gebacken.

Da ich diesmal keine Lust auf fertige Förmchen hatte
und während des Teigrührens geistiger Leerlauf zu kreativen Ideen führt,
 hab ich mir gedacht, ich könnte doch diese kleine fedrigen Papierförmchen leicht selbst...?

Also habe ich Backpapier in 16x16 cm große Quadrate geschnitten 
und mit einem Glas in die Mulde des Muffinblechs gedrückt.
Dann noch kurz die Faltstellen gefalzt und fertig
waren meine 

Tulip-Förmchen.

 (So heißen die nämlich im Fachjargon -
 google-Bildung.)





Während die Muffins im Backofen waren,
habe ich noch schnell mit Photoshop kleine Cupcake-Picks entworfen, 
auf festes Papier gedruckt,
zugeschnitten (wer einen Stanzer hat - meinen Glückwunsch!)
und auf Zahnstocher geklebt.





Dann habe ich von meinen Kindern Unmenschliches verlangt.
Sie mussten warten, bis ich mit den Fotos durch war.

Jetzt macht mal entspannt schöne Bilder,
wenn im Hintergrund drei Paar kleine Beine ungeduldig von einem aufs andere hüpfen.

"Mamaaaaaa wie lang denn noch?"
"Aber nur noch ein Bild"
"Bist du jetzt endlich fertig?"
"He, das waren aber schon zwei Bilder!"
(blöde Spiegelreflex, da hört man jeden Klick)

Tja meine sehr verehrten Leser,
ihr müsst jetzt eben nehmen, was ich kriegen konnte.








 Die  Rosinen-Muffins  sind eine Eigenkreation.

Mein Großer fand sie anfangs zu wenig süß, 
dem Rest der Familie schmeckten sie sehr gut.
Weg sind sie inzwischen alle.
Also ein Erfolgsrezept von 1:4,
nein 1:5 - auf die Brösel war der Hund ganz heiß.

Ich nahm

3 Eier
125g Butter
130g Zucker
250g Mehl
 2 1/2 Teelöffel Backpulver
5 TL Milch
zwei, drei Handvoll Rosinen

Butter in einem Topf schmelzen lassen,
Eier, Zucker, Milch und flüssige Butter verrühren,
Mehl und Backpulver hinein sieben und einrühren
anschließend die Rosinen dazu und fertig.

In die Förmchen füllen und 
bei 175°C Heißluft 20-30 min goldbraun backen.

Der Teig reichte für 16 Muffins.




Liebste Grüße!
eure epipa


Dienstag, 4. Juni 2013

Wir stutzen die Schwungfedern


Das Wetter soll sich endlich wieder bessern.
Gestern fiel überall in unserem Landkreis der Unterricht wegen des Hochwassers aus.
Wir sind im Gegensatz zu vielen anderen bis auf den Regen 
und die eine oder andere stehende Pfütze im Garten verschont geblieben.
Anders beim Hochwasser 2002, als wir im Keller Wasser hatten...

Sobald die Wiese wieder trocken ist,
können wir nachsehen, was das Wasser im Gemüsegarten überlebt hat 
und auch die Tiere wieder hinauslassen.
Sie mussten fast 1 1/2 Wochen lang wegen Dauer- und Starkregens im Stall bleiben.


Gestern haben wir die Schwungfedern der Hühner gestutzt.
Ich habe damit gewartet, bis sie zutraulich genug sind
und sich gern auf den Arm nehmen lassen.
Unsere 70+ Nachbarin hat uns an unserer Braunen gezeigt, wie man es kosmetisch schön,
also so, dass man nichts sieht, machen kann.
(Die konventionelle Art seht ihr hier.)
Jetzt, da sie sich an uns gewöhnt haben, war es stressfrei und entspannt. 
Ich habe gehalten, mein Mann hat geschnitten
und die Bilder sind von unserem Großen.
Leider im Stall bei künstlicher Beleuchtung,
durch den ewigen Regen war es nicht anders möglich.

Da ihr mir so viele schöne Hühnerkommentare geschrieben habt (ganz herzlichen Dank dafür)
und einige von euch selbst Hühner halten oder halten möchten,
 dachte ich, euch könnte dieser Post interessieren.

An unserer Braunen seht ihr, wie wir es gemacht haben.

Zuerst nehme ich das Huhn auf den Arm und halte es nah an meinem Körper mit festem Griff,
so, dass es sich sicher fühlt.
Anschließend breite ich den linken Flügel sanft aus.





Die ersten vier Federn stehen lassen, dann zwei schneiden, eine stehen lassen und noch eine schneiden.
Fertig.
Mehr braucht es nicht.


Wenn die Henne ihren Flügel anlegt, 
sieht man keinen Unterschied zum unbeschnittenen Flügel.




So und jetzt wir.




Das Schneiden tut der Henne nicht weh und 
war bei uns ganz ohne Stress und Hektik in zehn Sekunden vorbei.




Ein bisschen nervös waren wir schon.
Aber die Mädels waren ganz brav und haben so toll mitgemacht -
da gabs zur Belohnung natürlich ein paar ganz besonders leckere Häppchen.







Ganz liebe Grüße von den Mädels und mir!



 



Sonntag, 2. Juni 2013

Let´s fall in love

Es regnet seit einer gefühlten Ewigkeit ohne Unterlass in Strömen.
Nicht mal der Hund will noch raus.

Im Gemüsegarten stehen Radieschen und Salat im Wasser,
wenn ich zum Stall möchte, nehme ich das Paddelboot
und ich frage mich, ob ich in diesem Jahr Erdbeeren haben werde.
Blüten sind ja da, aber keine Bienen.

Für den Fall, dass es ein Bienchen auch noch rechtzeitig 
zu den Blümchen meines Aprikosenbäumchens geschafft hat,
habe ich mit Aprikosen (aus der Dose) herum experimentiert
und einen Aprikosenkuchen gebacken.

Schmeckt superlecker, geht superschnell und lässt den Regen fast gemütlich erscheinen,
wenn man mit einem Tässchen Kaffee (Mama + Papa) 
und heißer Schokolade (Kiddies)
ein Stückchen genießt und von Sonne träumt.




Du brauchst: 

für den Kuchen:

3 Eier (selbstgesammelt oder gekauft)
130g Zucker
6 EL Milch
125g weiche Butter
250g Mehl
2 1/2 TL Backpulver
Aprikosen aus der Dose

für den Guss:

150g Puderzucker und Zitronensaft
zu einer dickflüssigen Masse verrühren.
Diese dann einfach aufpinseln oder wie ich mit einem Löffel über den Kuchen tropfen.


Let´s do it

Eier, Milch und Zucker miteinander verquirlen, Butter dazu und nochmals gut verqurirlen.
Anschließend Mehl und Backpulver einrühren, bis der Teig schön glatt ist.

Aprikosenhälften würfeln und unterrühren.

ca. 45 - 55 min  bei 175 °C (Heißluft) backen lassen
(nach 15 min. einritzen),

"birds do it, bees do it"  aus dem Song des Tages summen
(und auf Erdbeeren und Aprikosen hoffen).

Den fertigen Kuchen auskühlen lassen, aus der Form stürzen und wenn er erkaltet ist 
mit Zuckerguss überziehen.







Unsere Mädels sind fleissig.
Bis zu diesem Augenblick haben sie 36 Eier gelegt.
Wir sind sehr stolz auf sie.
(Ich auf mich auch - ich mach offensichtlich alles richtig :))





Ich wünsch euch einen schönen gemütlichen Sonntag!

Liebe Grüße!