Donnerstag, 25. Februar 2016

The Taste Of Time


Im Moment habe ich nicht nicht ganz so viel zu erzählen.
 a) ist es wetterbedingt ja nun wirklich immer dasselbe: Regen, Schneeregen, Frühlingstag
und b) hänge ich tagtäglich an meinen Stricknadeln für mein neues Buch.

Gesellschaft leisten mir in diesen Tagen Hund und Katzen,
die dem Regen und Schneeregen-Matsch-Batz nicht so recht etwas abgewinnen können.
Die Tage sind soweit entspannt, immer mit Blick auf den Wetterbericht 
und zeitlich strukturiert durch Mama-Taxi-Schulbus-Fahrten (also ich) 
und Tee- und Kaffeepausen.





Bisher brühten wir unseren Kaffee ja immer richtig schön old school
selbst gemahlen und von Hand in Filtertüten und Melittafiltern auf,was wir auch beibehalten.
Aber für den schnellen Schuss zwischendurch oder wenn mal Besuch kommt,
genießen wir nun neuerdings auch den gelegentlichen Druck aufs Knöpfchen.

Eigentlich war ich bisher ja immer gegen eine Kaffeemaschine,
aber seit wir beim letzten Besuch mit dem Mahlen der Bohnen nicht mehr hinterher kamen
und das Aufbrühen für mehrere Personen ewig dauerte,
beschloss mein Mann kurzerhand
"iaz kaf ma uns a so a drumm, wia olle des ham, de warterei ko ma ja koam zumuten"
(jetzt kaufen wir uns auch so eine Pad-Maschine, wie alle sie haben, 
die Wartezeit kann man ja niemandem zumuten)
Ausserdem ist das herumgepritschel mit Wasserkocher und Filter nix fürs Büro.

Das ist ja mal ein Argument.
Darum: gesagt, getan.

Im örtlichen MultiMedia-Store verbrachten mein Mann und ich
dann auch eine schöne Dreiviertelstunde allein vor der schier unglaublichen Auswahl
an Möglichkeiten.

Was sich so alles auf dem Kaffeemaschinenmarkt tut,
wenn man sich mal ein paar Jahre überhaupt nicht dafür interessiert.

Hui.

Ich wollte schon fast wieder gehen.

Besuch kann man ja planen.
Kauf ma uns halt eine Thermoskanne und fangen eine halbe Stunde vorm Besuch an.
Es gibt für alles eine Lösung.

Letztendlich ging der Zuschlag dann an die Optik.
Die Tassimo vivy ist süß und klein und passt hervorragend
ins Farb- und Designkonzept unseres Büros.
Und wenns mal schnell gehen muss, spart uns unser kleiner Bürobuddy die Zeit des Mahlens.

The Taste Of Time.




Leider gab es keine Geschmacksproben-Packung,
weshalb wir uns einmal quer durchs halbe Sortiment probierten. 

Nach einigem Trial und Error und  
"ach du sch***, is des bicksiaß, da bappts oam ja die zähn zam"
(ach du liebe Zeit, ist das verzuckert, da kleben ja die Zähne zusammen)
konnten wir uns auf folgende Sorten festlegen:
 

  1. Caffè Crema classico XL - gewohnt herb-bitterer Jacobs-Kaffee Geschmack,
    was Handfestes eben - mein Mann
  2. Milka - typischer heiße-Schokoladen-Genuss, wie man ihn aus dem Café kennt - die Kinder
  3. Café au Lait Classico - für die schöne kleine Tasse zwischendurch - ich

Nicht so gut fanden wir die flavoured-Sorten,
da hier der Geschmack teilweise stark überzeichnet und künstlich wirkt.
Aber das ist natürlich Geschmackssache.

Alles in allem ersetzt das Maschinchen zwar nicht den unvergleichlichen Geschmack
echter frisch gemahlener Bohnen, auf den ich auch weiterhin nicht verzichten werde,
doch für den schnellen Schuss hat sie durchaus Vorteile.




Heute gönnte ich mir ein Tässchen heiße Schokolade aus der Lieblingstasse meines Ältesten,
die ich ihm im vergangenen Jahr von einem London-Wochenende mitgebracht habe
und arbeitete weiter an einem schönen dicken, warmen
und in schöner Zopfmuster-Technik gearbeiteten Strickstück,
das ich am kommenden Wochenende zusammen mit den passenden Accessoires shooten möchte.
Der Winter ist dieses Jahr für mich eine sehr spannende Sache. 



