Freitag, 18. April 2014

Einen Nachmittag allein und doch nicht allein


Heute hat mir mein Mann einen freien Nachmittag geschenkt.
Er hat sich die Kinder geschnappt und ist mit ihnen ins Hallenbad gefahren
 und hat mich in mein Arbeitszimmer geschickt.

Nach vielem Winken und "ich wünsch euch ganz viel Spaß!" 
und noch tausend Kleinigkeiten ins Auto hinterher tragen
habe ich mir einen Espresso Latte gemacht
(sagt man das so? Also Espresso mit Milch halt) 
 und mich in die Heiligen Hallen zurück gezogen.

Dort war ich dann nicht lange allein.




Zuerst schlurfte mein Hund herein und fiel irgendwo um
(wir waren zuvor über eine Stunde am See spazieren mit Dummy werfen, sein Lieblingsspiel)
und anschließend kam Madame auf einen Sprung vorbei.

Sie war in höchster "Kraul mich! Jetzt!" Laune 
und schnurrte noch lauter als die Nähmaschine.
Da ich ihr nicht gleich Folge leistete, setzte sie sich überall da hin, 
wo ich gerade arbeitete ... oder arbeiten wollte.

Dem liegt eine einfache Rechnung zugrunde.

 Mitten im Weg sitzen + schnurren = kraulen.




Ich wäre nicht ich, wenn ich diesem hypnotischen Blick 
in Kombination mit vibrierenden Sägewerkgeräuschen nicht erliegen würde.

Zufrieden fertig gekrault suchte sich unsere junge Dame, sie wird ein Jahr alt,
ein kuscheliges Plätzchen in meinem Wolleregal.
Draußen gackerten ab und an die Hühner,
aus dem Fenster habe ich einen direkten Blick
auf sie und die Hasen, die zufrieden frisches Heu mümmelten.
Dazu eine Katze im Regal, einen Hund zu seinen Füßen -
 was will man mehr?

 So allein und doch nicht allein war es ein herrlich produktiver Nachmittag. 



 Zu viel kann ich heute noch nicht zeigen,
weil auch Geschenke dabei sind.

Darum psst!
und liebe Grüße

Frohe Ostern und wunderschöne Familienfeiertage wünscht euch
eure epipa



Donnerstag, 10. April 2014

DIY Ostereier mit Pflanzen färben


Heute haben wir Ostereier mit natürlichen Farbstoffen gefärbt. 
Die Farben sind herrlich harmonisch.

  Neu ist in diesem Jahr das schöne gedeckte grün.
Wir haben in den letzten Tagen Löwenzahnsirup eingekocht (dazu bald mehr)
und einen Teil des Suds aus einer Laune heraus zum Färben verwendet.
Ich finde es herrlich.
Für sich genommen, vielleicht ein wenig öd, aber im Gesamtbild darf es nicht fehlen.


 

Am natürlichen Färben gefällt mir, dass es auch Last Minute funktioniert 
(mit sehr lebhaftem Kleinkind im Haus auch gaaanz wichtig für mich).
Alles was wir dafür brauchten, hatten wir ohnehin im und ums Haus:

Zwiebelschalen
Holundersaft
Löwenzahnblüten
(Hühner für die) Eier
weißen Essig





Wer zufällig keinen Holundersaft im Haus hat, nimmt Rote Beete.
Auch sonst funktioniert alles, bei dem Mama früher 
- oder wir heute -
"Warte! Gaaaanz vorsichtig! Das gibt FLECKEN! Die gehn nie mehr raus!!" gerufen haben.

Erinnert euch, was das alles war.
Das gibt tolle Farben.

 Heute dürfen wir nämlich Flecken machen!
Und zwar ein ganzes Ei groß.


 

Und so gehts:

Die Eier -für helle Farben am besten weiße- noch ungefärbt hart kochen.
Da unsere Hühner sowohl weiße als auch braune Eier legen, 
haben wir genommen was da war. 


Inzwischen den Sud vorbereiten:

GELB und GRÜN
 
Auf ca. 200 ml Wasser und 1-2 EL Essig 
eine Handvoll Zwiebelschalen oder Löwenzahnblüten geben und aufkochen lassen.
5 min. sprudelnd kochen und abseien.
Für pastellfarbene Eier in den köchelnden Sud 
die bereits gekochten Eier legen und ca. 1 - 2 min. ziehen lassen.

