Samstag, 20. September 2014

O´zapft is! - Wiesn-Guide und Oktoberfest für Zuhause - Teil I


Heid werds boarisch.
Heute wird es bayrisch.

Unser Häuschen steht im tiefsten Oberbayern, mit Blick auf die Berge.
Im Dorf blüht das bayrische Brauchtum mit Trachtenverein, 
Blasmusi, Stubnmusi, Goaßlschnalzern und vielem mehr.
Es gibt jährlich ein Bierzelt mit kleinem Volksfest, Kinderkarussel und Schiffschaukel
und auch der Maibaum wird feierlich alle paar Jahre aufgestellt.
Zu solchen und anderen festlichen Anlässen wird bei uns sehr gerne Tracht getragen.
Natürlich hängen deshalb auch in unserem Kleiderschrank
Dirndl, Lederhosen, Pfoard-Hemden und diverse Janker.
Diese sind zum Teil von mir oder noch von der Oma handgestrickt.

Ein Pfortl (Pfoard-Hemd) ist ein meist weißes Leinen- oder Baumwollhemd 
zum hinein schlüpfen, mit Biesen und Stehkragen und einem Riegel, 
der mit den Initialen des Träges bestickt werden kann.
Das Sticken übernimmt die Oma, die Mutter, die Ehefrau, die Freundin und manchmal die Maschine.
Aber ganz ehrlich, am Schönsten ist es immer noch von Hand.
Das Hemd meines Mannes bestickte ich bereits vor Jahren.

In diesem Jahr bekam er ein neues Hemd.
Diesmal bestickte ich es ihm für ein Kapitel des Oktoberfest-Guides




Alles, was man vor und nach und rund um das Oktoberfest wissen muss,
steht in diesem Buch.
 Was gehört ins Wiesn-Tascherl, wie häkelt man es selbst,
welche Flechtfrisur trägt die Dame und welche Kopfbedeckung der Herr,
auf welche Seite bindet SIE die Schleife der Schürze, damit ER Bescheid weiß,
wie erkennt man seinen Maßkrug wieder,
wohin geht man mit Kindern, wo gibts was für kleines Geld und vieles mehr.
Haarschmuck, Make-Up, Strick- und Häkelanleitungen fürs Gewand und viele kleine Accessoires - 
alles wird mit viel Charme und Liebe zum Oktoberfest erklärt.
Wer jetzt noch keine Ahnung von der Wiesn hat, 
ist nach der Lektüre in der Theorie gut gerüstet.

Für die Praxis habe ich in dem Kapitel "Gschickt bstickt" (=geschickt bestickt) 
meinen Teil dazu beigetragen, 
den Herrn in Lederhose schöner zu machen.

Darum schnell losgestickt - und hinein ins Getümmel.




Wer -aus welchen Gründen auch immer- nicht zur Wiesn kommen kann,
der muss nicht verzweifeln.
"Ich hab da schon was vorbereitet."
 
Für den ersten Teil unseres kulinarischen Oktoberfestes habe ich meinen Mann gebeten, 
mir eine Brotzeit herzurichten. 

Er ist bekannt für seine großen und kleinen Brotzeit-Platten.
Egal, wieviel oder wenig im Haus ist,
irgendetwas findet er immer, um für uns oder Gäste eine Brotzeit daraus zu zaubern.
Gern auch noch spätabends, wenn wir länger beisammen sitzen.





Eine kleine bayrische Brotzeit, 
bei der man nichts falsch machen kann, bereitest du wie folgt.


Du nimmst:

Brezn, Semmeln oder Brot (= Bezeln, Brötchen...)
Emmentaler am Stück
Käse in Scheiben, z. B. Bergkäse, gewürzten Butterkäse
Greicherts (= geräucherten Schinken) in Scheiben oder am Stück
Salz, Pfeffer, Paprika
Schnittlauch





Den Emmentaler würfeln und mit Salz, Pfeffer und etwas Paprika bestreuen.
Den geschnittenen Schinken hübsch anrichten.
Ist er im Stück, feine Scheiben herausschneiden oder würfeln.
Den Käse mit Schnittlauchröllchen bestreuen und die Breze dazu reichen.
Man kann auch in Scheiben geschnittene Semmeln oder Brot
mit Butter anrichten.

