Dienstag, 23. Juni 2015

Spaziergang im Regen und unser liebster Regenmantel


Wer einen Hund hat, der muss raus. Bei jedem Wetter.

Das ist an und für sich auch gar kein Thema,
da man sich ja schließlich geistig im voll zurechnungsfähigem Zustand befand,
 als man die Entscheidung traf, einen Welpen ins Haus zu holen.
Aber es gibt ja immer etwas dazuzulernen.

Nach nunmehr bald drei Jahren mit Hund sind wir allerdings und tatsächlich
im Bereich Kleidung, Kategorie Outdoor äußerst gut sortiert.
Wer ein paar mal mit billigen Gummistiefeln querfeldein durch Wald- und Wiese gestapft ist,
nur um alsbald festzustellen, das diese wohl höchstens 
für die idyllische Abbildung in einer Gartenzeitschrift geeignet sind,
wird sehr schnell die Vorzüge guter, solider und strapazierfähiger Aigle-Stiefel schätzen lernen.
Und auch das beste Imprägnierspray ersetzt keine Regenjacke.



Gut ausgestattet trotzen wir daher getrost dem Wetter und machen das Beste daraus.  
Meine Kinder haben zwar nicht immer Lust, mich bei Regen zu begleiten, 
doch wenn sie mitgehen, dann gibts Regenpfützen-Hopping und Überflutungs-Racing.

 Wann, wenn nicht als Kind kann man sowas denn noch machen?




Natürlich ist es schön, wenn die Sonne scheint, die Vögel zwitschern 
und man trockenen Fußes durch den kühlen schattigen Wald stapft,
aber ich genieße es auch, dort bei Regen unterwegs zu sein.
Ich liebe den Geruch von Moos, Erde und Holz wie er nur an Regentagen in der Luft liegt.
Und wenn wir allein unterwegs und leise sind, sehen wir nicht selten Hasen oder Rehe.




Mein ganz besonderes Regentage-Lieblingsteil ist neben meinen Gummistiefeln
der süße kleine Apfel Regenmantel unseres Kleinsten, der seine eigene kleine Geschichte hat:

Ich fand ihn zufällig einmal in der Drogerie unseres Vertrauens und musste ihn einfach mitnehmen.
Das war vor etwas mehr als drei Jahren.
Unser Kleinster passt erst seit letztem Frühjahr hinein.
Manchmal muss man warten können.

Zusammen mit dem Farnkäppchen wichtelt er so zuckersüß durch Wald und Wiesen,
das uns das Herz aufgeht.
 Als ich ihn heute vom Kindergarten abholte,
hatte einer der beiden Ärmel leider einen Riss vom Handgelenk bis zur Schulter hinauf.
Etwas wehmütig besahen meine Tochter und ich den Schaden - er war nicht mehr zu reparieren.

Seufzend setzte ich mich an den PC und suchte nach einem schönen Regenmantel für kleine Jungs.
Nach längerer Suche, die lediglich langweilige eintönige Jacken zutage förderte,
gab ich halb verzweifelt, halb verwegen doch den Begriff Regenmantel Apfel ein.
Und tatsächlich! Es gibt ihn noch!
 Ich habe ihn gleich für die nächsten beiden Jahre passend bestellt
(für alle, die diesen Mantel ebenso süß finden wie wir: click hier).
Ach, ich freu mich schon auf den nächsten Spaziergang.






Donnerstag, 11. Juni 2015

Little Summer Sweater {in Progress}

Mein Manuskript für mein neues Buch ist in den letzten Tagen fertig geworden.
Jetzt beginnt die nächste Phase, die Arbeit am Layout.
Es ist immer wieder sehr aufregend und spannend zu erleben,
wie die vielen kleinen Puzzleteilchen zu einem großen Ganzen werden.
Doch bis dahin:

Zeit für Neues.




Für ihren neuen Lieblingspullover stöberte meine Tochter in meinen Wollregalen
nach ihren Lieblingsfarben.
Sie entschied sich für frisches Weiß und einen warmen Lavendelton.

Mit einem Maßband und einem Pullover in der gewünschten Größe als Anhaltspunkt 
setzte ich mich in unseren schönen Ohrensessel neben dem Sideboard 
und begann mit den Rechenarbeiten.