Je länger die Eier im Farbbad liegen, desto dunkler werden sie.
Farbintensive Eier können auch roh im Sud gekocht somit gleichzeitig gefärbt werden.




 VIOLETT

ca. 200 ml puren Holundersaft und 1 - 2 EL Essig aufkochen lassen
 und auf die gleiche Art färben, wie gelb und grün.





Für meine lieben fremdsprachigen Leser:

"in english please!",




 wie meine Englischlehrerin immer zu sagen pflegte, 
wenn wir uns abmühten einen vernünftigen Satz herauszubringen,
und gelegentlich versuchten, mit deutschen Worten auszuhelfen.

Liebe Frau H. mal ganz ehrlich: Heute wären sie doch stolz auf mich.
Gut, meine Lernbereitschaft hat sich vermutlich im Gegensatz zu damals auch ein bisschen geändert.
 Ähem...


Meine Lieben, ich wünsche euch viel Spaß am Experimentieren 
und in der Küche herumklecksen.


Wer seine Eier gleich im Sechserpack verschenken möchte, 
findet hier und hier schöne Retromotive in englisch
und hier ein auch sehr schönes auf deutsch.

Liebe Grüße und Happy Easter!




 
 

Montag, 7. April 2014

3, 2, 1 - meins und neue Bücher

Der Zuschlag ging an mich.

 Da hab ich mich gefreut.
Also richtig.
So wie in der Werbung mit Kreischen und Rumhüpfen, 
ahnungslos vorbeikommende Menschen schwungvoll umarmen 
und Freudentränen wie beim Länderspiel.
Es ging so in die Richtung, jedenfalls.

 Dieses Fußbänkchen wollte aber auch wirklich zu uns nach Hause.

Ich habe nämlich gar nicht danach gesucht und dann 
- plötzlich, wie das manchmal ebenso ist -
kommt mir in der Kategorie Antiquitäten & Kunst 
(-> Mobiliar & Interieur -> Kleinmöbel & Raumaccessoires) 
dieses Bänkchen unter den Mauszeiger.

Ihr kennt das sicher auch:
Man klickt und scrollt und klickt und scrollt,
irgendwann klickt und scrollt man sich in einen beinahe meditativen Zustand,
landet bei Seite 52 von irgendwas (soweit komme ich dann doch nie)
und findet...
das.




Aber ganz ehrlich:
Ich habs bis jetzt noch nicht übers Herz gebracht, es artgerecht zu benutzen.
Ich sehe es mir nur immerzu an,
stelle es von dieser in jene Ecke von jener in diese
und wieder zurück.

Man kann wahrscheinlich sagen, 
ich schleppe es wie das Kind seinen Teddybären von Raum zu Raum mit mir herum.
Vielleicht nehme ich es sogar noch mit ins Bett.

Mein Jüngster hat da weniger Berührungsängste und sieht vielmehr den praktischen Nutzen.
Heute hat er es in die Küche geschleppt 
und sich eines seiner neuesten Lieblingsbücher angesehen.




Letzte Woche waren alle 281,3 Bücher ausgelesen 
und wir mussten wieder unsere Leseecken auffüllen.
 
Unsere Bücherei ist erfreulicherweise auch in Sachen Kleinkinderliteratur äußerst gut bestückt
und wird regelmäßig aktualisert.
Unsere derzeitige Ausleihe umfasst allein 11 Kleinkinderbücher.




Nach wie vor Spitzenreiter sind Bauernhof- und Fahrzeugbücher, eh klar.
Aber auch das eine oder andere Tierbuch darf sich untermischen.
Wirklich gern liest das Kleinste Kind auch die Bücher von Graziela
von der unsere Bücherei zwei im Sortiment hat.
Die liebt er.
Ich finde die einfache und klare Gestaltung und das Retrodesign so hübsch.

 Ähnlich, wie in Meine große kleine Welt, das wir auch sehr mögen.
Diese Bücher sind Dauerbrenner in unserem Korb.
Weitere Lieblingsbücher sind die englischsprachigen Bilderbücher, 
die ich vor längerer Zeit gekauft habe
 Klassiker der Literatur mal ganz anders.