 
Meine Instagram-Follower wissen es:
Ich hatte schon für das vergangene Wochenende ein Shooting geplant,
doch das hat es mir ordentlich verregnet.
Noch am Mittwoch telefonierte ich mit den Besitzern der Statisten
und erhielt auf Nachfrage die Information
"oiso wenn i ausm Fenster schaug, dann liegt da locker a hoiber meta Schnee"
(also, wenn ich so aus dem Fenster sehe, liegen da gut und gern ein halber Meter Schnee)
am Sonntag kam dann die niederschmetternde Nachricht
"hier schüttets wie aus Eimern".
Nun, wer wird denn verzweifeln?

Wir verschoben das Ganze also auf eine Woche später in der Hoffnung,
dass dann wieder alles so ist, wie es sein soll.

Sonst miete ich mir eine Schneekanone.
Irgendeinen Verrückten find ich schon, der mir da mit macht.
Oder hole mir eine Siloplane. Weiß.
Da stell ich dann das Kind drauf mit den Worten
"und jetzt tu mal so, als wenn dir richtig knackig kalt wäre".

Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

Schalten Sie also ein, wenn es wieder heißt
"Ja ist denn heut scho Frühling?!"


Alles Liebe, grüßt den Schneeregen da draußen,

eure Sascia von epipa


Mittwoch, 10. Februar 2016

best of rainy february days smoothie


Wenn ich aus dem Fenster sehe, zieht es mich heute gar nicht hinaus.
Es ist kalt, windig, nass und regnerisch.
Eigentlich Tee- und Keksewetter.
Heute zieht es mich aber statt zur Teeschublade zum Kühlschrank und der Obstschale.
Ich habe Lust auf Spinat und Orangen.
Beides zusammen auf einem Teller ist aber etwas gewöhnungsbedürftig, sogar für mich.
Doch zusammen flüssig im Glas... mmmh ein Genuss.
Ausserdem genau der Vitaminkick den ich gerade brauche.

Seit ich im letzten Sommerurlaub in der Lübecker Smoothie-Bar Apfelsinchen
(kennt die jemand, die am Marktplatz?) meinen ersten grünen Smoothie getrunken habe, bin ich ein Fan.
Sowohl von Apfelsinchen, als auch von grünen Smoothies.
Jede Lübeck-Shopping-Tour beinhaltet seither einen Smoothie.

Wieder daheim kaufte ich Spinat, Feldsalat, Rucola, Äpfel, Orangen, Ingwer, 
einfach alles was ich gerne mag und irgendwie im Mixer püriert werden kann 
und begann auf eigene Faust mit meinem Uralt-Mixer zu experimentieren.
Mein Ältester teilt die Experimentierfreude 
und gemeinsam haben wir nach einigem trial and error, viel Gelächter, Grimassen und
 "uuuaa, nicht lange auf der Zunge lassen, einfach schnell runter damit"
DEN grünen Smoothie für uns gefunden.

Say hello to our best of rainy february days smoothie ever!




Du brauchst für ca. 4 Gläser á 125 ml:

4 Saftorangen (wir nehmen die von Valensina)
1 mittelgroßen Apfel
2 große Handvoll frischen Blattspinat
1/2 l kaltes Wasser

Wasser und Spinat in den Mixer geben und ca. 1 min. bei höchster Stufe mixen lassen. 
Orangen von der Schale befreien und mit den Äpfeln in ca. fingerbreite Spalten schneiden. 
Nach und nach dem Spinat-Wasser-Gemisch zugeben und noch einmal eine halte bis 1 min. mixen lassen.

Je nach Saftigkeit der Orangen kann der Smoothie dick- oder dünnflüssiger sein. Wir mögen ihn sowohl als auch. Ist er zu dickflüssig, einfach nach Geschmack etwas Wasser zugeben. Ist er zu dünn, kann ein weiterer Apfel oder Orange hinzugegeben werden.

Das wars auch schon.




Generell gilt, je mehr Fruchtanteil dem Smoothie im Verhältnis zum Spinat beigemischt wird, 
umso süßer, d. h. Kinder- und Ehemannfreundlicher wird der Smoothie. 
Ich mag gern auch die etwas herbere Spinatnote 
und lasse darum auch mal eine Orange weg.  




Light up your cold and grey february days.

