Montag, 15. Dezember 2014

oh, what a wonderful sunday!


Sonntag ist unser Familientag.

Am Sonntag gibt es keine Termine, keine Arbeit, keine Verpflichtungen.
Wir zelebrieren das Zusammensein, 
erholen uns von einer abwechslungsreichen Woche 
und tanken Energie für die Kommende.
Wir kuscheln uns Zuhause ein,
spielen, wenn der Kleinste schläft, mit den Kindern ihre Lieblings-Brettspiele, 
gehen alle gemeinsam mit dem Hund
 oder treffen uns mit Freunden.

Wir genießen einfach.




Nach dem Frühstück verkrümeln sich alle in irgendeine Ecke und spielen, malen oder lesen, 
während mein Mann und ich gemeinsam abspülen
und überlegen, was wir heute unternehmen oder 
ob wir es uns zuhause gemütlich machen.

Heute bleiben wir daheim.




Unsere Tochter schreibt wieder eine ihrer Geschichten, die sie auch gleich illustriert,
mein Mann liest die Zeitung, ein seltenes Vergnügen,
die Katze belegt den nigelnagelneuen Ohrensessel (wer sonst - wir haben ihn ja nur für sie gekauft),
ich rutsche sie etwas zur Seite, setze mich daneben und stricke ein paar Runden.

 


Der Große liest dem Kleinsten aus dem Märchenbuch Rotkäppchen vor.
Die passende Decke dazu habe ich bereits genäht.
 Während mein Großer liest, sucht unser Kleinster die Bilder heraus.
Rotkäppchen, den Wolf, Großmutters Haus, die Blumen, den Wald.
  



So stelle ich mir einen geruhsamen Sonntag vor.




Wir alle können uns denken, was nach diesem Bild geschah?


Ein dreifarbiger Tornado.

Das hat man nun davon, wenn man zwei fast gleichaltrige Jugendliche im Haus hat.
Unsere ältere Katzendame zieht an solchen Tagen aus.



Mittwoch, 10. Dezember 2014

von Ritualen, Häuschen und Glitter-Girlanden {DIY}


Unsere Adventsdekoration nimmt langsam Formen an.
Ich muss gestehen, ich gehöre leider nicht zu den Menschen,
die bereits am 1. Dezember alles fertig haben,
einschließlich mindestens fünfzehn Sorten verschiedener Plätzchen.

Ich bin auch leider keine Plätzchenkönigin.
Ich habe zwei, drei Standartsorten, die ich jedes Jahr backe,
und von denen ich weiß, dass sie sicher gelingen.
Erst vor ein paar Tagen versuchte ich ein neues Rezept,
dass in einem Fiasko und einem Hilferuf bei einer Freundin endete.
 Sie ist Plätzchenkönigin.
Aber das wird ein anderer Post.




Ich bin also nicht am 1. Dezember fertig.

Die Weihnachtszeit überrascht mich jedes Jahr wieder aus Neue.
Es kommt ja auch immer so plötzlich.
Eben waren es noch vier Wochen bis Dezember und
schwuppiwuppdi sind wir schon mittendrin.

Man kann sagen, dass Weihnachten bei uns mit jeder Kerze auf dem Adventskranz wächst.

Zuerst binden wir den Kranz,
dann backen wir Plätzchen und suchen nach der CD mit den Weihnachtsliedern
"die hab ich doch letztes Jahr ganz sicher in diesen Karton...".

Am liebsten mag ich meine Christmas With The Stars.
Wenn ich beim Plätzchenbacken nicht von Dean Martin mit "Let it snow!" begleitet werde,
fehlt einfach was.
Ich gebe zu, dass ich auch "Last Christmas" sehr gern höre.
Ja, ich weiß, dass manche von euch jetzt innerlich aufstöhnen,
"oh nein, nicht dieser olle Schinken", aber nein, ich mag es.
Wir haben uns in den letzten Jahren doch zunehmend aneinander gewöhnt.





Die alljährlichen Klassiker der Kinder sind  
Pumuckl und die Christbaumkugeln und
Weihnachten mit Biene Maja und ihren Freunden - auf Kassette.
Die ist noch von mir.
Ich habe dieses Jahr mit Erstaunen festgestellt,
dass ich mindestens die Hälfte der Lieder noch auswendig mitsingen kann.
Aber fragt mich mal, wo ich zuletzt meinen Autoschlüssel...


Natürlich wird zur Weihnachtszeit im Hause epipa auch gebastelt.
In diesem Jahr schmücken wir unsere Räume mit goldenen Girlanden.

