Dienstag, 5. August 2014

welcome home!

Das vergangene Schuljahr ließ die Schule unseres Sohnes
 mit einer einwöchigen Abschlussfahrt ausklingen.

Das war so ziemlich das erste Mal, 
dass er so weit und so lang weg war.

Hui.

Also für mich.

Ich bin bekennende Glucke - wenn auch im Training. 
Alles braucht schließlich Übung.

Der Herr Sohn kannte keinerlei Trennungsschmerz, nur Vorfreude.
So soll es sein.





Als ich so alt war wie er, fieberte ich auch sämtlichen Klassenfahrten und Schulausflügen entgegen.
Natürlich war ich immer sehr ordentlich, folgsam, 
habe keinerlei Unsinn angestellt und auf ausreichend Schlaf geachtet.

So erzählte ich meinen Kindern...

Jetzt darf sich jeder selbst ausrechnen, ob sie mir geglaubt haben.





Brachte uns der Schulbus nach einer Woche völlig übernächtigt wieder am Heimatort an,
hatte meine Mutter daheim schon ein kleines Willkommen vorbereitet.
Je nach Alter gab es großes "Willkommen" an der Tür, Luftballons, 
Kuchen, Kakao, später Cappucchino und dann erzählten wir erst einmal ein bisschen.

Waren wir länger weg, legte sie uns sogar für jeden Tag einen kleinen Zettel 
mit einem Gruß wie zum Beispiel "Ich hab dich lieb", 
"Hab viel Spaß" und "Wir freuen uns schon auf dich" in den Koffer.
Ich fand das immer so schön.




Für unseren Ältesten haben wir es auch so gemacht.
Allerdings mit nicht ganz so vielen Zetteln.
Ich schrieb einen und den etwas ausführlicher
 - man beachte das Alter und vermeide es tunlichst, peinliche Situationen herbei zu führen.
Wahrscheinlich ist er zum Lesen ins Bad gegangen :o).

Dafür schrieb er uns zwei Karten, 
eine für uns und den Kleinsten und extra eine für seine Schwester.

Für sein Willkommen bereiteten wir dann auch alles gemeinsam vor.
Weil es so heiß war, entschieden wir uns für eine erfrischende Zitronentorte.





Die Torte habe ich im Grundrezept genauso gemacht wie


Aus Zeitgründen (manche Termine kommen immer so plötzlich, Weihnachten ist auch so ein Tag) 
verzichtete ich darauf, den Kuchen in einzelne Schichten zu teilen.

Stattdessen ließ ich ihn im Stück, bestrich ihn mit Quitten-Gelee 
und legte Zitronenscheiben auf, von denen ich zuvor die Schale entfernt hatte.

Die Sahne färbte ich mit etwas gelber Lebensmittelfarbe 
und dekorierte halbe Zitronenscheiben rund um die Torte. 

Man sollte allerdings auf milde Zitronen achten.
Kleiner Tipp, nur so.
Wir haben ziemlich viel gelacht, an dem Tag.




Die Ankunft selbst war nicht mehr ganz so laut 
und turbulent wie die Abreise, sondern vergleichsweise ruhig 
und die Gesichter zeichneten sich durchgehend durch untertellergroße Augenringe aus.

Manche Dinge ändern sich nie.




Dekoration:
Bäume: Modelleisenbahn Zubehör
Busse: noch vom Papa und aus der Autokiste des Kleinsten
Karten: aus dem Auto
Globus: Flohmarkt

Tortenplatte: PiP Studio