Mittwoch, 26. November 2014

Wir binden einen Adventskranz {DIY}


Advent, Advent, ein Lichtlein brennt...

 Seit ein paar Jahren pflegen eine Freundin und ich ein
inzwischen sehr liebgewonnenes vorweihnachtliches Ritual.
Kurz vor dem ersten Advent nehmen wir uns einen Abend Zeit,
um gemeinsam unsere Adventskränze zu binden.
Bei einem Glas Rotwein, schöner Musik, unzähligen Kerzen,
noch mehr Weihnachtsdekoration treffen wir uns unter dem alten Gewölbe 
des ehemaligen Roßstalls (Pferdestall) ihres wunderschönen Bauernhofes.

Ich muss dazu sagen, dass Weihnachten bei meiner Freundin und ihrem Mann 
das ganze Jahr über ein Thema ist.
 Seit über 70 Jahren pflanzt der Familienbetrieb selbst Christbäume,
die liebevoll gehegt und gepflegt werden, 
bis sie zur Weihnachtszeit zusammen mit Schmuckzweigen für Dekorationen
und selbstgemachtem Weihnachtsschmuck direkt auf dem Hof verkauft werden.
Seit Jahren holen wir unsere Bäume dort.
 Das ist immer wieder ein Erlebnis.

Das Auto steht kaum, da springen die Kinder auch schon heraus
und verschwinden zwischen den vielen wunderschönen Christbäumen,
um sich ihren Lieblingsbaum zu suchen.
Wie wir unsere Bäume auswählen, erzählte ich schon einmal hier.
Während die Kinder zwischen den Fichten und Tannen verschwinden,
halten wir bei Glühwein und Plätzchen, die für die Gäste bereitstehen,
 einen kleinen Ratsch (Pläuschchen).
Solange, bis die Kinder aus irgendeiner Ecke einen entzückten Schrei ausstoßen,
und wir unbedingt! und jetzt sofort! kommen müssen,
weil DA unser Baum steht.
Der könnte ja weglaufen.

Wenn der letzte Schluck Glühwein getrunken ist,
jedes Kind seinen Keks bekommen hat und wir uns über den Baum geeinigt haben
- wir haben drei Kinder, das macht drei Meinungen -
fahren wir glücklich und 
bis oben hin voll mit Weihnachtsstimmung wieder nach Hause.

Doch soweit sind wir ja noch gar nicht.
Immer der Reihe nach.
Weihnachten beginnt für mich also jedes Jahr mit dem gemeinsamen Binden der Kränze.
Meine Freundin spendiert die Abschnitte der Schmuckzweige,
ich den Wein.


  
Der alte Roßstall ist bis unter das Gewölbe liebevoll dekoriert.
Im kleinen Kamin knistert ein Feuer, wir sind umgeben von unzähligen Kerzen, 
Weihnachtsschmuck, Erbstücken
 und der Stimme von Frank Sinatra.

Was gibt es Schöneres?
  
 In diesem Jahr habe ich zusätzlich zum benötigten Material
die Kamera mitgenommen.  
Heute zeigt uns nämlich der Profi wie es geht.




Du brauchst:

einen Strohkranz
grünen Basteldraht
Zweige.
Sie können von Fichte, Tanne oder immergrünen Sträuchern sein

Kerzenstecker und Kerzen
Dekoration nach Geschmack


und so gehts:




Zuerst den Draht einmal um den Rohling wickeln und das Ende für guten Halt fixieren.

Ein paar Zweige im Büschel von aussen nach innen auf den Strohkranz auflegen
und einmal mit dem Draht umwickeln. 
Darauf achten, den Draht zwischen die Tannennadeln einzuweben, 
um ihn etwas zu kaschieren. 




Wie eng du wickeln willst, entscheidest du ganz nach deinem Geschmack.

Ich mag meine Kränze gern etwas rustikaler und natürlicher,
weshalb ich immer ein paar Tannenspitzen aus der Reihe tanzen lasse.