Da kann er dann später mal angeben, 
dass er bereits im zarten Alter von 2 1/2 Jahren Charlotte Bronte & Co. gelesen hat.
Auf Englisch.

Wenn du sowas im Lebenslauf stehen hast, dann bekommst du garantiert das große Büro.
Mit Aussicht.



Habt oder hattet ihr auch eure ganz eigenen Familienlieblingsbücher?
Darf übrigens auch was für mich sein, momentan leide ich unter einer kleinen Flaute, 
weil ich alle meine Lieblingsautoren durchgelesen habe.

Liebste Grüße!


Samstag, 29. März 2014

my very first potting table

Nach einer Pause finde ich es immer etwas schwierig, wieder ins Posten zu finden.
Womit soll ich anfangen?
Es ist doch wieder einiges passiert.
Die Pause war nötig, um wieder voll auf die Beine zu kommen.
Nach mir hat es meinen Mann erwischt 
und irgendwie brauchten wir fast den ganzen März um wieder in Schwung zu kommen.

Kaum dem Krankenlager entstiegen,
reichte uns der Frühling auch schon die Hand 
und zauberte rote Wangen in unsere blassen Gesichter.
Frisch motiviert sind wir darum heute ins Gartencenter unseres Vertrauens gefahren
und haben neben allerlei kleineren Un- und Wichtigkeiten 
auch zwei wunderschöne Zwerg-Pfirsichbäumchen erstanden.
 Es ist nämlich so, dass wir praktisch ausschließlich essbare Bäume und Sträucher pflanzen,
vom Buchs einmal abgesehen.

... Irgendwann werden wir uns zwar mit der Machete ein paar Sonnenflecken
 auf unserer ausgewachsenen Streuobstwiese freischneiden müssen, 
die wir heute noch unseren Garten nennen,
aber irgendwo werden wir sicherlich noch ein Plätzchen finden.
Ich freu mich schon aufs Einkochen.
Neulich hat mir jemand zwei riesige Kisten mit Einmachgläsern geschenkt,
die jahrelang im Keller herumstanden.

Bäumchen rüttel dich und schüttel dich,
wirf Obst und Beeren über mich.

Wir sind bereit.

Kaum daheim angekommen hielt es auch überhaupt niemanden im Haus
 und wir genossen unser zweites Wohnzimmer.
Die Kinder spielten, der Hund döste in der Sonne, 
die Hühner brachen mit schönster Regelmäßigkeit aus dem mobilen Weidezaun aus, 
den wir extra zum Schutz unseres Gemüsegartens gekauft haben
und mein Mann räumte im Garten- und Geräteschuppen herum.
Und wisst ihr, was er mir als Überraschung gemacht hat?

Eine kleine Ecke nur für mich und meine Pflanzen.

 Ich habs zuerst ja gar nicht mitbekommen,
weil ich momentan vollauf damit beschäftigt bin,
dass das Kleinste Kind seinen dritten Geburtstag erlebt.
Gefahr und Blödsinn ist sein zweiter Vorname.

Möchtet ihr mal spingsen?

 So hab ich ihn auf frischer Tat ertappt.




Und das habe ich draus gemacht.









Endlich habe ich einen Platz für mein Gartensammelsurium!
Bisher war ein bisschen was im Hühnerhaus, ein bisschen was im Gartenschuppen,
ein bisschen was im Haus und ein bisschen was in der Garage.
Top organisiert.




Gekostet hat es wieder einmal
(wir machen uns da gern ein Spiel draus - aus wenig viel machen)
praktisch nullkommanix.

Tisch, Regal und Bank sind eine uralte Essgarnitur, 
die mein Mann von einem Bauern geschenkt bekommen hat.
Der wollte alles einheizen (sprich: verbrennen).
Weil die Dinge aber so noch so schön waren, hat mein Mann sie mitgenommen.
Eigentlich wollten wir die Möbel in die Küche stellen, 
doch sie waren teilweise so vermodert und auch wurmstichig,
dass es bei Licht besehen doch nicht ratsam war.
Jetzt haben sie eine neue Bestimmung.

