Mittwoch, 10. Februar 2016

best of rainy february days smoothie


Wenn ich aus dem Fenster sehe, zieht es mich heute gar nicht hinaus.
Es ist kalt, windig, nass und regnerisch.
Eigentlich Tee- und Keksewetter.
Heute zieht es mich aber statt zur Teeschublade zum Kühlschrank und der Obstschale.
Ich habe Lust auf Spinat und Orangen.
Beides zusammen auf einem Teller ist aber etwas gewöhnungsbedürftig, sogar für mich.
Doch zusammen flüssig im Glas... mmmh ein Genuss.
Ausserdem genau der Vitaminkick den ich gerade brauche.

Seit ich im letzten Sommerurlaub in der Lübecker Smoothie-Bar Apfelsinchen
(kennt die jemand, die am Marktplatz?) meinen ersten grünen Smoothie getrunken habe, bin ich ein Fan.
Sowohl von Apfelsinchen, als auch von grünen Smoothies.
Jede Lübeck-Shopping-Tour beinhaltet seither einen Smoothie.

Wieder daheim kaufte ich Spinat, Feldsalat, Rucola, Äpfel, Orangen, Ingwer, 
einfach alles was ich gerne mag und irgendwie im Mixer püriert werden kann 
und begann auf eigene Faust mit meinem Uralt-Mixer zu experimentieren.
Mein Ältester teilt die Experimentierfreude 
und gemeinsam haben wir nach einigem trial and error, viel Gelächter, Grimassen und
 "uuuaa, nicht lange auf der Zunge lassen, einfach schnell runter damit"
DEN grünen Smoothie für uns gefunden.

Say hello to our best of rainy february days smoothie ever!




Du brauchst für ca. 4 Gläser á 125 ml:

4 Saftorangen (wir nehmen die von Valensina)
1 mittelgroßen Apfel
2 große Handvoll frischen Blattspinat
1/2 l kaltes Wasser

Wasser und Spinat in den Mixer geben und ca. 1 min. bei höchster Stufe mixen lassen. 
Orangen von der Schale befreien und mit den Äpfeln in ca. fingerbreite Spalten schneiden. 
Nach und nach dem Spinat-Wasser-Gemisch zugeben und noch einmal eine halte bis 1 min. mixen lassen.

Je nach Saftigkeit der Orangen kann der Smoothie dick- oder dünnflüssiger sein. Wir mögen ihn sowohl als auch. Ist er zu dickflüssig, einfach nach Geschmack etwas Wasser zugeben. Ist er zu dünn, kann ein weiterer Apfel oder Orange hinzugegeben werden.

Das wars auch schon.




Generell gilt, je mehr Fruchtanteil dem Smoothie im Verhältnis zum Spinat beigemischt wird, 
umso süßer, d. h. Kinder- und Ehemannfreundlicher wird der Smoothie. 
Ich mag gern auch die etwas herbere Spinatnote 
und lasse darum auch mal eine Orange weg.  




Light up your cold and grey february days.

Ich wünsch euch was,
alles Liebe
eure 
Sascia von epipa




Freitag, 5. Februar 2016

walk the dog, ein Sack Hühnerfutter & hello instagram

Heute ist kein schöner Tag.
Draußen kann sich der Regen nicht entscheiden, 
ob er Schnee werden will oder doch lieber flüssig bleiben möchte.
Ich kann mich nicht entscheiden, 
ob ich beim frühmorgendlichen walk the dog lieber Gummistiefel oder Winterstiefel tragen soll.
Für letzeres ließ sich dann eine Lösung finden und so stapfte ich dem Hund 
durch herrlichstes April-Matschwetter hinterher.
Kann bitte jemand dem Winter sagen, 
dass wir Februar haben und es hier normalerweise um diese Jahreszeit weiß sein sollte?

Mann, mann, mann.

Das Schöne an den Spaziergängen mit Hund ist die Stille. 
Da sich gerade bei Schmuddelwetter der Enthusiasmus aller im Haushalt lebenden Personen
 in sehr engen Grenzen bewegt, bin ich meistens allein.
Aber auch wenn wir gemeinsam gehen, beginnen wir irgendwann einfach die Stille zu genießen,
die im Wald und auf Feldwegen herrscht.