Ich wünsch euch was,
alles Liebe
eure 
Sascia von epipa




Freitag, 5. Februar 2016

walk the dog, ein Sack Hühnerfutter & hello instagram

Heute ist kein schöner Tag.
Draußen kann sich der Regen nicht entscheiden, 
ob er Schnee werden will oder doch lieber flüssig bleiben möchte.
Ich kann mich nicht entscheiden, 
ob ich beim frühmorgendlichen walk the dog lieber Gummistiefel oder Winterstiefel tragen soll.
Für letzeres ließ sich dann eine Lösung finden und so stapfte ich dem Hund 
durch herrlichstes April-Matschwetter hinterher.
Kann bitte jemand dem Winter sagen, 
dass wir Februar haben und es hier normalerweise um diese Jahreszeit weiß sein sollte?

Mann, mann, mann.

Das Schöne an den Spaziergängen mit Hund ist die Stille. 
Da sich gerade bei Schmuddelwetter der Enthusiasmus aller im Haushalt lebenden Personen
 in sehr engen Grenzen bewegt, bin ich meistens allein.
Aber auch wenn wir gemeinsam gehen, beginnen wir irgendwann einfach die Stille zu genießen,
die im Wald und auf Feldwegen herrscht.

Wie ich heute also mit aufgestelltem Kragen, Schal, Mütze 
und tief in meinen Manteltaschen vergrabenen Händen
meinem fröhlich-geschäftigen Hund durch waagerecht fallenden Schneeregen hinterher stapfe,
habe ich Zeit, die Gedanken schweifen zu lassen, den Tag zu planen
 und mir über neue Projekte Gedanken zu machen, sofern die Muse beschlossen hat, 
den Hund und mich zu begleiten.




Nach einer halben Stunde Regen im Gesicht,
in allen möglichen Aggregatzuständen einschließlich deren Übergangsformen,
packe ich meinen patschnassen, aber höchst zufriedenen Hund ins Auto,
fahre schnell noch beim Landhandel auf einen Sack Hühnerfutter vorbei
und werde in ein Gespräch über DAS WETTER verwickelt,
während der Lagerist mir den Sack bringt und ins Auto wuchtet.
Dass der Winter ja gar keiner mehr ist,
viel zu warm und zu nass und das nach DEM Sommer, der ja auch schon so heiß war, 
"das´d da firchst" (dass du dich fürchtest - bayr. Redewendung für "also wirklich"),
wo ich denn herkomme und ob das mein Auto dort neben dem Feldweg war.
"Ach mit dem Hund?
Wo? Bis dahintre ins Hoiz nei? (bis dahinten in den Wald hinein?) 
Sauber, bei dem Sauweda
(Hut ab, bei dem Mistwetter).
Und, wo hast denn den Hund?
Ach im Kofferraum!
Aha.
Und... wer bist jetzt du glei wieder?
Ach vom xy d´Schwiegadochta? (ach vom xy die Schwiegertochter)
Ja dann bist du ja aus yz?
Ach, ned? (Ach, sowas, nein?)
Ach vo doooo. Dann bist ja vom abc d´Frau?
Ah do schau her.
Na dann, 
habed´ere. (habe die Ehre = auf Wiedersehen)"

So erfährt man auf dem Land Näheres über die Menschen mit denen man es zu tun hat.
Ist ja auch wichtig.
Könnte schließlich wer-weiß-wer da neben dem Feldweg parken und anschließend Hühnerfutter kaufen.

Der Axtmörder vielleicht.
Und dann weiß man, aha, das an dem Freitag im Regen,
das war der Axtmörder.
Ja der war bei mir.
Wenn ichs dir doch sag.
G'red hamma no übers Wetter.

Ich liebe das Leben auf dem Land.
Da geht keiner verloren.

In mich hineinschmunzelnd,
weil so liebenswert, zahle ich und fahre nach Hause.





Frisch und munter (kaltes Wasser im Gesicht erfrischt bekanntlich ungemein)
setze ich mich daheim wieder an die Arbeit.

Der Hund ist müde und zufrieden,
Katze zum Kuscheln ist auch da, was will man mehr.


Ich wünsche euch ein schönes Wochenende

Alles Liebe!

Ach ja,
epipa gibts jetzt auf Instagram.
Der Fortschritt kommt auch bei mir mal an, man soll es nicht für möglich halten.

Drei Outtakes vom letzten Shooting habe ich euch schon mal online gestellt.
Als der Winter noch wusste, wie er sich zu benehmen hat.