Als ich vor ein paar Wochen bei einem Besuch im Gartencenter
zufällig über dieses herrliche goldene Glitterpapier stolperte,
musste ich es einfach mitnehmen.
Es passte so wunderbar zu meinem Geschenkpapier in gold metallic.




Für unsere Glitter-Girlande nahmen wir
zweierlei Geschenkpapier gold-metallic und gold-glitter
einen kreisrunden Motivstanzer, Durchmesser 5cm (wenn, dann richtig)
Nadel und Nähgarn

Und so gehts:

Zuerst beliebig viele Kreise aus dem Geschenkpapier ausstanzen 
oder mit der Schere ausschneiden.
Mit der Nadel und dem Nähgarn die Kreise in abwechselnder Reihenfolge zur Girlande auffädeln.
Unser Abstand beträgt ca. 2-3 cm.

Am schönsten wirken Dekorationen immer in ungerader Anzahl, d. h. 3, 5, 7 etc.
Wir haben die Menge etwas variiert und verschieden lange Ketten (5, 7, ...) genäht.




Die Girlanden untermalen herrlich meine neuen Holzhäuschen.
Vor einziger Zeit entdeckte ich sie zufällig hier und erwähnte meinem Mann gegenüber, 
wie süß ich diese Idee fand.




Vor ein paar Tagen überraschte er mich, 
als er spätabends in der Werkstatt diese Holzhäuschen für uns machte.

Oh, ich bin so verliebt!




Sie schenken unserer Wohnküche zusammen mit unseren Glittergirlanden 
 allabendlich eine so wunderschöne stimmungsvolle Atmosphäre.

Dazu ein Tässchen Glühwein - perfekt.




Alles Liebe 
eure epipa


Häuschen: mein Mann, inspiriert von hier
Wasserkessel: Flohmarkt-Schatz
Nähgarn: Flohmarkt
Setzkasten: Flohmarkt, weiß lackiert  
Tasse und Unterteller: Erbstücke
Untersetzer aus Holzperlen: aus meinem Buch
Glitterpapier: aus dem Gartencenter meines Vertrauens, alternativ für euch gefunden hier
Metallicpapier: aus dem Schreibwarenladen, alternativ für euch gefunden hier

Donnerstag, 4. Dezember 2014

easy peasy legwarmies - wenn Mama mal wieder querdenken muss


Unser Kleinster weiß, was er will.
Und was nicht.
Im Augenblick will er keine Hose.

Da ist guter Rat teuer.

Wolle ist es aber nicht, 
weshalb die findige Mama dem kleinen Sturkopf eine Alternative bietet
und für die Dauer eines Waschmaschinen-Durchgangs diese 
easy peasy superschnellen supereinfachen Stulpen strickt.

Die findet er chic.
"saut gul aus, Mama"
(sieht cool aus, Mama)

Tja - man tut, was man kann.






Für alle Mütter, die mit ähnlich modebewussten
Kleinkindern im Haushalt leben,
habe ich gleich mal aufgeschrieben, wie es geht.


Man nehme

Wollgarn - hier ein altes Knäuel ggh TARA, Farbe 012 apfelgrün
Nadelspiel Gr. 5-6 (ich stricke eher locker, bei mir also 5)


So wirds gemacht
Steck die Wäsche in die Waschmaschine,
leg dir eine schöne CD ein
koch dir einen Kaffee und stell dir einen Teller Kekse daneben.

Setz dich gemütlich auf dein Sofa und schlage 36 M an,
die du gleichmäßig auf das Nadelspiel verteilst.
Die Legwarmies werden im Bündchenmuster gestrickt, d. h. 2 re, 2 li.

In 15 cm Höhe kettest du locker ab und vernähst die Fäden.

Fertig

Die Waschmaschine auch.
Haben wir wieder was geschafft.



 

Und während dein kleiner Zwerg stolz mit seinen gulen Legwarmies durchs Haus hüpft,
kannst du die frische Wäsche und alle seine Hosen bügeln.






Wir hoffen, es hat Ihnen gefallen.
Bleiben Sie dran, wenn es demnächst wieder heißt:

epipa rettet die Welt
oder 
Wie man den Seelenfrieden 3jähriger Fashionvictims bewahrt.




free download - hier



Mittwoch, 26. November 2014

Wir binden einen Adventskranz {DIY}


Advent, Advent, ein Lichtlein brennt...

