Freitag, 17. Juli 2015

The Summer In Lavender Sweater


Vor einer Weile fragte meine Tochter, ob ich ihr einen Pullover stricken könnte.
"Klar" sagte ich.
"So soll er aussehen", sagte sie
und zeigte mir eine Zeichnung.

Ja. Dann... wenn alles klar ist. 
Auf auf.




Bei seiner Entstehung habe ich euch ja schon hier und hier mitgenommen.

 Für das Shooting hatte ich mir das Getreidefeld eines benachbarten Bauern ausgesucht.
Am Abend, als es kühler wurde, kurz bevor die Sonne unterging, 
zogen wir beide los. 

Habt ihr Lust uns zu begleiten?
Dann folgt uns einfach unauffällig.






Dieses Mal wollten wir Gasluftballons dabei haben.
Nach einer kleinen Internetrecherche fand ich einen Händler für Ballongas in der nächsten Stadt.
Schwieriger wurde es da schon mit den Ballons in den passenden Farben.
Diese kamen schließlich aus good old Britain.

Ich liebe das Internet.




Der Pullover hat, wie gewünscht, keine Knopfleiste, 
was ich mit einem weiten Ausschnitt und einem Rollbündchen löste.

Die Streifen passte ich an die gewünschten Stellen per Maß an.
An den Ärmeln sollte der mittlere Streifen in der Armbeuge sitzen und
die Ärmelbündchen sollten mit einem lavendelfarbenen Abschluss schließen.

"Nur ganz schmal."

Machen wir doch.








Das Shooting selbst war wunderschön.

Wir blieben bis zum Sonnenuntergang, 
genossen die laue Brise die uns umschmeichelte und 
das kleine Sommernachtskonzert der Grillen, 
die sich zwischen den Halmen verstecken
und wenn es kühler wird zu zirpen beginnen.




Ich liebe es, wenn Grillen zirpen.

Darum habe ich in unserem Garten eingens einen kleinen Fleck ausgesucht,
den ich nicht mähe.
Jetzt haben wir bei einem kühlen Glas Rotwein allabendlich
unser eigenes kleines Sommernachtskonzert.




Meine Tochter findet ihren Summer In Lavender Pullover übrigens toll.
Sie liebt Lavendeltöne.

Und ich freue mich, dass ich es geschafft habe, 
ihren Vorstellungen so nahe wie möglich zu kommen.

Da hat sich doch jede einzelne Runde bei 30° im Schatten gelohnt.




Soweit heute von den Feldern und Stricknadeln.
Ich wünsche euch noch einen schönen Sommerabend.

Liebe Grüße




Freitag, 10. Juli 2015

hello world you look nice today

Schauplatz Terrasse.

In einem arbeitsreichen Vormittag gönne ich mir gerade eine Tasse zur Halbzeit.
Ich habe einen Block neben mir liegen und notiere die vielen kleinen Ideenblitze,
die der Gedankensturm in meinem Kopf in regelmäßigen Abständen von sich schleudert.
epipa möchte wieder ein bisschen mehr Ergebnisblog sein.

Nach dem Abgabetermin von Häkeltraum & Winterzauber 
brauchte ich einen kleinen slow down der mentalen Erholung.
Doch die schlafende Schönheit, die sich Kreativität nennt,
scheint langsam wieder zu erwachen und frisch ausgeruht zur zweiten Hälfte des Jahres bereit.
Das zeigt mir das Blitzgewitter in meinem Kopf.
Keine zwei Schritte ohne Stift und Block.

Nach zwei Regentagen scheint heute wieder die Sonne.
Es ist zwar noch etwas frisch, aber angenehm.
Am Wochenende soll es wieder wärmer werden.
Mit meinem aktuellen Projekt bin ich fast fertig.
Wenn alles so läuft, wie ich mir das vorstelle, 
können wir am Wochenende shooten
und uns nächste Woche über schöne Bilder freuen.

Während ich den Vögeln und Hühnern im Garten zuhöre,
 in der Ferne ein Nachbar mit der Kreissäge Feuerholz zurecht schneidet 
und meine Liste mit Plänen und Ideen immer länger wird,
drängt sich erst leise, dann stetig lauter werdend
Glöckchengebimmel und Hufschlag in mein Bewusstsein.

