Donnerstag, 13. November 2014

say hello Teil III

Heute möchte ich euch den allerersten Ausflug unserer Küken (wir erinnern uns hier und hier) zeigen. 
Auf den Bildern sind sie gerade mal zwei Tage alt.
Natürlich hatten wir uns während der Brutzeit genau informiert, 
wie man Küken aufzieht.
Doch -und so liest man immer wieder- die Naturaufzucht ist die beste Form der Aufzucht.
Das stimmt.
Waren wir zu Anfang noch etwas nervös, ob wir auch alles richtig machen würden 
(und hoffentlich keines verlieren)
so mussten wir tatsächlich absolut gar nichts weiter tun, 
als uns um Körner und Wasser zu kümmern.
Alles weitere besorgte unsere wirklich traumhafte Glucke.

 Nachdem die junge Familie zwei Tage die Ruhe des Stalls genießen durfte
(den ersten Tag verbrachten unsere Kleinen mit Schlüpfen, den zweiten mit Schlafen),
nahm ich die Brutkiste und setzte alle zusammen ins Freie.

Die Mama blieb beharrlich sitzen. 
Und das wäre sie auch geblieben (wir haben eine wirklich sehr mütterliche Glucke),
wenn nicht ein Küken nach dem anderen die neue Welt hätte erkunden wollen 
und unter ihrem Bauchgefieder hervor gekommen wäre.




Zuerst sahen sie sich nur neugierig um, doch schon bald begannen sie, 
an den ersten Spitzen der Grashalme zu zupfen,
ein bisschen am Rindenmulch zu knabbern und, mutiger geworden, die anderen zu rufen.

In den ersten zwei drei Wochen konnte man noch ganz deutlich die Entwicklungsunterschiede
der frühmorgens geschlüpften Küken zu denen sehen, 
die erst in den Abendstunden aus ihrer Schale brachen.
Heute sind sie alle gleich frech.




Als etwas mehr als die Hälfte der Küken im Freien war, 
stand auch unsere Glucke auf und begann mit zunehmendem Genuss
(nach über drei Wochen beharrlichen Brütes in einer Ecke des Stalls)
wieder zurück ins scharrende und pickende Hühnerleben zurück zu finden.




Fast sofort begann sie die Kleinen zu lehren, 
was ein artiges Huhn zu tun hat, wenn es einmal groß ist.

Sie scharrte die Erde auf und rief die Kleinen mit einem besonderen Lockruf für Futter, 
den sie nur verwendet, wenn sie etwas Gutes gefunden hat.
- Oder wenn ich ums Eck biege, um nach den Eiern zu sehen.

Inzwischen traue ich mich gar nicht mehr ohne eine Schüssel
 oder zumindest einer anderen Kleinigkeit vorbei zu kommen.
Was wir uns da anhören müssen, wenn wir mit leeren Händen...
Ihr macht euch keinen Begriff.

Die ersten Tage draußen verbrachten die Kleinen also damit, zu lernen,
was man alles essen kann
 und dass man Mutters scharrenden Füßen besser aus dem Weg geht
- mehr als einmal wurde zu Anfang ein unaufmerksames Küken gleich mit davon geschleudert.
Unsere Glucke zeigte ihnen Würmer und Insekten,
indem sie sie rief, den Wurm zeigte und fallen ließ, solange, bis eines der Küken danach pickte.
Check.




Innerhalb eines Tages hatten die Kleinen gelernt, dass man besser Erster ist, wenn Mama ruft
- und wie man sich um Futter streitet.
Wer schneller laufen kann, gewinnt.
Heute laufen sie alle wie die Feuerwehr.

Das Picken und Fallenlassen hat mich sehr beeindruckt.
Das macht unsere Glucke immer noch. 
Auch, wenn sie selbst Hunger hat.
Immer lässt sie die Kleinen vor.
Erst, wenn sie sich überzeugt hat, dass alle etwas abbekommen haben, frisst sie selbst.




Seit wir unsere Küken haben, ist zu meiner Liebe für Hühner noch
echter Respekt gegenüber einer Glucke hinzugekommen.
Die Fähigkeit zur absoluten Selbstaufgabe, dazu immer wachsam und kümmernd,
bereit, die Kleinen jederzeit und gegen jeden zu verteidigen, 
sogar den Hund verscheuchte sie, als er neugierig zum Schnuppern vorbei kam.





Soweit heute also von den ersten Lebenstagen unserer Küken.

Ganz liebe Grüße!

eure epipa

Kommentare:

  1. Liebe Sascia!
    Was für ein großartiges Abenteuer ihr da gerade direkt vor der Nase erlebt! Das ist wirklich fantastisch und die Küken sind ja sooo niedliche, gerade die Ständer (ha, ich habe was dazu gelernt!) finde ich schon sehr putzig! Ich wünsche Dir und Deiner Familie noch ganz viel Spaß beim täglichen Neuentdecken der Küken!
    Liebe Grüße
    Vanessa
    P.S. Und bei jedem Ei, was gerade mal aus irgendwelchen Gründen nicht sooo lecker schmeckt, denke ich an die Eier letztes Jahr vor Weihnachten zurück! ;o)

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  2. OHHHHHHH de san sooo liab
    hob ja selber mol so ah kloans PIPAL
    in da HAND ghaltem...
    de san sooo flauschig,,,
    gelle...
    mei und sooo ah brave MAMA
    EINFACH HETZIG::

    HOB NO AN FEINEN ABEND
    bis bald de BIRGIT

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  3. soooo süß sind die kleinen wattebäusche!!! und mama huhn paßt auf, herrlich!!! alles liebe von angie

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  4. Oh mein Gott sind die süüüüß, solche Flauschbällchen....
    Deinen Fotos nach zu urteilen fühle ich mich leicht in den Frühling versetzt.
    Es ist so schön zu lesen was für eine liebevolle Mamaglucke du hast. Mein Herz geht auf und ich sehe Hühner jetzt mit ganz anderen Augen. Danke dafür
    Und ich hoffe dass wir bald wieder etwas von der flauschigen Rasselbande lesen werden.
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Jacqueline

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  5. Da fällt einem ja schwer, überhaupt noch Eier zu essen. Ich bin hin und weg von deinem tollen Bericht und den wundervollen Fotos dazu. Besonders das, wo die Küken aus dem Gefieder der Glucke luken.
    Liebe Grüße
    Grit

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  6. Ist das schön zu sehen und zu lesen!
    LG Janine

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  7. Wie herrlich, da werden wieder Erinnerungen wach. Es war ein schöner Moment in der Kindheit, als ich die kleinen weichen Flauschbälle in der Hand halten durfte...

    Allerbeste Grüße

    Anke

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