Dazu gehört ein Weißbier.




Für eine schöne Schaumkrone ist es wichtig, es richtig einzuschenken:

Dazu das Glas leicht schräg halten und das Bier langsam, nicht zu schnell, einschenken.
Einen kleinen Rest in der Flasche zurückbehalten,
die Flasche schwenken, um die Hefe vom Boden zu lösen und ins Glas gießen.




Diese kleine Brotzeit reicht eigentlich schon aus.

Wenn du es opulenter magst, kannst du zusätzlich Essiggurken, gekochte Eier, Radi (=Rettich),
Radieschen und Obazda (=eine Käsespezialität) reichen.




  So, dann wünsch i eich an Guaden.
Zum Woi!
Ich wünsche euch einen guten Appetit.
Zum Wohl!


Liebe Grüße
eure epipa


PS. meine lange Abwesenheit muss ich ein anderes Mal erklären,
"es" ist noch nicht ganz fertig.

Dienstag, 5. August 2014

welcome home!

Das vergangene Schuljahr ließ die Schule unseres Sohnes
 mit einer einwöchigen Abschlussfahrt ausklingen.

Das war so ziemlich das erste Mal, 
dass er so weit und so lang weg war.

Hui.

Also für mich.

Ich bin bekennende Glucke - wenn auch im Training. 
Alles braucht schließlich Übung.

Der Herr Sohn kannte keinerlei Trennungsschmerz, nur Vorfreude.
So soll es sein.





Als ich so alt war wie er, fieberte ich auch sämtlichen Klassenfahrten und Schulausflügen entgegen.
Natürlich war ich immer sehr ordentlich, folgsam, 
habe keinerlei Unsinn angestellt und auf ausreichend Schlaf geachtet.

So erzählte ich meinen Kindern...

Jetzt darf sich jeder selbst ausrechnen, ob sie mir geglaubt haben.





Brachte uns der Schulbus nach einer Woche völlig übernächtigt wieder am Heimatort an,
hatte meine Mutter daheim schon ein kleines Willkommen vorbereitet.
Je nach Alter gab es großes "Willkommen" an der Tür, Luftballons, 
Kuchen, Kakao, später Cappucchino und dann erzählten wir erst einmal ein bisschen.

Waren wir länger weg, legte sie uns sogar für jeden Tag einen kleinen Zettel 
mit einem Gruß wie zum Beispiel "Ich hab dich lieb", 
"Hab viel Spaß" und "Wir freuen uns schon auf dich" in den Koffer.
Ich fand das immer so schön.




Für unseren Ältesten haben wir es auch so gemacht.
Allerdings mit nicht ganz so vielen Zetteln.
Ich schrieb einen und den etwas ausführlicher
 - man beachte das Alter und vermeide es tunlichst, peinliche Situationen herbei zu führen.
Wahrscheinlich ist er zum Lesen ins Bad gegangen :o).

Dafür schrieb er uns zwei Karten, 
eine für uns und den Kleinsten und extra eine für seine Schwester.

Für sein Willkommen bereiteten wir dann auch alles gemeinsam vor.
Weil es so heiß war, entschieden wir uns für eine erfrischende Zitronentorte.





Die Torte habe ich im Grundrezept genauso gemacht wie


Aus Zeitgründen (manche Termine kommen immer so plötzlich, Weihnachten ist auch so ein Tag) 
verzichtete ich darauf, den Kuchen in einzelne Schichten zu teilen.

Stattdessen ließ ich ihn im Stück, bestrich ihn mit Quitten-Gelee 
und legte Zitronenscheiben auf, von denen ich zuvor die Schale entfernt hatte.

Die Sahne färbte ich mit etwas gelber Lebensmittelfarbe 
und dekorierte halbe Zitronenscheiben rund um die Torte. 

Man sollte allerdings auf milde Zitronen achten.
Kleiner Tipp, nur so.
Wir haben ziemlich viel gelacht, an dem Tag.




Die Ankunft selbst war nicht mehr ganz so laut 
und turbulent wie die Abreise, sondern vergleichsweise ruhig 
und die Gesichter zeichneten sich durchgehend durch untertellergroße Augenringe aus.

Manche Dinge ändern sich nie.