Einer der umliegenden Bauern ist wieder mit dem Fuhrwerk unterwegs.
Das ist hier gar kein so seltener Anblick. 
Allein in dieser Woche stapften die ruhigen schweren Kaltblüter zweimal an unserem Gartenzaun vorbei.
Ich liebe dieses Geräusch.

Ich schreibe den letzten gerade eingefangenen Blitz auf mein Blatt,
nehme im Aufstehen noch einen Schluck,
springe ins Haus und hole die Kamera.

Das glaubt mir doch sonst kein Mensch.




Hello World. You Look Nice Today.
Was macht euren Tag perfekt?


Dienstag, 7. Juli 2015

knitting at the river

Heute möchte ich euch an meinen derzeitigen Lieblingsplatz mitnehmen.
Ich fand ihn gar nicht selbst, eine Freundin zeigte ihn mir vor einiger Zeit, 
als wir mit unseren Hunden spazieren gingen.

Heute morgen war es schon sehr früh unglaublich warm,
nicht einmal in der Nacht hatte es nennenswert abgekühlt,
darum entschied ich mich, Ockham und mir einen Gefallen zu tun, 
und ans Wasser zu gehen 
... und dort ein Weilchen zu bleiben.

Ich befinde mich in der schönen Lage, 
meine Arbeit nicht ausschließlich an einem festen Platz,
sondern manches davon auch völlig uneingeschränkt an verschiedenen Orten erledigen zu können.
Darum packte ich heute zusätzlich auch etwas Arbeit und eine Thermoskanne Eistee ein.

Am Fluss angekommen suchte ich mir ein schattiges Plätzchen,
während Ockham mich voller Vorfreude - er hatte seinen Ball entdeckt -
keine Sekunde aus den Augen ließ.





 Ich machte ihm die Freude und warf ihm ein paar Bälle.
 



Als wir fertig waren, breitete ich meine Decke aus und begann zu stricken.
Ockham legte sich ein Weilchen zu mir, bis er sich entschied, die Umgebung zu erkunden.
Er geht nie weit, passt immer auf und behält immer alle im Blick.
Sind mehrere Personen dabei, zieht er seine Kreise um die Gruppe 
und läuft die einzelnen Personen in regelmäßigen Abständen ab, um durch zu zählen.
Er ist ein echter Hütehund.




Heute hatte Ockham recht wenig zu tun, 
es war ja nur ich zum Hüten da und ich blieb strickend brav auf meiner Decke sitzen,
ab und an zu ihm aufsehend (ich hüte auch ihn, aber das weiß er nicht) 
und ein Schlückchen Eistee trinkend.
 Zufrieden und ein wenig träge die Umgebung im Auge behaltend,
setzte er sich irgendwann zu mir.




 Der Platz ist herrlich.
Schattig, ruhig und etwas abgelegen kann man sich fast einbilden, ganz allein auf der Welt zu sein.




Nachdem auf unserem Fleckchen Ruhe eingekehrt war,
begannen die Vögel zu zwitschern, Schmetterlinge tanzten aus der Uferböschung über das Wasser
und etwas weiter in der Ferne landete ein Stockentenpärchen 
(leider hatte ich mein Teleobjektiv nicht dabei).
 Untermalt wurde die Idylle durch das stetige Geräusch des Wassers, 
das den Fluss hinunter rauschte.


Es war unglaublich schön, dort zu sitzen, all diesen Geräuschen zuzuhören und zu stricken.
Dazu einen tropfnassen Hund neben mir, der ständig kuscheln wollte 
und mir mit seinen sandigen Pfoten auf die Füße trat.
Kann es etwas Entspannenderes geben?



Wo habt denn ihr eure Lieblingsplätze?
Ich wünsche euch noch viele wunderschöne Momente dort.


 Ich werde jetzt ein kleines Picknick vorbereiten.
Für heute Abend habe ich den Kindern versprochen, dass wir zum Fluss gehen.

Alles Liebe euch