Wie ich heute also mit aufgestelltem Kragen, Schal, Mütze 
und tief in meinen Manteltaschen vergrabenen Händen
meinem fröhlich-geschäftigen Hund durch waagerecht fallenden Schneeregen hinterher stapfe,
habe ich Zeit, die Gedanken schweifen zu lassen, den Tag zu planen
 und mir über neue Projekte Gedanken zu machen, sofern die Muse beschlossen hat, 
den Hund und mich zu begleiten.




Nach einer halben Stunde Regen im Gesicht,
in allen möglichen Aggregatzuständen einschließlich deren Übergangsformen,
packe ich meinen patschnassen, aber höchst zufriedenen Hund ins Auto,
fahre schnell noch beim Landhandel auf einen Sack Hühnerfutter vorbei
und werde in ein Gespräch über DAS WETTER verwickelt,
während der Lagerist mir den Sack bringt und ins Auto wuchtet.
Dass der Winter ja gar keiner mehr ist,
viel zu warm und zu nass und das nach DEM Sommer, der ja auch schon so heiß war, 
"das´d da firchst" (dass du dich fürchtest - bayr. Redewendung für "also wirklich"),
wo ich denn herkomme und ob das mein Auto dort neben dem Feldweg war.
"Ach mit dem Hund?
Wo? Bis dahintre ins Hoiz nei? (bis dahinten in den Wald hinein?) 
Sauber, bei dem Sauweda
(Hut ab, bei dem Mistwetter).
Und, wo hast denn den Hund?
Ach im Kofferraum!
Aha.
Und... wer bist jetzt du glei wieder?
Ach vom xy d´Schwiegadochta? (ach vom xy die Schwiegertochter)
Ja dann bist du ja aus yz?
Ach, ned? (Ach, sowas, nein?)
Ach vo doooo. Dann bist ja vom abc d´Frau?
Ah do schau her.
Na dann, 
habed´ere. (habe die Ehre = auf Wiedersehen)"

So erfährt man auf dem Land Näheres über die Menschen mit denen man es zu tun hat.
Ist ja auch wichtig.
Könnte schließlich wer-weiß-wer da neben dem Feldweg parken und anschließend Hühnerfutter kaufen.

Der Axtmörder vielleicht.
Und dann weiß man, aha, das an dem Freitag im Regen,
das war der Axtmörder.
Ja der war bei mir.
Wenn ichs dir doch sag.
G'red hamma no übers Wetter.

Ich liebe das Leben auf dem Land.
Da geht keiner verloren.

In mich hineinschmunzelnd,
weil so liebenswert, zahle ich und fahre nach Hause.





Frisch und munter (kaltes Wasser im Gesicht erfrischt bekanntlich ungemein)
setze ich mich daheim wieder an die Arbeit.

Der Hund ist müde und zufrieden,
Katze zum Kuscheln ist auch da, was will man mehr.


Ich wünsche euch ein schönes Wochenende

Alles Liebe!

Ach ja,
epipa gibts jetzt auf Instagram.
Der Fortschritt kommt auch bei mir mal an, man soll es nicht für möglich halten.

Drei Outtakes vom letzten Shooting habe ich euch schon mal online gestellt.
Als der Winter noch wusste, wie er sich zu benehmen hat.





Montag, 1. Februar 2016

{epipa ready to go} oder "wenn du heimkommst, nimmste dir ´n Tablet mit"


Willkommen im Februar.

Danke erstmal für die netten Reaktionen auf das Interview in Häkeln for you.
Alle, die es inzwischen geschafft haben, es zu lesen, wissen nun, 
wie es um epipas geplante nähere Zukunft bestellt ist.

Für die Geschichte des heutigen Posts muss ich etwas ausholen,
macht euch am besten erst mal einen Tee, Kaffee oder was ihr sonst so mögt.
Ich warte solange.

Fertig?
Na dann los.

Jepp.
Der Grund, warum auf dem Blog schon wieder nix los ist
und die Posts so spärlich fallen,
wie lokal die Schneeflocken,
liegt wieder einmal daran, dass ich an einem neuen Buch arbeite.
Das wird langsam zur Routine und ich freue mich sehr darüber.
Damit die Routine aber nicht bei Buch No. 3 langweilig wird, 
so á la "Yo, ich geh dann mal wieder mein Buch schreiben",
hat mir das Schicksal einige Überraschungen bereitet, die den Run zum Abgabetermin spannend machen.