Dekoration:
Bäume: Modelleisenbahn Zubehör
Busse: noch vom Papa und aus der Autokiste des Kleinsten
Karten: aus dem Auto
Globus: Flohmarkt

Tortenplatte: PiP Studio

Sonntag, 27. Juli 2014

Little Miss Pi Design - Retro Look Alike


Was macht die Mama, 
wenn das Kind eine ihrer wunderschönen Zeichnungen 
(wir haben ganze Sammelordner, Schubläden und Regalfächer voll mit Kinderzeichnungen)
auf dem Küchentisch liegen lässt und nach draußen zum Spielen geht?

Sie macht sich einen Kaffee und freut sich am sauber abgeräumten Tisch.

ODER
Sie räumt alles auf, weil das Kind gerade zu beschäftigt damit ist,
ein bis dato noch unentdecktes Saurierskelett im Garten auszugraben, 
seine Doktorarbeit zu schreiben oder die Welt zu retten,
sowas in der Art.

In diesem Fall sind es Stifte, Radiergummi, 
und Spitzer, der so voll ist, dass er überzugehen droht (ich befreie ihn) 
und natürlich die vielen vielen Zeichnungen.
Bei einem Blatt halte ich plötzlich inne,
sehe mir die wunderschön filigran gezeichneten Federn genau an und denke mir:

Da müsste man doch eigentlich einen Stoff draus machen.




Ja und - warum denn eigentlich nicht?

Abends, als alle Kinder schliefen, habe ich die Zeichnung drucktauglich gemacht, 
die Bestellung abgeschickt und
voller Vorfreude zappelnd geradezu stoisch gleichmütig gewartet.
Als das Päckchen ein paar Wochen später endlich im Postkasten lag, 
überraschte ich meine Tochter mit ihrem ganz eigenen Stoff.  





 Ich holte sie von der Schule ab, 
bat sie die Augen zu schließen und 
legte ihr das in Seidenpapier eingewickelte Päckchen in die Hände.

Sie konnte es erst gar nicht glauben.





Dann hat sie sich so sehr gefreut, 
dass ich vor Rührung sogar ein bisschen schlucken musste.




Ich sollte unbedingt ein Kleidungsstück daraus nähen.
Der Stoff kommt vorgewaschen, das heißt man kann sogleich loslegen.
Das kam mir sehr entgegen.

Daheim angekommen, suchten wir gemeinsam nach einem Schnitt,
 aus dem wir etwas Schönes nähen konnten.

Bei unserem letzten Besuch in München (nachzulesen hier), 
verbrachten wir einige Zeit im Bookstore  
 - ich natürlich in der Kreativabteilung, wo sonst -
in der ich das Buch Mini Couture zum Selbernähen fand.


Perfekt.

Retroschnitt zu Retrostoff look alike.




Eine kurze Zusammenfassung:

Das Buch enthält Mädchen- und Jungenmode und ist in zwei Hälften gegliedert.
 Wendet man es, so wechselt man in die jeweils andere Mode.
Die Anleitungen sind frisch und frech und ein bisschen vintage,
die abgebildeten Stoffe inspirieren zu Farbfreude in der eigenen Stoffauswahl.
Sogar Schnitte für Verkleidungen, wie Mama und Oma sie uns nähte, sind eingegliedert. 
Ich hatte als Kind exakt dasselbe Squaw-Kostüm für Fasching, ungelogen.

Das Buch kommt mit großem Schnittmusterbogen,
man spart sich also lästiges Vergrößern und Kleben.
Einfach Pauspapier auflegen. 
Fertig.
Hurra.

 Das Buch ist zwar durch bebilderte Step-by-Step Anleitungen aufgebaut, 
richtet sich jedoch nicht an den absoluten Anfänger, 
da gutes Grundwissen vorausgesetzt wird.

 Es ist hilfreich, 
wenn man bereits auf Erfahrung im Nähen von Kleidungsstücken zurückgreifen kann.


 Beim Nacharbeiten gut zu wissen: 
Es hat sich ein kleiner Fehler in die Anleitung Zitronenfalter eingeschlichen.

Im Schnitt, Seite 34, Schritt 2 wird angegeben, 
die "Seitennähte an Oberstoff und Futter" zu schließen.
Richtig muss es heißen, die Schulternähte zu schließen, 
wie man im Bild F auch schön sehen kann.