 Seit ein paar Jahren pflegen eine Freundin und ich ein
inzwischen sehr liebgewonnenes vorweihnachtliches Ritual.
Kurz vor dem ersten Advent nehmen wir uns einen Abend Zeit,
um gemeinsam unsere Adventskränze zu binden.
Bei einem Glas Rotwein, schöner Musik, unzähligen Kerzen,
noch mehr Weihnachtsdekoration treffen wir uns unter dem alten Gewölbe 
des ehemaligen Roßstalls (Pferdestall) ihres wunderschönen Bauernhofes.

Ich muss dazu sagen, dass Weihnachten bei meiner Freundin und ihrem Mann 
das ganze Jahr über ein Thema ist.
 Seit über 70 Jahren pflanzt der Familienbetrieb selbst Christbäume,
die liebevoll gehegt und gepflegt werden, 
bis sie zur Weihnachtszeit zusammen mit Schmuckzweigen für Dekorationen
und selbstgemachtem Weihnachtsschmuck direkt auf dem Hof verkauft werden.
Seit Jahren holen wir unsere Bäume dort.
 Das ist immer wieder ein Erlebnis.

Das Auto steht kaum, da springen die Kinder auch schon heraus
und verschwinden zwischen den vielen wunderschönen Christbäumen,
um sich ihren Lieblingsbaum zu suchen.
Wie wir unsere Bäume auswählen, erzählte ich schon einmal hier.
Während die Kinder zwischen den Fichten und Tannen verschwinden,
halten wir bei Glühwein und Plätzchen, die für die Gäste bereitstehen,
 einen kleinen Ratsch (Pläuschchen).
Solange, bis die Kinder aus irgendeiner Ecke einen entzückten Schrei ausstoßen,
und wir unbedingt! und jetzt sofort! kommen müssen,
weil DA unser Baum steht.
Der könnte ja weglaufen.

Wenn der letzte Schluck Glühwein getrunken ist,
jedes Kind seinen Keks bekommen hat und wir uns über den Baum geeinigt haben
- wir haben drei Kinder, das macht drei Meinungen -
fahren wir glücklich und 
bis oben hin voll mit Weihnachtsstimmung wieder nach Hause.

Doch soweit sind wir ja noch gar nicht.
Immer der Reihe nach.
Weihnachten beginnt für mich also jedes Jahr mit dem gemeinsamen Binden der Kränze.
Meine Freundin spendiert die Abschnitte der Schmuckzweige,
ich den Wein.


  
Der alte Roßstall ist bis unter das Gewölbe liebevoll dekoriert.
Im kleinen Kamin knistert ein Feuer, wir sind umgeben von unzähligen Kerzen, 
Weihnachtsschmuck, Erbstücken
 und der Stimme von Frank Sinatra.

Was gibt es Schöneres?
  
 In diesem Jahr habe ich zusätzlich zum benötigten Material
die Kamera mitgenommen.  
Heute zeigt uns nämlich der Profi wie es geht.




Du brauchst:

einen Strohkranz
grünen Basteldraht
Zweige.
Sie können von Fichte, Tanne oder immergrünen Sträuchern sein

Kerzenstecker und Kerzen
Dekoration nach Geschmack


und so gehts:




Zuerst den Draht einmal um den Rohling wickeln und das Ende für guten Halt fixieren.

Ein paar Zweige im Büschel von aussen nach innen auf den Strohkranz auflegen
und einmal mit dem Draht umwickeln. 
Darauf achten, den Draht zwischen die Tannennadeln einzuweben, 
um ihn etwas zu kaschieren. 




Wie eng du wickeln willst, entscheidest du ganz nach deinem Geschmack.

Ich mag meine Kränze gern etwas rustikaler und natürlicher,
weshalb ich immer ein paar Tannenspitzen aus der Reihe tanzen lasse.

Grundsätzlich gilt:
Je enger du wickelst, desto einheitlicher wird der Kranz.




Das nächste Büschel auf die Zweige auflegen,
 so dass sie etwas überlappen und wieder mit dem Draht fixieren.
So immer fortfahren, bis kurz vor den Beginn der Runde.




Für einen unsichtbaren Rundenbeginn die Enden des letzten Büschels 
unter die Spitzen der ganz zu Anfang gelegten Zweige stecken, so dass sie verdeckt sind.
Mit dem Draht umwickeln, den Kranz wenden und den Draht kappen.
Das Ende unter eine Schlinge fädeln und "verknoten".

Den Kranz wenden. 
Eventuelle dünne Stellen ggf. mit kleinen Zweigspitzen auffüllen.

In den fertigen Kranz die Kerzenstecker einsetzen 
und nach Geschmack dekorieren.

Das wars auch schon.
So einfach gehts.



 
Ich habe in den letzten beiden Tagen insgesamt sieben Kränze gebunden.
Sieben.
Normalerweise mache ich einen, manchmal auch zwei.
SIEBEN.