Ich hatte mir ja für dieses Buch das Ganze tatsächlich so ausgerechnet, 
dass ich als inzwischen "alter Hase" entspannt bei Tee und Keksen am Vormittag arbeite,
so quasi als Halbtags-Designer-Autor und am Nachmittag ebendiese Kekse und Kuchen backend 
mit meinen Kindern gemeinsam das schöne Leben genieße.
Haushalt, Hausaufgaben, Heim, Herd und Büro.
So tralala eben.

Mitnichten.





Zum einen glänzt der diesjährige Stundenplan der Kinder, 
die nun endlich nach erfolgreichem Übertritt wieder ein- und dieselbe Schule besuchen,
(wovon ich mir durchaus ein gewisses Maß
 an synchron nach Hause kommenden Sprösslingen versprochen hatte)
durch einen derart erfrischenden Abwechslungsreichtum, 
dass ich bis auf einen einzigen Tag in der Woche jeden Tag im Auto sitze 
und täglich ein anderes Kind vom Nachmittagsunterricht abhole.

Das Leben auf dem Land hat wirklich viele viele Vorzüge, das will ich nicht bestreiten.
Einer der Nachteile aber ist, dass man manchmal einfach am AdW wohnt und Busverbindungen 
an einer Hand abgezählt werden können.
Nun, es gibt Schlimmeres, wir wollen uns nicht beschweren.

Ein weiterer Spaß des Schicksals ist, dass geplante Unternehmungen, epipa betreffend,
im letzten Jahr nicht so zufriedenstellend verliefen, wie ursprünglich veranschlagt,
was den Zeitplan ordentlich durcheinander gewirbelt hat.
Statt auf ein halbes Jahr geordnet und in Folge
konzentriert sich jetzt die gesamte Arbeit in Summe auf ein Vierteljahr.
Die Arbeit Ende 2015 war leider zeitraubend, unerquicklich und weitestgehend für die Katz,
was Wiederholung bedeutet.
Aber auch hier wollen wir uns nicht beschweren, 
der Erfahrungswert ist schließlich unbezahlbar.

 Und für den Fall, dass es bis zur deadline noch immer nicht spannend genug wäre,
 haben wir uns Ende 2015/Anfang 2016 noch ein wunderbar ausdauerndes Grippevirus eingefangen, 
was auch für mehrere Tage absoluter Bettruhe gesorgt hat.
Aller Familienmitglieder.
Der Reihe nach.

Dazu kommen dann natürlich noch die beruflichen Pläne meines Mannes,
mein ehrenamtliches Engagement,
die diversen Freizeit- und Bildungsgeschichten der Kinder
und was sonst noch so läuft.
Man will seine Zeit schließlich sinnvoll füllen. ;o)

Also nix mit Halbtages-Designer-Autor.

Wäre mir wahrscheinlich ohnehin irgendwann zu langweilig geworden.
Und ich hätte mir vermutlich noch etwas gesucht, 
bei dem ich mich sinnvoll einbringen oder mit dem ich mich beschäftigen kann. 
Vielleicht eine Stiftung zur Rettung des Regenwurms oder so.

Jahaa, auch der gemeine Regenwurm verdient Beachtung.

Doch zurück zum Post, jetzt sind wir schon ordentlich off topic.




In Anbetracht meiner ausgefüllten Zeit und der stetig näherrückenden deadline meines dritten Buches
brachte mich vergangene Woche ein unaufschiebbarer Arzttermin kurzzeitig zum Seufzen.

Arzttermine haben es manchmal leider so an sich,
 dass man eine Viertelstunde vor der vereinbarten Zeit an der Anmeldung eincheckt
und dann im "WARTE"zimmer Platz nimmt.
Nach einer Dreiviertelstunde lehnt sich dann die Dame neben mir herüber und fragt:
"Auf wann san denn Sie gebucht?"
(Wann haben Sie denn Ihren Termin?)
Ich: "um neun".
Sie: "is ja nett, i a."
(Ist ja nett, ich auch.)
Ja, sowas kann vorkommen.
Hätte ja sein können, dass einer von uns beiden unvorhergesehen absagt, nicht wahr?
Und was machen wir dann mit dem leeren neun-Uhr-Termin?
Eine weitere Viertelstunde später (60 Min. nach vereinbarter Zeit -
vermutlich war an diesem Tag jeder Patient zum Termin an Ort und Stelle)
wurde ich dann ins Behandlungszimmer gerufen, 
was ja mitnichten zwingend den sofortigen Beginn der Konsultation bedeuten muss.