Einfach mit Bleistift ausbessern.

edit: Berichtigung des Verlags klick hier

 



Doch nun von der Rezension zurück zum Schnitt.
Meine Tochter entschied sich also für die Bluse Zitronenfalter.

Ich hatte den kleinen Meter bestellt (70x100 cm),
der wunderbar für die Bluse in der Größe 10 Jahre passte.

Das ist ca. eine Nummer größer, als meine Tochter sie trägt,
sodass noch etwas Luft zum Wachsen ist.





Die Bluse wird mit Futter genäht.
Für das Futter und den Bubikragen wählte ich 
den leichten Baumwollstoff eines alten Kissenbezugs vom Flohmarkt. 
Ich hatte keinen Futterstoff, es war beinahe Ladenschluss und warten? 
Gott bewahre!

Hat ganz wunderbar funktioniert.




Ich liebe den geraden Schnitt,
vor allem aber den Bubikragen, der dem Outfit einen eleganten, 
doch zugleich spitzbübischen Touch verleiht.




Es ist so schön zu sehen, wie sie sich über ihren Stoff freut,
 wie ihre Augen leuchten
und mit welchem Stolz sie ihr Kleidungsstück trägt. 




 Gibt es etwas Schöneres, als ein Kind zu bestätigen?




Stoff: via Stoff´n 
wenn es euch auch gefallen hat, das Little Miss Pi Design gibts hier
Pauspapier: Backpapier auf der Rolle, nicht zugeschnitten

übrigens: das ist ein non sponsored post - Empfehlung privat


Freitag, 25. Juli 2014

3,2,1 Überraschung! Spielwelten zum selbermachen


"Wenn du heute ausgeschlafen hast, 
habe ich eine Überraschung für dich."
sagte ich neulich zu meinem Jüngsten, 
als ich ihn zum Mittagsschlaf ins Bett brachte.
Genauso ruhig und durch seine Einschlafrituale begleitet wie jeden Tag.
Doch um ehrlich zu sein, konnte ich es kaum erwarten, 
inspiriert durch diesen Post kribbelte es mir nämlich in den Fingern.

Während mein Jüngster also im Bettchen schlief,
rannte ich auf Zehenspitzen die Treppe hinunter
- ja, das geht, man braucht nur etwas Übung -
und bastelte ihm in allerkürzester Zeit eine kleine feine Waldlandschaft.
 



Alles, was ich dazu brauchte, haben wir ohnehin im Haus.
In unserem Keller, den man nur mit einer guten Lebensversicherung gefahrlos betreten kann,
lagern ganz selbstverständlich in einer eigenen Ecke leere Schuh- und Versandkartons,
die ich für Regentage, Krankheit und gegen Langeweile aufhebe.

Als meine Tochter in den letzten Ferien im Schwimmbad in eine Scherbe trat,
sich den halben Fuß aufschnitt und tagelang nicht auftreten konnte, war das ein Segen. 
Aus Schuhkartons bastelte sie eine kleine Wohnlandschaft für ihre Playmobilfiguren
und als ich noch einen Link für Paper Dolls fand, war ihr Glück perfekt.

In der Küche haben wir eine Schublade nur für Bastelmaterial, 
die für die Kinder jederzeit frei verfügbar ist.
Besondere Dinge lagere ich in meinem Arbeitszimmer.
Spraydosen zum Beispiel.

Eine davon kam hier zum Einsatz.


Und so habe ich es gemacht:




Ich nahm:

Schere, Messer
doppelseitige Klebepieces für Fotos
Spraylack matt weiß
Spielfiguren und Tannen aus dem Kinderzimmer




1. Einen Karton in passendem Format auswählen 
und mit der dir zugewandten offenen Seite aufstellen.

2. Das "Dach" mit Messer oder Schere entfernen und die Seitenteile zuschneiden.
Ich wählte eine sanfte Hügellandschaft.
Die Rückwand besteht bei mir aus dem Boden des Kartons, 
was aber bei Versandkartons nicht besonders schön ist.
Darum nahm ich das zuvor entfernte "Dach" und 
schnitt die Rückwand entsprechend der Hügellandschaft in sanften Wellen zu.

