Mittwoch, 28. März 2012

Ich war einmal...

... ein Shirt von Mama.

Mit einer Schere beherzt zugeschnitten und zu neuem Leben erweckt.

 
Ich muss gestehen, 
es fällt am Anfang nicht leicht, 
einfach in ein Kleidungsstück hineinzuschneiden.
Bereits im Kindergartenalter 
- und nachdem ich einen Kreis aus ihrer Bettwäsche herausgeschnitten hatte - 
(ich zeigte offensichtlich damals schon gestalterische Ambitionen)
hat mir meine Mutter vorgebetet, dass man das nicht darf.

Irgendwie hab ich immer noch das Gefühl, 
sie stünde mahnend hinter mir, 
wenn ich mich mit einer Schere einem Kleidungsstück nähere.


Meine Tochter hat sich übrigens vor ein paar Jahren im Kindergarten 
mit ihrer Schere ihr nagelneues Shirt umgestylt.
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.


 Das ist es also.
Grau-schwarze Streifen sind vielleicht nicht das erste, 
das einem einfallen würde, wenn man einen Babypullover näht.
Doch ohne Applikationen und ganz schlicht 
(ich finde überladene Kleidungsstücke immer so unruhig)
steht es dem Kleinsten Kind so ungemein gut.
Besser als mir jemals.

Das ist ohnehin mein traurig Los.
Auch meine Tochter kann meine Sachen anziehen und
 sie stehen ihr tausendmal besser als mir.
Manchmal komme ich mir vor, wie bei Schneewittchen
und ich - ich bin die böse StiefMutter.
*schluchz*

Doch ich will nicht mit meinen Tragödien langweilen.
Zurück zu meiner Arbeit.
Wir waren beim Bohemian Baby.


Material:
altes Baumwoll-Jersey Shirt
Bündchen aus demselben Stoff
Nähmaschine

Jetzt fehlt für das Klischee nur noch die schwarze Baskenmütze und das rote Halstuch.



Ach ja, 
und vom Geschirrtuch war auch noch etwas übrig.


Material:
zerissenes Geschirrtuch
bedruckter Baumwollstoff
Rest Flanell für die Saugeinlage
Schrägband, Klettpunkte
Aufhängebändchen des Geschrirrtuchs






Bis bald und liebe Grüße!



Kommentare:

  1. Das Shirt ist wirklich toll , Überhaupt beneide ich dich . Aus dem Nichts zauberst Du ganz tolle Sachen.
    Ich bin Sprachlos .

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  2. Schwupss da war der Kommentar schneller . Ich wollt doch noch
    Ganz liebe Grüsse dalassen :-)

    Chris

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  3. so ein herziger süsser zwerg :o)
    wundervolle haarfarbe :o)

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  4. Ich kenne das mit dem Schneiden...ich liebe aus alt mach neu.Aber der SChritt ein altes KLeidungsstück zu zerschneiden fällt mir sehr schwer...vermutlich auch Erziehung.
    Ich liebe deinen klassischen style.
    GLG
    Annette

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  5. Sehr schön! Hast du einen Schnitt dafür verwendet?
    Ich warten einige alte Tshirts darauf, dass aus ihnen etwas Neues entsteht ...

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  6. Das man keine Klamotten kaputt schneidet, hat mir meine Mama auch immer mahnend angesagt! Und meinen Kids habe ich das auch schon mehr wie einmal gesagt!

    Doch wenn sowas tolles dabei entsteht, darf man auch mal eine Ausnahme machen!

    Tolle Idee und vorallem super Umsetzung! Gratuliere!

    LG
    Liane

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  7. danke für eure Kommentare!

    @laiza85: Der Schnitt ist an den aus der Ottobre 1/2011 #4 angelehnt. Ich habe ihn verändert, da ich bei diesem Pulli keine Ärmel mit Bündchen wollte.

    Liebe Grüße euch allen!

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  8. ach, das schlechte gefühl beim anschneiden "alter" kleidung darfst du gern ablegen - recycling ist doch wirklich etwas sehr, sehr gutes!

    und das shirt ist so wunderbar :)

    glg
    halitha

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  9. das sieht wieder super hübsch aus (an Babys übrigens sowieso fast alles) ;0)
    bei meinen Kindern waren es immer die Haare, die im Selbstversuch dran glauben mussten...manchmal wäre mir da ein Shirt lieber gewesen...lach
    wenn du die Reste vom Jersey noch verwerten willst wären vielleich schmale Streifen eine Idee, die du verhäkeln könntest...sieht bestimmt nett aus bei den Farben.

    Viele Grüße
    Nicole

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