Ich hatte ein Buch dabei.

Nach diesem Arztbesuch schaffte ich es dann locker,
meinen Sohn nahtlos und pünkltich zur Mittagszeit vom Kindergarten abzuholen. 
So kriegt man seine Vormittage auch rum. 




In Vorahnung eines weiteren solchen Vormittags vs. Arbeitstag entschlüpfte mir ebendieser Seufzer,
durch den mein heutiger Post nun seine Geschichte findet.
 Mein Mann sah mich verständnisvoll und mitfühlend an und meinte, es wäre doch praktisch, 
wenn ich mir für diese erzwungenen Ruhephasen meine Arbeit mitnehmen könnte.
Das mache ich auch üblicherweise.

Mein Strickzeug zaubere ich überall da heraus, wo ich gerade warten muss.
Aber an diesem Tag hatte ich etwas Komplizierteres auf der Nadel 
und das muss man nun wirklich nicht im Wartezimmer 
vor allen Leuten mit trial und error und tausend losen Fäden...
 Auch dafür hatte mein Mann die Lösung:
"Weißt was, wenn du heimkommst, nimmst du dir ein Tablet mit."
Ich verschluckte mich fast an meinem Kaffee:
"Ja klar. Soll ich dir auch was mitbringen? 
Waschmaschine, Laptop, WLan-Kabel?" 

Aber er meinte es ebenso ernst, wie er es trocken gesagt hatte 
"dann kannst du wenigstens schon mal Bilder sichten oder was schreiben oder so".
Gutes Argument.
Tja, und so kam es, dass ich also nach meinem Termin zum Elektrofachhandel unseres Vertrauens fuhr
und mir so ein "mobile Endgeräte-Dingens" aussuchte.
Ich tippte hier herum und da,
verglich die Auflösung dieses Gerätes mit der des Gerätes xy 
im direkt proportionalen Zusammenhang mit der Bildschirmdiagonale,
sprang zwischen den Gängen hin und her
und ließ mir meine Wahl dann noch vom freundlichen Fachpersonal bestätigen
"in der Kategorie vergleichbar nur noch mit dem iPad",
das ich schlussendlich zur Beratung bat, als ich mich auf zwei Geräte eingeschossen hatte.
Auf Umdenken in die Apple-Struktur hatte ich weder Zeit noch Lust, 
so wurde es also das Samsung und ich bin richtig happy damit.

Ja und seitdem ist epipa also ready to go.

In Wort und Bild und Masche.






Für alle, die es interessiert, die auch ihre Wartezeit ab sofort sinnvoll nutzen möchten
oder die einfach nur entspannt auf dem Sessel lümmelnd surfen wollen und 
ebenso wie ich, das bisher noch ganz old school am Tisch im Sitzen mit Kabel gemacht haben,
bis die Wirbelsäule knackst:

HIER habe ich euch den Link zum mobile Endgeräte-Dingens herausgesucht,
das "in der Kategorie vergleichbar nur noch mit dem iPad" ist, was offensichtlich was heißen soll,
das es in meinen Arbeitsalltag geschafft hat
und sich seither schon einige Male ganz hervorragend bewährt hat.
Ich vereinbare nur noch Vormittagstermine.
Und HIER die Tasche dazu, damit es beim Allgemeinarzt, Kieferorthopäden, Tierarzt,
vor der Schule, im Auto und woauchimmer nicht zu sehr nach Tablet
sondern chic nach größerer Clutch aussieht.
Für Geld, Versichertenkarten etc.gibt es auch jede Menge Fächer,
was will das Halbtags-Designer-Autorenherz mehr?

Vielleicht  noch eine schöne Kleinkinder-App.
Für das Wartezimmer beim Kinderarzt.
Irgendwelche Empfehlungen?

Soweit also heute von mir,
schalten Sie ein, wenn es wieder heißt
"wenn du heimkommst, nimmste dir ´n Pferd/Auto/Bügeleisen/Schafherde/Wasauchimmer mit".



Liebe Grüße
eure Sascia von epipa


 Die Bilder im Tablet sind übrigens ein kleiner sneak peek aufs Buch.