In diesem Jahr ist es einfach mit mir durchgegangen.




Ich band einen Kranz für uns zu Hause für die Kerzen, natürlich.

Dann noch einen für die Hühner an die Tür des Hühnerhauses,
einen für das Gartentor,
einen für den Geräteschuppen
und noch ein paar für überall herum.

Habe ich im letzten Jahr eher sparsam dekoriert,
hole ich es in diesem Jahr wieder auf.

Wenn man mal in Fahrt ist.




In diesem Jahr halte ich die Farben klassisch.

Kränze und Baum schmücken wir seit jeher eher schlicht und natürlich.
Ich liebe zwar die überbordenden Christbäume in den Einkaufspassagen,
die von weitem schon Jingle Bells vor sich hinzusummen scheinen,
doch für Zuhause mag ich es gern in Richtung Waldweihnacht.

Unseren Kranz zieren daher traditionell Kerzen, weiß oder rot,
eine rote Schleife und vielleicht ein, zwei Dekostecker,
wie ich ihn zum Beispiel hier gezeigt habe.




 Ach, es war wieder einmal ein schöner und sehr produktiver Abend.


Und jetzt freuen wir uns auf die Adventszeit.




In den nächsten Tagen werden wir unseren Adventskalender befüllen.

Ich freu mich schon.
 

Ganz liebe vorweihnachtliche Grüße
eure epipa
von hinter der Kamera.



Mittwoch, 19. November 2014

the beautiful colors of our eggs


Bereits im Juli erstanden wir zwei neue Hennen auf dem örtlichen Geflügelmarkt

Hatten wir unsere ersten Hennen noch ganz unbedarft und abenteuerlustig 
nach einer "bunten Mischung" (hier) ausgesucht,
so wählte ich dieses Mal bewusst zwei besondere Hennen.
Man wird schließlich Profi.





Diese beiden jungen Damen sollten die Farbpalette unserer Eier 
um schokobraun und hellgrün ergänzen.
 Wie blutjung die beiden tatsächlich waren, merkten wir daran, 
dass wir über den ganzen Sommer hinweg kein einziges Ei von ihnen bekamen.
Legereif bedeutet nicht automatisch, dass es sofort losgeht.
Haben wir wieder was gelernt.
 
Konnten wir es anfangs kaum erwarten, 
sahen täglich hoffnungsfroh in den Legenestern nach, 
ob sie nicht vielleicht doch schon...?
So wurden wir ein ums andere Mal enttäuscht.

Wie es aber immer so ist, wenn man gar nicht mehr damit rechnet, dann passierts.
Eines Tages war es tatsächlich soweit.
Da lag es also. 
Nicht im üblichen Lieblingslegenest, sondern in der sonst eher verschmähten oberen Etage.
Ein schokoladenbraunes Ei.





Ihr könnt euch denken, was wir für einen Zinnober darum machten.
Natürlich wurde es sogleich gekocht.
Natürlich auch in fünf gleichgroße Scheibchen geschnitten.
Natürlich hatten wir nie zuvor ein wohlschmeckenderes Ei gegessen.

Ab sofort war die Hoffnung wieder geweckt.
Wir saßen in den Startlöchern.
Wenn die Marans legt, dann müsste doch auch bald die Grünleger-Henne beginnen.





Mehrere Wochen lang passierte rein gar nichts.
Als tatsächlich einmal innerhalb von 20 Stunden drei schokobraune Eier im Nest lagen, 
gab ich die Hoffnung auf grüne Eier entgültig auf.
Unsere Grünleger war also eine Braunleger.

Macht nix, dann eben in der nächsten Saison.

Ich weiß, ich wiederhole mich, aber
wie es eben immer so ist, wenn man gar nicht mehr damit rechnet...





Eines Morgens ertönte ein Schrei aus dem Hühnerhaus, 
der mich veranlasste, sofort aus dem Haus zu stürzen, 
fast schon das Telefon in der Hand, 
bereit, sofort den Rettungsdienst zu alarmieren.

So schnell ihre Füße sie trugen, rannten meine Kinder auf mich zu, 
eine Hand mit einem Ei darin hocherhoben,
 mit Freude im Gesicht, fast wie Weihnachten.

Tatsächlich.

Ein grünes Ei.

Makellos, wunderschön und riesengroß.


Was wir damit machten?
Kochen, durch fünf teilen und einstimmig feststellen, noch nie ein wohlschmeckenderes Ei...





Sagt nochmal einer, mit Hühnern erlebt man nix.






 
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...