Grundsätzlich gilt:
Je enger du wickelst, desto einheitlicher wird der Kranz.




Das nächste Büschel auf die Zweige auflegen,
 so dass sie etwas überlappen und wieder mit dem Draht fixieren.
So immer fortfahren, bis kurz vor den Beginn der Runde.




Für einen unsichtbaren Rundenbeginn die Enden des letzten Büschels 
unter die Spitzen der ganz zu Anfang gelegten Zweige stecken, so dass sie verdeckt sind.
Mit dem Draht umwickeln, den Kranz wenden und den Draht kappen.
Das Ende unter eine Schlinge fädeln und "verknoten".

Den Kranz wenden. 
Eventuelle dünne Stellen ggf. mit kleinen Zweigspitzen auffüllen.

In den fertigen Kranz die Kerzenstecker einsetzen 
und nach Geschmack dekorieren.

Das wars auch schon.
So einfach gehts.



 
Ich habe in den letzten beiden Tagen insgesamt sieben Kränze gebunden.
Sieben.
Normalerweise mache ich einen, manchmal auch zwei.
SIEBEN.

In diesem Jahr ist es einfach mit mir durchgegangen.




Ich band einen Kranz für uns zu Hause für die Kerzen, natürlich.

Dann noch einen für die Hühner an die Tür des Hühnerhauses,
einen für das Gartentor,
einen für den Geräteschuppen
und noch ein paar für überall herum.

Habe ich im letzten Jahr eher sparsam dekoriert,
hole ich es in diesem Jahr wieder auf.

Wenn man mal in Fahrt ist.




In diesem Jahr halte ich die Farben klassisch.

Kränze und Baum schmücken wir seit jeher eher schlicht und natürlich.
Ich liebe zwar die überbordenden Christbäume in den Einkaufspassagen,
die von weitem schon Jingle Bells vor sich hinzusummen scheinen,
doch für Zuhause mag ich es gern in Richtung Waldweihnacht.

Unseren Kranz zieren daher traditionell Kerzen, weiß oder rot,
eine rote Schleife und vielleicht ein, zwei Dekostecker,
wie ich ihn zum Beispiel hier gezeigt habe.




 Ach, es war wieder einmal ein schöner und sehr produktiver Abend.


Und jetzt freuen wir uns auf die Adventszeit.




In den nächsten Tagen werden wir unseren Adventskalender befüllen.

Ich freu mich schon.
 

Ganz liebe vorweihnachtliche Grüße
eure epipa
von hinter der Kamera.



Kommentare:

  1. WUNDERSCHÖNST...sowohl Kranz als auch Model ♥

    Sei lieb gegrüßt
    Bianca

    AntwortenLöschen
  2. Das ist eine sehr nette Tradition und selbst gemachte Adventskränze haben einen ganz besonderen Glanz. Ich halte es auch so, am Freitag ist Adventsbasteln bei mir zu Haus, wir sind gleich sechs Frauen und machen das so seit vielen Jahren.
    Lieben Abendgruß
    Rosa

    AntwortenLöschen
  3. wie wunderschön, an diesem Ort möchte ich auch abtauchen in Weihnachtsstimmung...
    Lieben Gruss Moni

    AntwortenLöschen
  4. Herzliche Grüße aus dem sehr nebeligen Breisgau. Ich bin ganz neu hier und finde es wunderschön :)
    Dein Buch habe ich mir auch schon besorgt und ich bin begeistert !
    Eine schöne Vorweihnachtszeit wünsche ich Euch allen
    Nicole

    AntwortenLöschen
  5. Einfach toll und gemütlich :-)
    LG
    Angelika

    AntwortenLöschen
  6. Oh wie süß, dass Du den Hühnern auch einen Kranz gebunden hast!
    Liebe Grüße und noch viel Spaß beim Dekorieren
    Vanessa

    AntwortenLöschen
  7. "...und einen für die Hühner..." - herrlich! Irgendwie wie bei Pettersson und Findus, finde ich. :-)

    AntwortenLöschen