In zwei Obstkisten, die unser Dorfladen in den Müllkontainer gegeben hatte, 
lagere ich jetzt meine Samen und Dünger.
Damit es hübscher aussieht, habe ich sie mit zwei alten Geschirrtüchern ausgeschlagen. 

Die Zinkwannen und den Leiterwagen habe ich im Laufe der Jahre 
zusammengesammelt oder geschenkt bekommen
(meine Vorliebe für altes Zeugs spricht sich herum).
Alles andere und der Teppich ist Bestand, allerdings war er etwas kräftiger in der Farbe.
Darum habe ich ihn  in den letzten Wochen
 zum Ausbleichen dem Regen und der Sonne ausgesetzt.




Ich freu mich!
Alles Liebe und bis bald

eure epipa

PS: Weil immer wieder gefragt wird: Ockham ist ein Appenzeller Sennenhund, kein Berner Sennenhund.

Mittwoch, 19. Februar 2014

potholder DIY

Vor kurzem hatte eine Freundin Geburtstag.

Sie liebt Schweine in all ihren tatsächlichen und dekorativen Erscheinungsformen.
Um ihre Leidenschaft wissend, konnte ich darum auch nicht widerstehen,
als ich beim Stöbern in meinem Lieblings-Stoff-Shop zufällig
über dieses zuckersüße Schweinchenmotiv stolperte.




Da sie nicht nur Schweine liebt, sondern auch gern und gut kocht und herrlich bäckt,
verband ich diese Vorlieben miteinander und nähte Topflappen.

Auch wenn ich das Wort an sich ja überhaupt nicht ausstehen kann.
Wesentlich besser und sinn-gerechter finde ich das englische Wort potholder - Topfhalter.
Das ist schließlich genau das, was man damit auch macht.
Das Wort "Lappen" hat für mein Empfinden doch irgendwie etwas Schmuddeliges an sich.
Irgendetwas, das man zum Putzen benötigt, aber nicht für die guten Sachen
oder was mein Mann verwendet, wenn er Leinöl auf Holz aufträgt.
Noch schlimmer ist für mich der Begriff Putzlumpen.
Ein Lumpen ist doch wirklich etwas für das Gröbste,
das stellt man sich doch auf Knien für die hintersten untersten Ecken vor,
was mich an Pumuckl erinnert, als er immer der Putzfrau die Putzlumpen...

...

Aber ... ich bin wie Rotkäppchen.
Ich komme vom Weg ab.

Schließlich wollte ich heute keinen Post zum Thema
 "wir untersuchen die deutsche Sprache, ihre Bilder und was wir mit ihnen assoziieren",
auch wenn das durchaus reizvoll wäre,
sondern ein DIY für euch schreiben.

 Dann will ich mich mal selbst zur Ordnung rufen 
und übergangslos zur Sache kommen.





Ihr braucht:

Stoff nach Belieben für Vorder- und Rückseite und die Einfassung
Volumenvlies oder mehrere Lagen alter Handtücher
2x ca. 7 cm Zierband

Maß nach eurem Belieben.
Ich habe ein Bilderbuch des Kleinsten Kindes als Vorlage genommen.
Da bin ich immer sehr unkonventionell.
Es hat ungefähr die Maße 16x16cm.


So gehts:




Schneidet die Stoffe und das Volumenvlies auf das gewünschte Maß zu
und legt sie wie im Bild in drei Schichten aufeinander.

Mit Stecknadeln die Schichten fixieren und mit der Nähmaschine in regelmäßigen Abständen 
senkrecht und waagrecht mit Geradstich 4 mm absteppen.
Ich habe mich am Muster orientiert, was auf ca. 3x3 cm kam.
 
Die Ränder werden noch nicht versäubert.




Als nächstes die Zierbänder (im Bild rot) zuschneiden, wenn nicht schon geschehen (je ca. 7 cm)
und in einer Ecke feststeppen.

Für die Einfassung habe ich etwas Leinen gewählt, 
das ich in Streifen von 6 cm Breite zugeschnitten habe. 
Die Länge ergibt sich aus dem gewählten Format sollte aber in etwa 1 1/2 mal so lang sein,
 wie der potholder selbst.

Das Band zur Hälfte falten und bügeln.