3. Für die Schablonen schnitt ich aus den Resten des Kartons kleine Wölkchen aus.
4. Mit den Klebepieces befestigte ich sie an der Rückwand und sprühte den Lack auf
(vorher an einem Rest testen, ob der Karton wellig wird).
Nach dem Trocknen entfernte ich die Wolken vorsichtig, 
schob die Rückwand an ihren Platz und fertig.

Tipp: Der leicht diffuse Rand der Wolken ist erwünscht.
Wenn du klare Linien bevorzugst, 
achte darauf, dass die Schablonen fest auf dem Karton aufliegen.




An diesem Tag schlief das Kleinste Kind natürlich zwei Stunden.
Z W E I  Stunden!
Wann bitte tut er das noch?

Irgendwann geruhte er dann doch zu erwachen 
und fand seine neue Spiellandschaft einfach nur toll.
Das freut sich doch die Mama.




Wenn ich eins wirklich mag, dann sind das low-budget-Projekte, wie dieses,
die (fast) nix kosten und einen so tollen Spielwert haben.
 
Ein paar ältere Beispiele.






 Hier findet ihr die oben erwähnten Paper Dolls.
Hier, hier und hier weitere tolle Papierprojekte und Beschäftigung für Ferientage.

Habt Spaß!

eure epipa 


Mittwoch, 16. Juli 2014

corners of our home: Erbstücke und Erinnerungen


Immer, wenn im ersten Stock mal wieder die Hölle los ist,
also praktisch täglich nie,
nutzen das Kleinste Kind und ich die vormittägliche Ruhe 
und machen dort wieder klar Schiff.

Betten machen, staubsaugen, 
einmal mit dem Wäschekorb in der einen und der freien anderen Hand 
durch alle Kinderzimmer
und im Vorbeigehen noch die Hausschuhe an ihren Platz kicken.

Das Kleinste Kind hilft nach Kräften mit, indem er
nachdem ich den Raum verlassen habe,
den Urzustand wieder herstellt und
freut sich sodann an seinem eigenen frisch aufgeräumten Zimmer.

Wenn ich fertig bin, 
mache ich mir zur Belohnung eine Tasse Milchkaffee,
setze mich dazu
und freue mich am Moment.




Wenn ich den Blick schweifen lasse,
sehe ich viele Erbstücke und Dinge mit Geschichte.
In dem Bett bespielsweise schliefen schon die beiden Großen.
Der Teppich lag einst in unserem Wohnzimmer.
Das kleine rote Kissen mit den Bulldogs ist ein Erbstück vom großen Bruder,
das ich nähte, als er selbst noch im Raketen-Laster-Bulldog-Alter war.
Wir kamen damals partout nicht an diesem Stoff vorbei.

Der Spielzeugkorb ist eigentlich für Feuerholz gedacht und ein Geschenk vom Opa.
Der gestrickte Hase ist von mir.
Der genähte Elefant ebenfalls.





Die Legofiguren sind noch vom Papa.




Der gelbe Stuhl ist ein Geschenk vom Patenonkel.
Der Rechenschieber vom Flohmarkt, 
das Buch von Ali Mitgutsch und vom Sandmännchen
 sind Erbstücke von den Großen.
Die Kissen habe ich selbst genäht und gehäkelt.




Den Ball und viele weitere habe ich als erstes Spielzeug gehäkelt, 
als das Kleinste Kind noch nicht mal krabbeln konnte.




Den dicken Schurwoll-Pullover habe ich in diesem Winter gestrickt (Post hier).

Übrigens: Draußen hat es fast 25°C, aber der Pullover musste sein.
Wem will ich widersprechen?




Uns gibt es ein schönes Gefühl, 
die Räume voll von Erbstücken und Erinnerungen zu haben.

Das geht ganz einfach.
Besuche einen Flohmarkt, surfe in Online-Auktionen, 
bekunde Interesse für altes Gerümpel.
Werte es mit einem Anstrich auf, repariere schadhafte Stellen 
oder befreie es einfach von seiner Staubschicht.

Manchmal reicht es auch schon, 
ein paar wenige Dinge selbst zu machen und im Raum zu verteilen,
um ein Zimmer mit Wärme zu füllen.

Hier findest du Anleitungen zu ein paar Stücken aus dem Kinderzimmer
und Links zur Anleitung, wenn ich sie selbst irgendwo fand.



Welche Schätze habt ihr Zuhause?


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