Da macht das dann auch Spaß - wenn ich aber an die Mathestunden damals in der Schulzeit denke...
Schön, das kariertes Papier so viele Möglichkeiten für graphische Muster bietet.
Meine Mathehefte waren stets nett verziert.




Meine Tochter wünschte sich den Ausschnitt geschlossen, also ohne Knopfleiste,
was sich sehr schön mit einem elastischen Rollbündchen lösen lässt.




Inzwischen sind schon ein paar Reihen dazu gekommen.

Ich stricke, wann immer es möglich ist:
Wenn ich auf dem Parkplatz warte, bis die Schul- oder Klavierstunde zuende ist,
tagsüber ein paar Reihen, wenn das Geschirr gespült oder die Waschmaschine eingeschaltet ist
und der Kleinste ganz versunken mit seinen Autos spielt,
auf der Terrasse, wenn die Sonne scheint 
und ich eine Tasse Schwarztee mit einem Schuss Milch zur Nachmittags-Halbzeit trinke 
und Abends bei einem Hörbuch-Krimi.




Doch bevor ich mich von A nach B plaudere, zurück zum Post.

Ich verbringe also jede freie Sekunde, Minute oder Abendstunde am Projekt Sommer Pullover
und kann es kaum erwarten, bis er endlich fertig vor mir liegt.
Gestrickt wird mit Nadelstärke 4,5 - es kann also noch ein bisschen dauern.

Ich brauche nur 
*Nnnnnnnnnnnnnnggggg*
etwas Geduld und ein paar mehr freie Minuten.
Wünscht mir Glück!

Ganz liebe Grüße
eure epipa



Wolle: Schurwollgarn vom Merinoschaf
Bild: eines meiner liebsten kids portraits vom Sommer, entstanden nach diesem Shooting
Strickutensilien-Beutel: ein superliebes wunderschönes Geschenk aus dem Bloggerversum.
Dann hoffe ich mal, das das Sprüchlein stimmt und wünsch euch alles Liebe.


Freitag, 22. Mai 2015

just a little sign of love

In unserer Straße wird gerade ein Haus abgerissen und wieder neu aufgebaut.

Das bedeutet einen Bagger und viele viele Lastwagen, 
die den Schutt abtransportieren.
Ich stelle dem Kleinsten einen Stuhl auf, so hat er direkten Blick auf das Geschehen.
Dazu ein paar Kekse in die Hand und glücklich ist er, 
wie ein kleiner Junge nur glücklich sein kann.

 Ich setze mich auf die Terasse und häkle an einem Projekt für das neue Buch.

Als schließlich der zehnte Lastwagen an unserem Haus vorbei gefahren ist, 
lässt die atemlose Faszination etwas nach (ausserdem sind inzwischen auch alle Kekse aufgegessen)
und unser Kleinster holt sich den Unimog.

Der Unimog ist schon mehr als zehn Jahre alt und gehörte einst dem großen Bruder.
Einer der Scheinwerfer fehlt,
die Achse ist schon mehrmals gebrochen und wieder geklebt worden
und - ganz bedauerlich - die Ladefläche, der Kipper, fehlt ebenfalls.

Doch trotz all dieser Mängel ist der Unimog immer noch da und wird bespielt.

Während ich also häkle, spielt unser Kleinster den Abriss nach, 
lädt mit dem Bagger Steine auf und transportiert sie ab.
Als zum wiederholten Male die Steine von der Ladefläche fallen, 
ist er frustriert und traurig.

Ich biete ihm einen anderen Laster, aber den mag er nicht.

Kleine Tränen glitzern in seinen Augen.
Er ist wütend und frustriert.

"Weißt du was?
Ich geb dir jetzt einen Keks, 
du schaust dem Bagger noch mal zu und ich überleg mir was.
Sollen wir es so machen?"

Ein kleines Köpfchen nickt und lässt sich überreden.

Der Papa ist in der Schule.
Darum helfe ich ihm nach meinen Möglichkeiten.




Just a little Granny Square.






Wie einfach man Kinder glücklich machen kann.
Und wie schön schön schön das ist.





Habt ein schönes Wochenende.