Die Einfassung ist in den Ecken ein bisschen tricky, wenn man es noch nie gemacht hat.
Es wird aber immer leichter, mit ein bisschen Übung.
Versprochen.

Wer sich nicht gleich am Objekt traut, kann vorher auf einem Rest üben.

Genäht wird auf der späteren Sichtseite, also die Seite, 
für die ihr den schöneren Stoff verwendet habt.
Wenn ihr beide Seiten gleich schön findet, dann ist es egal.

Das Band mit der offenen Kante rechts auf rechts in der Mitte einer Seite des Topflappens anlegen,
wobei ca. 3 cm über der Mitte als Nahtzugabe überlappen sollten.
Siehe auch nächstes Bild.
Die Nahtzugabe für den Seitenrand ist inbegriffen.
Legt die beiden Stoffe bündig aufeinander und näht mit 5 mm Abstand.

 Kurz bevor ihr die Ecke erreicht, ca. 2 cm vor Schluss, die Maschine anhalten.
Nadel und Füßchen aus dem Stoff heben und eine Falte legen, wie im Bild.
Langsam weiternähen bis 5 mm vor Ende, 
Nadel und Füßchen aus dem Stoff heben und die Falte in die entgegengesetzte Richtung schieben.
Weiternähen bis zur nächsten Ecke.
Diese und alle anderen ebenso nähen.

Wenn ihr am Ende der Runde angekommen seid, 
langsam bis knapp vor den Beginn der Anfangsnaht nähen.




Fertig sollte die Einfassung so aussehen.

Das überflüssige Stück Leinen abschneiden, beide Enden knapp 
(aber möglichst ohne in den Topflappen zu stechen)
zusammen nähen.
Enden auf 5 mm kürzen.

Wer sich jetzt denkt, 
liebe epipa, da hast du dir jetzt ganz toll die Finger wund getippt, 
aber ich blick trotzdem nicht durch, kein Problem.
Ich habe euch zwei sehr anschauliche Videos herausgesucht, wie man einen Quilt einfasst
(nichts anderes als einen Miniquilt haben wir gerade genäht).

HIER in englisch, sehr professionell erklärt
und auch ohne allzugroße Englischkenntnisse durch seine Qualität gut nachzuvollziehen (mein Favorit).
Speziell für uns interessant ab Minute 5:25.

HIER ein deutsches Video. Auch hier sieht man am entscheidenten Punkt alles sehr schön.
Klick ab Minute 6:10.




Auf welchem Weg auch immer, irgendwann bist du hier angekommen.
Herzlichen Glückwunsch!
War doch gar nicht so schwer oder?

Das Band wird zur Rückseite hin gewendet 
und einmal kurz über den Topflappen gebügelt.

 Die Rückseite wird im letzen Schritt von Hand zugenäht.




Das machst du mittels versteckter Naht,
auch Zaubernaht, Versteckstich und ähnliches genannt. 

Dieser Stich wird wechselweise in den Stoff der Rückseite (hier der Pünktchenstoff)
und in die Kante des Einfassbandes (darum das Bügeln zu Anfang) eingestochen.
Als Anhaltspunkt dient die Naht, mit der die Einfassung mit der Maschine genäht wurde.
Immer knapp über der Naht einstechen.

So gehts:

Von unten in den Stoff einstechen, das Fadenende unsichtbar verknoten
und einen Steppstich in den Stoff der Rückseite arbeiten
- hier der Pünktchenstoff.

Im zweiten Schritt in die gebügelte Kante der Einfassung einstechen.

Wieder in den Pünktchenstoff einstechen 
und anschließend wieder in die Falte der Einfassung.
Immer so weiterarbeiten, bis zu den Ecken.
Hier die Einfassung wie beim Einbinden eines Schulbuches falten und weiternähen wie bisher.

Bei Rundenende den Faden verknoten und vernähen und fertig ist eure Arbeit.

 Ich hoffe, ihr konntet mir folgen. :o)
 Es liest sich schwerer als es ist.
In Echt.


Fertig sieht das Ganze dann so aus:




Ich wünsche euch viel Spaß!


eure epipa


Schweinchenstoff: hier
Einfassung: ein Rest Leinen aus meinem Fundus
Pünktchenstoff: aus dem Fundus